Kurztrip im Oktober: Nürnberg

Seit einigen Monaten kann ich aus persönlichen Gründen keine längeren Reisen unternehmen. Kleine Fluchten sind aber mitunter möglich. So verschlug es mich Mitte Oktober wieder nach Nürnberg.

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Fotomesse

Am Samstag fuhr ich nach Nürnberg, um die Fotomesse „Imagining World“ zu besuchen. Von meinem Hotel in der Nähe des Bahnhofs nahm ich die U-Bahn, die mich in wenigen Minuten zum Messezentrum brachte.

Es war mein erster Besuch einer Fotomesse. Zum Einen staunte ich sehr über das große Sortiment der ausgestellten Fototechnik und zum Anderen über das Publikum. Etliche Besucher, vor allem die männlichen, hatten sich Kameras mit Monsterobjektiven umgehängt. Soo weit waren die Motive in der mittelgroßen Messehalle nun auch wieder nicht entfernt …

Die Panels waren zum Teil recht interessant, besonders gefiel es mir beim Schauspieler Armin Rohde, der von seiner Fotoleidenschaft erzählte. In seiner Jugend wollte er Fotojournalist werden, aber dann war ihm in den USA sein sehr teures Equipment gestohlen worden, so dass er viele Jahre lang nicht mehr fotografierte und stattdessen Schauspieler wurde. Inzwischen pflegt er seine Passion wieder und zeigt seine Fotos auf Ausstellungen.

Eine sehr delikate Kostprobe bekam ich am Stand der Foodfotography.

Abends ging ich noch zu einem Empfang der Fotocommunity, in der ich seit einem Jahr Mitglied bin. Alles in Allem ein interessanter und anregender Tag !

Street Art und Stadtspaziergang

Am Sonntag morgen begab ich mich wieder auf Street Art Suche. Im Februar hatte ich die Nürnberger Street Art Hotspots in Langwasser und Gostenhof ausgekundschaftet. Nun wollte ich noch mehr Werke an anderen Orten anschauen.

Zunächst lief ich zur Köhnstraße 5 hinter dem Hauptbahnhof. Unter der künstlerischen Leitung von Marissa Herzog enstand dort im Sommer 2025 eine bunte Wand zum Nachhaltigkeitsziel „Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum“ mit Bürgerbeteiligung nach dem Prinzip „Malen nach Zahlen“.

Dann erkundete ich die Urban Art in der Nähe der Wöhrder Wiese. Ich spazierte an der Pegnitz entlang und fand nach etwas Suchen das Werk „Letting the Kids play“ von Hombre SUK und Skor 72 am Hübnersplatz 12.

In der Marientorunterführung in der Nähe bewunderte ich „Intra Muros, Extra Muros“, die poetischen Kinderbilder des tschechischen Künstlers Jakub Janowski.

Nach einer Pause in einem Bäckerei Café wurde es Zeit für einen Gang durch die Altstadt, wo ich die allseits bekannten Fotomotive, das Heilig-Geist-Spital und den Blick von der Maxbrücke noch einmal aufsuchte, bevor ich mit der U-Bahn zur weiteren Street Art Suche in den Nürnberger Nordosten fuhr.

Die wunderbare Mural „Frau mit Kind und Chrysantheme und Kind “ von Telmo Miel, die für die Verbindung zwischen den Generationen steht, in der Äußeren Bayreuther Str. 102 entdeckte ich gleich neben dem U-Bahnhof.

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Zur Äußeren Bayreuther Straße 41 ging ich zu Fuß und sah dort „Für Vielfalt in Nürnberg“ von Christian Roesner. Auf der riesigen Häuserfassade werden viele verschiedene Tiere gezeigt, die um einen schwarzen Tapir gruppiert sind, ein Plädoyer für Biodiversität, gesponsert durch die Tiergartenfreunde Nürnberg e.V.

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Schon ein bisschen fußlahm schlappte ich zur Schopenhauer Straße 32, wo Jeroo, einer der bekanntesten deutschen Urban Artists, ein 120qm großes Wandgemälde gestaltet hatte. Das Mural zeigt die typischen Vögel, Formen und Blüten, die an Jugendstil-Motive erinnern. Den Titel des großartigen Werks konnte ich leider nirgends finden.

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Mit dem Bus fuhr ich zum nächsten und letzten Street Art Werk am Nordring 48-50, in einer Tordurchfahrt zu einem Wohngebiet, die von Julian Vogel, dem lokalen Street Artist, mit farbenfrohen tropischen Vögeln verziert wurde. Zu meinem Ärger stand dort ein Polizeifahrzeug, das sich kein Stückchen weiter bewegte, obwohl die Herren sehen mussten, wie ich mich verrenkte, um das Piece „Exotische Vögel“ einigermaßen abzulichten.

Mit Bus und U-Bahn fuhr ich zurück in die Innenstadt. Und natürlich konnte ich Nürnberg nicht verlassen ohne die typischen Nürnberger Würstchen auf Sauerkraut zu genießen.

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Als ich mit dem Zug zurück nach Hause fuhr, ließ ich meinen kurzen Aufenthalt in Nürnberg Revue passieren. Neben dem Messebesuch dachte ich vor allem dachte ich an die großartigen Street Art, die gesehen hatte. Während in Langwasser und Gostenhof zahlreiche Werke in unmittelbarer Umgebung zu sehen sind, waren die von mir gerade besuchten Pieces in der Stadt verteilt und daher etwas mühsamer zu erreichen.

Aber es hatte sich trotzdem gelohnt. Allerdings hatte ich nun die Highlights der Nürnberger Urban Art gesehen und ein weitere Tour konnte warten, bis es etwas Neues zu bewundern geben würde.

Kurztrip im Oktober: Nürnberg erschien zuerst auf Wanderlustig.

Rückfahrt von Zingst : Halle

19. und 20.9.2025 – Heimreise mit Übernachtung in Halle, Fazit Fischland Darß Zingst

Um 9:30 Uhr verließen wir Zingst und fuhren entspannt über endlose Landstraßen und schließlich über die Autobahn nach Halle, wo wir um kurz vor 14 Uhr eintrafen. Unser Hotelzimmer war noch nicht fertig, aber da wir sehr nah am Marktplatz wohnten, unternahmen wir gleich einen Altstadtspaziergang.

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Die Marktkirche war leider wegen einer Veranstaltung geschlossen. Wir schlenderten weiter durch die Gassen und landeten in einem alternativen Café in der Kleinen Ulrichstraße, wo wir sehr nett auf der Terrasse saßen und den restlichen Tag planten. Zingst hatten wir bei fiesem Nieselregen verlassen, in Halle schien die Sonne bei angenehmen 23 ° C.

Sodann kehrten wir zum Hotel zurück, wo wir den Check-In am Automaten mit sofortiger Bezahlung und Codierung der Zimmerkarten mit Hilfe der Rezeptionistin meistern konnten. Nachdem wir uns kurz ausgeruht hatten, zogen wir wieder los.

Da die Kirchen (auch der Dom) geschlossen waren, besuchten wir das Kunstmuseum in der spätgotischen Moritzburg. Die Burg wurde im 30jährigen Krieg zerstört. Die Ruine wurde teilweise rekonstruiert sowie durch einen Neubau von 2005 bis 2008 ergänzt. In dem so gestalteten Burghof gefiel es uns sehr.

Dann schauten wir uns die Ausstellungen an. Wegen Umbauarbeiten wurde nur ein Teil der ständigen Sammlung gezeigt, die „Highlights der Moderne“, u.a. mit großartigen Werken von Beckmann, Feininger, Liebermann, Kandinsky, Klee, Klimt, Marc, Moderson-Becker, Nolde und der Brücke-Maler.

Sehr gelungen fand ich die Präsentation der Gemälde und der Skulpturen in den historischen Räumen. Im gotischen Gewölbe im Keller fand außerdem eine sehr sehenswerte Schau statt, „Sakrale Kunst vom Mittelalter bis Barock“.

Anschließend spazierten wir auf der Saalepromenade zum „Pfälzer Ufer“. Dort sollte sich laut Auskunft der Touristeninformation ein Hotspot der Gastronomie befinden. Wir entdeckten allerdings nur drei Restaurants, von denen eines geschlossen war. Auch schien es sich eher um Barbetriebe zu handeln. Jedenfalls saßen die Leute vor ihren Getränken. Niemand hatte ein Essen bestellt.

Auf dem Rückweg zum Marktplatz fanden wir ein böhmisches Lokal mit einem schönen Außenbereich. Wir genossen das leckere Essen, Goulasch bzw. Rinderbraten, mit leckeren Böhmischen Knödeln und beobachteten die vorbeiziehenden Passanten.

Als wir wieder am Marktplatz angekommen waren, fanden wir es noch zu früh zum Schlafengehen. Wir spazierten durch die Umgebung und fanden schließlich eine Restaurantzeile in der Sternstraße, wohl den eigentlichen Gastro-Hotspot. Man hatte nichts dagegen, dass wir nur etwas trinken wollten. Es war immer noch angenehm warm und so genossen wir, zum ersten und einzigen Mal in unserem Urlaub, nachts im Freien ein kühles Getränk .

Am nächsten Morgen ging ich nach dem Frühstück auf einen kleinen Fotowalk durch die Altstadt, während sich H. um unser Gepäck kümmerte. Noch einmal kam ich am Halleschen Dom vorbei, einem recht seltsam aussehenden Kirchengebäude. Auf dem Domplatz versuchte ich, den Dom möglichst mit der Perspektive zu fotografieren, die auf dem Gemälde von Lynonel Feininger zu sehen ist. Leider war der Dom noch nicht geöffnet, so dass ich in Sachen Kirchenbesichtigungen in Halle völlig leer ausging.

Zurück auf dem Marktplatz traf ich H. wieder und wir spazierten zum Hotel zurück, wo wir schon um 9 Uhr ausscheckten.

Auf unserem Weg zur Autobahn lag der Stadtteil „Freiimfelde“. Da es noch früh war, konnte ich H. überreden, die Fahrt zu unterbrechen, um die dort besonders zahlreich vertretene Street Art in der sog. Freiraumgalerie anzuschauen. Bei einem Rundgang durch die Seitengassen der Freiimfelder Straße entdecken wir in der Tat viele großartige Werke.

Gegen 10 Uhr fuhren wir weiter. Während der ersten zwei Stunden bis zur Mittagspause verlief die Fahrt reibungslos. Danach gerieten wir immer wieder in stockenden Verkehr und in mehrere Staus. Und am Ende der Fahrt, schon in unserem Viertel in München, standen wir noch einmal an einer Baustelle. Ziemlich erschöpft kamen wir zwei Stunden später, als es Google berechnet hatte, gegen 16 Uhr zu Hause an.

Fazit

Auf der Halbinsel „Fischland, Darß, Zingst“ befinden sich einzigartig schöne Strände und Wälder. Die Gegend ist jedoch generell eher zum Radfahren geeignet und nicht so gut zum Wandern (s. Berichte).

Das Wetter an der Ostsee war extrem wechselhaft. Wir erlebten Sonnenschein und Regen im ständigen Wechsel. Das führte aber auch zu meinem persönlichen Highlight dieses Urlaubs : dem traumhaften Wolkentheater (s. Fotos in den Berichten).

Die Orte Wustrow, Ahrenshoop, Prerow und Zingst sind jeweils unterschiedlich. Als Urlaubsquartier eignet sich u.E. Zingst am besten (s. meine Posts).

Die Autofahrt von München ist mit ca. 835 km sehr lang und die Strecke wird zum Teil stark befahren. Eine gute Alternative mit Bus und Bahn haben wir nicht gefunden. Auch wäre es im Urlaubsgebiet schwierig, sich ohne Auto zu bewegen, wenn man, wie ich seit meiner Knieverletzung, nicht Fahrrad fahren möchte. Mit Zwischenübernachtungen ist die Autofahrt machbar, war für uns aber immer noch recht anstrengend.

Aber : richtig toll war es ! Bin sehr froh, dass ich es endlich auf die Halbinsel geschafft habe und hoffe sehr, dass es mir gelingt, noch einmal zurückzukehren.

Rückfahrt von Zingst : Halle erschien zuerst auf Wanderlustig.

Zingster Wolkentheater #7

18.9.2025 – Zum Abschluss Wandern und Boddenrundfahrt

Unser letzter Tag in Zingst sollte ganz entspannt verlaufen : morgens eine Runde laufen und nachmittags mit dem Schaufelraddampfer auf Boddenrundfahrt gehen. Es wurde der stressigste Tag des gesamten Urlaubs !

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Morgens fuhren wir zum östlich von Zingst gelegenen Parkplatz „Kiek över“, um die Wanderung abzukürzen. Gegen 10:30 Uhr starteten wir auf dem Deichweg, auf dem wieder viele Radler unterwegs waren. Wir wechselten bald auf den Fußweg, der landeinwärts darunter und schön am Rand des Osterwaldes verlief.

Am Drei-Länder-Eck wollten wir wie geplant nach Süden abbiegen und in einem großen Bogen zurückgehen. Eine Schranke mit einem Schild „Lebensgefahr – Herabstürzende Äste “ versperrte uns aber leider den Zugang. Wie sich herausstellen sollte, waren sämtliche Wege in diesem Waldgebiet gesperrt, so dass wir um gesamten Forst herumgehen mussten. Natürlich hätten wir auch umkehren können …

Wir liefen weiter ostwärts und kamen bald zum „Schloss Sundische Wiesen“, einem mitten im Wald gelegenen Gartenlokal, wo wir sehr nett saßen und leckeren Kaffee und Kuchen verspeisten. Gegen 12.30 Uhr brachen wir wieder auf und folgten der Landstraßen nach Zingst, auf welcher der Wanderweg verlief. Die Strecke war nicht stark befahren, aber sie zog sich gewaltig. Die Wanderschilder zeigten die Entfernung zum Zingster Hafen mit 8 km an, aber wir hofften, dass durch die Abzweigung zu unserem nördlich gelegenen Parkplatz „Kiek över“ die Strecke kürzer wäre.

Schon etwas ermattet, kamen wir im Örtchen Müggenburg an. Dort sahen wir einen Lost Place, wahrscheinlich eine ehemalige LPG. Wir begannen zu ahnen, dass die Zeit bis zum Beginn der Schifffahrt um 15:30 Uhr knapp werden könnte, daher verzichteten wir auf eine nähere Erkundung. Nun legten wir einen Zahn zu, gingen am Boddenufer entlang und zweigten schließlich nach Norden ab. Auf unserer Wanderkarte waren zwei Parkplätze in Strandnähe eingezeichnet. Ich war schon zu müde, um zu merken, dass wir zum falschen Stellplatz am Campingplatz gingen.

Als wir dort ankamen war es bereits 14:45 Uhr. Google Maps zeigte einen Kilometer Entfernung zum „Kiek Över“ an. H. lief dann schnell los, um das Auto zu holen, und wir fuhren zurück in die Ferienwohnung, wo wir kurz danach zu Fuß zum Hafen aufbrachen. Um Zeit zu sparen, probierten wir einen vermeintlich kürzeren Weg aus, aber dummerweise verliefen wir uns. Zu allem Überfluss begann es auch noch zu schütten, so dass wir abgehetzt und klatschnass, gerade noch rechtzeitig, das Schiff erreichten. Was für ein Stress !

Die Fahrt durch den Zingster Strom, vorbei an der Insel Große Kirr, bis zur Meiningen Drehbrücke und zurück nach Zingst war recht nett. Nach einer Weile hörte es auf zu regnen und die Sonne tauchte die Landschaft in ein goldenes Nachmittagslicht.

Die Ansagen zur Boddenlandschaft fanden wir interessant. Schade war nur, dass auf die vielen Vögel, die man beobachten konnte, nicht hingewiesen wurde. Identifizieren konnten wir Schwäne, Reiher, Blesshühner, mehrere Entenarten, Komorane, Wildgänse und vielleicht saß dort auch ein Seeadler. Und flogen nicht gerade die ersten Kraniche vorbei oder waren es doch Gänse ?

Ein bisschen leid tat es mir auch, dass ich das geliehene Objektiv schon zurück gegeben hatte. Mit meiner 18 – 135 mm Linse konnte ich die meisten Vögel nur als kleine Punkte abbilden. Ganz kurz vor dem Aussteigen verkündete man dann, dass wir uns für 1 € Ferngläser hätten leihen können. Sehr ärgerlich !

Alles in allem gefiel uns die entspannte Fahrt durch die wunderschöne Gegend.

Abends unternahmen wir einen Abschiedsspaziergang zur Seebrücke und freuten uns wieder einmal über ein grandioses Wolkentheater und einen kleinen Regenbogen als Zugabe. In unserem Lieblingsrestaurant aßen wir zu Abend und genossen noch einmal das ausgezeichnete Essen und den sehr netten Service.

Am nächsten Tag stand unsere Heimreise an. Wir wollten die lange Fahrt in Halle unterbrechen. Seid gespannt, was wir dort erlebt haben.

Zingster Wolkentheater # 7 erschien zuerst auf Wanderlustig.

Zingster Wolkentheater #6

17.9.2025 – Auf dem Fischland in Wustrow und Ahrenshoop

Unser großer Ausflugstag begann wie der vorherige geendet hatte : mit Regen und einer frischen stürmischen Brise. Gegen 10 Uhr brachen wir auf und fuhren in den Süden der Halbinsel Fischland. Wir parkten am Hafen in Wustrow.

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Als wir in Wustrow aus dem Auto stiegen, begann es zu schütten. Wir spazierten zur nahen neugotischen Kirche aus dem 19. Jahrhundert, um den Turm zu besteigen. Die Aussicht gilt als eines der Highlights der Region. Nur leider öffnete das Gotteshaus erst um 11 Uhr. Erst standen wir bibbernd im Regen und Sturm vor der Tür, dann vertrieben wir uns die Wartezeit mit einem Gang über die Neue Straße, in der ganz im Gegensatz zu ihrem Namen historische Katen und reetgedeckte Häuser zu bewundern sind.

Schließlich durften wir die Kirche besuchen. Die Aussichtsplattform des Kirchtums befindet sich in geringer Höhe (18 m), aber ich war froh, als ich oben ankam, weil der Gang über die hohen Stufen recht mühsam war. Die Aussicht über den Bodden bis zur Ostsee war wie erwartet grandios, aber es stürmte stark auf der dem Wind zugewandeten Seite der Plattform.

Nach dem Kirchenbesuch gingen wir noch zum Fischlandhaus, das als Bibliothek und Kunstgalerie genutzt. Zunächst fotografierte ich das Gebäude unter dem Schirm, aber dann setzte ein derart heftiger Regen ein, dass wir uns ins Innere flüchteten. Dort schauten wir uns die Ausstellung von Gemälden von Christian Gätjen an, dem schon im Jahr 2008 verstorbenen Wustrower Künstler. War ganz interessant, vor allem faszinierte mich ein Gemälde von 1967, auf dem eine Strandszene am Lagerfeuer mit Tanzenden dargestellt war, die alle nackt waren.

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Wir fuhren weiter nach Ahrenshoop. Dort nutzten wir das schlechte Wetter, um zunächst das Kunstmuseum zu besuchen. Die Sammlung von Landschaftsgemälden der Ahrenshooper Künstlerkolonie am Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts war aktuell leider nur in einem Raum ausgestellt. Allerdings gab es zwei Säle mit einer Sonderaustellung, in denen zum Teil schreckliche Werke von T. Lux Feininger, Feiningers Sohn, zu sehen waren.

Hinter dem Museum zweigten wir auf den „Weg zum Hohen Ufer“ ab, der uns in kurzer Zeit zum Strand führte. Inzwischen war die Sonne herausgekommen und die Landschaft sah aus wie frisch geputzt. Auf dem Hohen Ufer über dem Meer genossen wir die fantastische Aussicht. Der starke Wellengang war ideal für Kitesurfer, die sich im Wasser tummelten, und der weiße Sandstrand hinter den Dünen war einfach nur wunderschön.

Nun hatten wir großen Hunger und brauchten eine Pause. Wir landeten in einem sehr gemütlichen Café, wo wir den letzten Platz bekamen. Der Kaffee war sehr gut und H’s Quiche und mein Kuchen schmeckten überaus lecker.

Gut gestärkt setzten wir unseren Ausflug fort, gingen noch ein Stück über die Dorfstraße, spazierten an einigen Künstlerhäusern vorbei, und weil es so schön gewesen war, gingen wir über den Strandweg noch einmal zur Ostsee. Auf dem Rückweg schauten wir am „Kunstkaten“ vorbei, dem ersten Ausstellungsort für die Maler der Künstlerkolonie und einer der ältesten Kunstgalerien Norddeutschlands, die immer noch Veranstaltungshaus der Kurverwaltung genutzt wird. Außerdem weist das in einem herrlichen Blau gestrichene Haus eine wunderbare Darßer Tür (weitere Darßer Türen s. hier) auf, die ich selbstverständlich ablichten musste.

Nach dem langen Ausflug beschlossen wir am Abend, den Herd in der Ferienwohnung auszuprobieren und kochten ein gar köstliches Mal : Penne mit fertiger Arrabiatasauce. Unser Verdauungsspaziergang führte uns zum Strand, wo es ausnahmsweise keinen tollen Sonnenuntergang zu bewundern gab. Wir setzten uns in den Außenbereich der Bar an der Seebrücke, wo wir unter einem Wärmestrahler Bier und Sanddornglühwein schlürften und auf die Ostsee schauten. Einige Fotos des grandiosen Wolkentheaters musste ich dann aber doch noch aufnehmen, bevor wir recht müde in unsere Wohnung zurückkehrten.

Ahrenshoop mit seinem kulturellen Hintergrund und dem herrlichen Strand hatte mir ungeheuer gut gefallen. Als Standort für einen Urlaub auf Fischland Darß Zingst schien es mir nicht zentral genug, aber gegen weitere Besuche während der nächsten Reise in die Region hatte ich absolut nichts einzuwenden.

Am nächsten Tag, unserem letzten Urlaubstag, wollten wir hauptsächlich auspannen. Uns stand schließlich eine lange Rückreise bevor. Ratet mal, ob uns das gelungen ist (s. Bericht).

Zingster Wolkentheater # 6 erschien zuerst auf Wanderlustig.

Zingster Wolkentheater # 5

15.9.2025 – Rundgang durch Prerow und viel Regen

Morgens ließen wir uns viel Zeit : es regnete anhaltend. Zunächst gab ich im Max-Hünten-Haus das geliehene Sigma 16 – 300 mm Objektiv zurück. Die Fotos wollte ich mir noch zu Hause auf dem Bildschirm anschauen, um dann zu entscheiden, ob ich das Objektiv kaufen wollte (Spoiler: ich hab’s getan !).

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Ich ließ mir noch Stative zeigen, aber die Modelle waren mir sämtlich zu schwer und ich fand sie auch ziemlich teuer.

Gegen 10:30 Uhr, als der Regen nachgelassen hatte, fuhren wir nach Prerow. Zunächst besuchten wir die Seemannskirche, einen Backsteinbau und das älteste Gotteshaus der Region aus dem 18. Jahrhundert, und den Kirchhof mit historischen Grabsteinen aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Die Kirche fanden wir sehr schlicht und die Grabmale nicht besonders zahlreich. Die St. Severins Kirche in Keitum auf Sylt und ihr Friedhof hatten uns besser gefallen.

Als wir aus der Kirche traten, regnete es wieder stärker. Wir spazierten noch durch die Gassen in der Nähe. In der Hirtenstraße schauten wir uns die ersten Darßer Türen an. Diese kunstvoll geschnitzten Türen schmücken mit ihrer bunten Bemalung die Häuser auf dem Darß seit über zweihundert Jahren. Wir spazierten noch an der Alten Apotheke, einem Gebäude aus dem 19. Jahrhundert, in der Langen Straße vorbei, bevor wir vor dem Regen zurück ins Auto flüchteten.

Wir parkten dann in der Nähe des Ortszentrums und ließen uns in der Touristeninformation ein Heft mit den Prerower Sehenswürdigkeiten geben. Mich interessierten hauptsächlich die Standorte der Darßer Türen. Zum Mittagessen kehrten wir in einer Brauereigaststätte ein und gingen dann über den Prerowstrom zur Seebrücke. Da strömte in der Tat nichts, es handelt sich heutzutage eher um ein stehendes Gewässer .

Die Seebrücke in Prerow ist mit 720 Metern die längste Seebrücke der Ostsee. Der Zugang zur Brücke mit zahlreichen Souvenirgeschäften, Eisdielen und Pommesbuden und dem entsprechenden Remmidemmi sagte uns nicht zu. Am langen weißen Sandstrand, der nicht durch Buhnen unterbrochen war wie in Zingst, war dagegen nichts auszusetzen. Nur die Ostsee schwächelte etwas, war fast glatt und zeigte kaum Wellengang. In dieser Hinsicht sollten wir jedoch am nächsten Tag bei unserem Ausflug nach Ahrenshoop reichlich entschädigt werden.

Wir gingen nicht bis zum Ende der Brücke, inzwischen schien wieder die Sonne und es wurde sogleich schwül heiß.

Zum Abschluss gingen wir mit der Karte der Tourismusinformation auf Türentour, merkten aber bald, dass das mit sehr viel Lauferei verbunden und entsprechend anstrengend war. Auf der Waldstraße kehrten wir schließlich um und folgten noch ein Stück der Buchenstraße. H. wartete auf mich, während ich noch ein Stück weiter ging, um mir noch einige Türen anzuschauen. Eine Fahrradtour wäre wohl geeigneter für eine umfassende Besichtigung der Darßer Türen in Prerow.

Abends gingen wir durch den heftigen Regen zum Essen und wurden ziemlich nass. Vor dem Restaurant durften wir dann in unseren feuchten Klamotten warten, bis ein Platz frei wurde. Am liebsten wären wir wieder gegangen, aber die Auswahl an geöffneten Lokalen war am Montag sehr klein. Nach einem mäßig guten Essen verzichteten wir auf unseren Abstecher zum Strand. Das Wetter war einfach zu schlecht.

In der Ferienwohnung relaxten wir und planten den nächsten Tag. Nun stand unser großer Ausflug zum Fischland an, nach Wustrow und Ahrenshoop. Die Wetterprognose war nicht berauschend. Wir konnten nur hoffen, dass es nicht dauernd schütten würde. Über das Wetter und unsere weiteren Erlebnisse werde ich berichten.

Zingster Wolkentheater # 5 erschien zuerst auf Wanderlustig.

Zingster Wolkentheater # 4

14.9.2024 – Spaziergang rund um Zingst, Fotografieren mit einem Leihobjektiv

Nach einem ausgiebigen Sonntagsfrühstück mit Eierspeisen, frischem Orangensaft und Brötchen schaute ich im Max-Hünten-Haus vorbei. Es handelt sich um eine großartige Einrichtung, in der neben einer Fotoschule mit Workshops, Fotoausstellungen und eine öffentliche Bibliothek zu Fotothemen zu finden sind. Außerdem gibt es ein Printstudio, Arbeitsplätze für die Bildbearbeitung und einen Verleihservice für Kameras, Objektive und sonstiges Zubehör.

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Nachdem ich mir die Fotoausstellung (sehr beeindruckend !) angesehen hatte, ließ ich mich von der Mitarbeiterin am Tresen beraten. Mein 18 – 135 mm Objektiv reichte mir oft nicht. Ich interessierte mich für Linsen mit höherer Brennweite. Zunächst wurde mir ein 100-400 Objektiv angeboten, das mir mit 1100 g aber zu schwer war. Dann schlug mir die Dame das Sigma 16-300 mm Objektiv mit einem Gewicht 615 g vor. Zusammen mit dem Body würde meine Kamera knapp unter 1000 g wiegen, was gerade noch akzeptabel war. Ich lieh mir das Objektiv für einen Tag aus und ging zurück zur Ferienwohnung, um H. einzusammeln.

Wir spazierten zum Hafen und dann auf dem Rad-/Wanderweg am Bodden nach Osten. Es hatte inzwischen aufgehört zu regnen. Die Sonne schien schwach und die Vegetation strahlte in frischem Grün. Die Temperatur war, wie angekündigt, stark gefallen, was aber sehr angenehm zum Laufen war.

Im Max-Hünten-Haus hatte man mir gesagt, dass das Objektiv für die Tierfotografie nicht ausreichte. Das stimmte : die Schwäne im Bodden wurden nur als Punkte abgebildet. Aber das Fotografieren von Tieren, insbesondere Vögeln, ist ohnehin nicht mein Ding : bin viel zu langsam ! Ansonsten machte mir das Fotografieren mit dem Objektiv viel Spaß. Es fokussierte sehr schnell und ich genoss die zusätzliche Brennweite bis 300 mm.

Auf der Höhe der Aussichtsplattform bogen wir ab ins Landesinnere und spazierten über einen etwas öden betonierten Weg nach Norden, um zur Ostsee zu kommen.

Inzwischen plagte uns der Hunger. Wir landeten in einem Strandbistro hinter dem Deich mit sehr nettem Service. Aus dem begrenzten aber leckeren Speisenangebot bestellten wir uns zusammen eine schmackhafte Riesencurrywurst mit Pommes. Alle paar Jahre kann man dieses Gericht wohl essen!

Danach spazierten wir am Strand entlang bis zur Seebrücke. Dort nutzte ich die Gelegenheit, die höheren Brennweiten des Sigma Objektivs auszuprobieren. Mit dem Ergebnis war ich recht zufrieden, allerdings musste ich mich an das Gewicht der weit ausgefahrenen Linse gewöhnen.

Die Tauchgondel bei der Seebrücke wurde gerade sehr langsam so weit abgesenkt bis sich die Fenster unter der Wasseroberfläche befanden. Ein sehenswertes Schauspiel ! Allerdings glaubten wir nicht, dass es in der Gondel viel zu sehen gab, ein paar Fische vielleicht, aber wohl hauptsächlich die von Algen und Muscheln bedeckte Betonbrückenteile.

Abends speisten wir gemütlich in einem italienischen Restaurant und danach ging es wieder auf die Seebrücke. Die Sonne war schon untergegangen, aber das Fotografieren zu Beginn der blauen Stunde lohnte sich noch.

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Nach dem recht erholsamen Tag begaben wir uns gegen 22 Uhr zu Bett. Für den nächsten Tag waren längere Regenperioden angesagt. Wir wussten nicht, ob es mit dem geplanten Ausflug nach Prerow klappen würde. Lasst euch überraschen (Bericht) !

Zingster Wolkentheater # 4 erschien zuerst auf Wanderlustig.

Zingster Wolkentheater # 3

13.9.2025 – Weststrand und Born auf dem Darß

Morgens fuhren wir zum südlichen Parkplatz „Drei Eichen“ in der Nähe von Ahrenshoop. Nach einem kurzen Waldspaziergang (1,5 km) kamen wir schon am Weststrand an. Der 14 km lange Naturstrand, der nur zu Fuß und mit dem Fahrrad zu erreichen ist, und durch den Wald abgeschirmt wird, wurde vom Fernsehsender arte zu einem der 20 schönsten Strände der Welt gekürt.

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Unsere Wanderung durch den feinen weißen Sand bei leichtem Wellengang, schwachem Wind und herrlichem Sonnenwetter fanden wir richtig toll. Im Vorfeld hatte ich ausgezeichnete Fotos gesehen, die angeschwemmte Hölzer und Baumstämme und oft auch die urigen Windflüchter darstellten, also hohe Bäume, deren Wuchsform durch den hauptsächlich vom Meer wehenden Wind bestimmt wird.

Mit meinen Fotos klappte es aber nicht so ganz, wahrscheinlich war das Licht am Vormittag nicht ideal oder ich fand nicht den richtigen Blickwinkel. Wahrscheinlich Beides ! Was das angeschwemmte Holz, z.B. die knorrigen Äste, betraf, kam es mir so vor, als ob die Fotografen entweder direkt nach einem Sturm geknipst oder die Teile motivgerecht platziert hatten. Wie dem auch sei, es war ein wunderbares Erlebnis an dem wilden Naturstrand entlang zu schlendern.

Nachdem wir ein gutes Stück gelaufen waren, bogen wir ab und liefen durch den Darßer Wald zurück. Dort war es fast noch schöner : ein lichter Märchenwald mit federndem Waldboden und bizarr geformten, zum Teil zusammengewachsenen Baumstämmen.

Auf der Rückfahrt parkten wir in Born, einem hübschen Boddendorf, mit bunt angemalten Häusern. Zunächst schauten wir uns den kleinen Hafen am Bodden an. Dort wirkte das Wasser ausgesprochen schaumig, was aber möglicherweise am kabbeligen Wellengang lag. Als uns der Hunger plagte, legten wir eine Mittagspause mit Fischbrötchen ein , sehr lecker und frisch, aber riesig.

Danach spazierten wir zu den im Reiseführer beschriebenen Häusern (u.a. in der Schulstraße 2 in Gelb und Blau) und schließlich zur Fischerkirche, einer Holzkirche mit Tonnengewölbe.

Abends ging es wieder einmal auf die Seebrücke, wo wir erneut eine fantastische Abendstimmung bewundern durften.

Sehr schmackhafte Fischgerichte in einem sehr gemütlichen Lokal rundeten den herrlichen Tag ab.

Am nächsten Tag planten wir zunächst ein gemütliches Sonntagsfrühstück und dann einen längeren Spaziergang rund um Zingst. Seid gespannt, was wir erlebt haben!

Zingster Wolkentheater # 3 erschien zuerst auf Wanderlustig.

Zingster Wolkentheater #2

12.9.2025 – Ausflug zum Darßer Ort

Morgens fuhren wir nach Prerow und parkten am außerhalb gelegenen Platz am Bernsteinweg. Dort kostete das Parkticket doch tatsächlich 12 € pro Tag!

Wir spazierten 4,5 Km durch den Wald bis zum Leuchtturm „Darßer Ort“ und besuchten dort das „Natureum„, eine Abteilung des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund. Im Café im Innenhof, saßen wir sehr nett, genossen ein 2. Frühstück in der Sonne und stiegen auf den historischen Leuchtturm von 1848 (126 Stufen – uff!).

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Die Aussicht auf den naturbelassenen Weststrand, wohl der schönste deutsche Strand, 14 km lang mit feinem weißen Sand, fand ich grandios, war nur ein bisschen enttäuscht, weil ich mir einen Blick auf den „Darßer Ort“, die Nordspitze der Halbinsel Fischland Darß Zingst, erhofft hatte.

Dann suchten wir nach dem Rundweg um die Landspitze, landeten aber zunächst am Weststrand. Das Gehen durch den tiefen Dünensand war mühsam und am Strand war es recht voll und längst nicht so schön wild wie auf den Fotos. Wir beschlossen, diese Strandwanderung an einem anderen Tag von an einer anderen, nicht so belebten Stelle aus, zu beginnen (Bericht folgt) und gingen ein kleines Stück zurück ins Inland, wo wir den Bohlenweg bald entdeckten.

Wir spazierten durch eine atemberaubende Dünen-, Heide- und Sumpflandschaft mit lichten Wäldchen, und kamen an den kleinen Inlandsgewässern Otto- und Libbertsee vorbei, die wichtige Rast- und Brutplätze für zahlreiche Vögel bilden. Auf Aussichtsplattformen kann man die Tierwelt beobachten. Wir stiegen auf die Hirsch-, Adler- und Entenplattform. Die Adlerplattform war durch die Stative von Fotografen mit ausgesprochen fetten Teleobjektiven (bis ca. 800 mm) belegt. Ich ergatterte noch ein Plätzchen auf der Seite, konnte aber mit bloßem Auge und meiner 135er Linse keinen Raubvogel erkennen. Zum Ausgleich wurde mir ein Hirschrudel mit kapitalem Bock und Kühen am anderen Ufer des Libbertsees gezeigt : ein kleiner dunkelbrauner Punkt und mehrere kleinere hellbraune Flecken. Die Ausblicke über die Seen und zur Ostsee in der Ferne waren jedoch ein wunderschönes Erlebnis.



Der Rückweg auf dem 3,7 km langen Wanderweg nach Prerow war für mich etwas quälend. Mein Rückenproblem machte sich bemerkbar, obwohl H. nun meinen Daypack trug. Eigentlich wollten wir mit der Darßbahn, einer touristischen Bimmelbahn, abkürzen, aber der nächste Zug fuhr erst in 40 Minuten. Daher liefen wir weiter. Wir wollten eine Pause einlegen und suchten eine Abzweigung von dem Waldweg, wo auch wieder viele Radfahrer unterwegs waren. Schließlich landeten wir auf einem Campingplatz in den Dünen.

Das Eiscafé war nach dem Saisonende leider schon geschlossen. Im Supermarkt holten wir uns Kaffee vom Automaten (toller großer Cappuccino !) und ich genehmigte mir einen saftigen Rhabarberstreuselkuchen. Damit setzten wir uns an einen Tisch in der Sonne. Lange konnten wir die Kaffeepause leider nicht genießen. Binnen kurzer Zeit zogen riesige schwarze Wolken herbei, und es begann zu donnern. Wir brachen schnell auf und eilten die restlichen 1,5 km zum Parkplatz zurück . Unser Weg führte durch den Campingplatz und direkt hinter den Dünen entlang. Den Blick auf Strand und Meer sparten wir uns aber. Uns fehlte die Energie zum Laufen durch den tiefen Sand und wegen des Gewitters mussten wir uns auch beeilen.

Als wir ins Auto stiegten, begann es heftig zu schütten und auf der Rückfahrt hagelte es sogar. Glück gehabt ! Die vielen Radler auf dem Deichweg, die ich als lahme Wanderin am Vortag noch beneidet hatte, taten mir nun ziemlich leid.

Abends schauten wir zunächst beim Treffen der Shantychöre auf der Freilichtbühne am Kurpark vorbei, fanden es aber nicht so interessant. Geboten wurde nicht authentische Volksmusik, sondern eher Schlager zum Mitschunkeln, so dass wir wie viele Andere bald wieder aufbrachen. Der allabendliche Gang auf die Seebrücke folgte, aber auf den Sonnenuntergang warteten wir dieses Mal nicht.

Nach einer etwas längeren Suche fanden wir schließlich einen Platz zum Abendessen. Reservieren konnten man in den meisten Lokalen nicht und am Freitagabend war fast alles belegt.

Schon um 20 Uhr kehrten wir in unsere Ferienwohnung zurück, wo wir nach dem wunderschönen aber auch anstrengenden Ausflug, einen gemütlich faulen Abend verbrachten.

Am nächsten Tag planten wir eine kleine Wanderung am bekannten Weststrand. Ich war gespannt, wie uns der wilde und abgeschiedene Naturstrand gefallen würde (s. Bericht).

Zingster Wolkentheater #2 erschien zuerst auf Wanderlustig.