Seit einigen Monaten kann ich aus persönlichen Gründen keine längeren Reisen unternehmen. Kleine Fluchten sind aber mitunter möglich. So verschlug es mich Mitte Oktober wieder nach Nürnberg.
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Fotomesse
Am Samstag fuhr ich nach Nürnberg, um die Fotomesse „Imagining World“ zu besuchen. Von meinem Hotel in der Nähe des Bahnhofs nahm ich die U-Bahn, die mich in wenigen Minuten zum Messezentrum brachte.
Es war mein erster Besuch einer Fotomesse. Zum Einen staunte ich sehr über das große Sortiment der ausgestellten Fototechnik und zum Anderen über das Publikum. Etliche Besucher, vor allem die männlichen, hatten sich Kameras mit Monsterobjektiven umgehängt. Soo weit waren die Motive in der mittelgroßen Messehalle nun auch wieder nicht entfernt …
Die Panels waren zum Teil recht interessant, besonders gefiel es mir beim Schauspieler Armin Rohde, der von seiner Fotoleidenschaft erzählte. In seiner Jugend wollte er Fotojournalist werden, aber dann war ihm in den USA sein sehr teures Equipment gestohlen worden, so dass er viele Jahre lang nicht mehr fotografierte und stattdessen Schauspieler wurde. Inzwischen pflegt er seine Passion wieder und zeigt seine Fotos auf Ausstellungen.
Eine sehr delikate Kostprobe bekam ich am Stand der Foodfotography.
Abends ging ich noch zu einem Empfang der Fotocommunity, in der ich seit einem Jahr Mitglied bin. Alles in Allem ein interessanter und anregender Tag !
Street Art und Stadtspaziergang
Am Sonntag morgen begab ich mich wieder auf Street Art Suche. Im Februar hatte ich die Nürnberger Street Art Hotspots in Langwasser und Gostenhof ausgekundschaftet. Nun wollte ich noch mehr Werke an anderen Orten anschauen.
Zunächst lief ich zur Köhnstraße 5 hinter dem Hauptbahnhof. Unter der künstlerischen Leitung von Marissa Herzog enstand dort im Sommer 2025 eine bunte Wand zum Nachhaltigkeitsziel „Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum“ mit Bürgerbeteiligung nach dem Prinzip „Malen nach Zahlen“.



Dann erkundete ich die Urban Art in der Nähe der Wöhrder Wiese. Ich spazierte an der Pegnitz entlang und fand nach etwas Suchen das Werk „Letting the Kids play“ von Hombre SUK und Skor 72 am Hübnersplatz 12.
In der Marientorunterführung in der Nähe bewunderte ich „Intra Muros, Extra Muros“, die poetischen Kinderbilder des tschechischen Künstlers Jakub Janowski.


Nach einer Pause in einem Bäckerei Café wurde es Zeit für einen Gang durch die Altstadt, wo ich die allseits bekannten Fotomotive, das Heilig-Geist-Spital und den Blick von der Maxbrücke noch einmal aufsuchte, bevor ich mit der U-Bahn zur weiteren Street Art Suche in den Nürnberger Nordosten fuhr.
Die wunderbare Mural „Frau mit Kind und Chrysantheme und Kind “ von Telmo Miel, die für die Verbindung zwischen den Generationen steht, in der Äußeren Bayreuther Str. 102 entdeckte ich gleich neben dem U-Bahnhof.

Zur Äußeren Bayreuther Straße 41 ging ich zu Fuß und sah dort „Für Vielfalt in Nürnberg“ von Christian Roesner. Auf der riesigen Häuserfassade werden viele verschiedene Tiere gezeigt, die um einen schwarzen Tapir gruppiert sind, ein Plädoyer für Biodiversität, gesponsert durch die Tiergartenfreunde Nürnberg e.V.

Schon ein bisschen fußlahm schlappte ich zur Schopenhauer Straße 32, wo Jeroo, einer der bekanntesten deutschen Urban Artists, ein 120qm großes Wandgemälde gestaltet hatte. Das Mural zeigt die typischen Vögel, Formen und Blüten, die an Jugendstil-Motive erinnern. Den Titel des großartigen Werks konnte ich leider nirgends finden.

Mit dem Bus fuhr ich zum nächsten und letzten Street Art Werk am Nordring 48-50, in einer Tordurchfahrt zu einem Wohngebiet, die von Julian Vogel, dem lokalen Street Artist, mit farbenfrohen tropischen Vögeln verziert wurde. Zu meinem Ärger stand dort ein Polizeifahrzeug, das sich kein Stückchen weiter bewegte, obwohl die Herren sehen mussten, wie ich mich verrenkte, um das Piece „Exotische Vögel“ einigermaßen abzulichten.


Mit Bus und U-Bahn fuhr ich zurück in die Innenstadt. Und natürlich konnte ich Nürnberg nicht verlassen ohne die typischen Nürnberger Würstchen auf Sauerkraut zu genießen.

Als ich mit dem Zug zurück nach Hause fuhr, ließ ich meinen kurzen Aufenthalt in Nürnberg Revue passieren. Neben dem Messebesuch dachte ich vor allem dachte ich an die großartigen Street Art, die gesehen hatte. Während in Langwasser und Gostenhof zahlreiche Werke in unmittelbarer Umgebung zu sehen sind, waren die von mir gerade besuchten Pieces in der Stadt verteilt und daher etwas mühsamer zu erreichen.
Aber es hatte sich trotzdem gelohnt. Allerdings hatte ich nun die Highlights der Nürnberger Urban Art gesehen und ein weitere Tour konnte warten, bis es etwas Neues zu bewundern geben würde.
Kurztrip im Oktober: Nürnberg erschien zuerst auf Wanderlustig.













































































































































