Exporters From Japan
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„Die Zehn Gebote Gottes enthalten 279 Wörter, die amerikanische Unabhängigkeitserklärung 300 Wörter, die Verordnung der Europäischen Gemeinschaft über den Import von Karamellbonbons aber exakt 25.911 Wörter.“

Deutsche Gründlichkeit und europäischer Regulierungswahn in allen Ehren, aber: Was wirklich wichtig ist, braucht nicht viele Zeichen. Nur die richtigen.

cossac/www.pixelio.de

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Das Zitat ist ein hübsches Beispiel für die Kunst des Weglassens. (Auch, wenn für Gesetzestexte andere Kriterien gelten als für Sprachwerke, die auch tatsächlich gelesen werden.) So manches „Herzlich willkommen auf der Homepage von Unternehmen XY, hier erfahren Sie mehr über uns, wir hoffen, Ihnen gefallen unsere Seiten, viel Spaß beim Lesen!“ (bei vielen Firmen wird dabei nicht nur Service/Erfahrung/Kundennähe/Effizienz/Kompetenzkompetenz groß geschrieben, sondern auch gern mal das Wiewort „willkommen“) kann man schreiben, muss man aber nicht. Aber man kann ja auch Eulen nach Athen bringen und so … ;-)

]]> https://textguerilla.wordpress.com/2008/11/13/kurz-und-gut/feed/ 12 890 textdeluxe Süßes dsc_5328_165925-800x600 Es gibt Ehrungen, denen soll man sich nicht entziehen. https://textguerilla.wordpress.com/2008/11/13/es-gibt-ehrungen-denen-soll-man-sich-nicht-entziehen/ https://textguerilla.wordpress.com/2008/11/13/es-gibt-ehrungen-denen-soll-man-sich-nicht-entziehen/#comments Thu, 13 Nov 2008 17:19:04 +0000 https://textguerilla.wordpress.com/?p=885 Zum Beispiel, wenn einen die Guerillas als einen der ihren rufen. Das meinen die gut, super meinen die das, Anerkennung zollen die einem da, Deutschland braucht dich, Alter, schreib mit und rock das Treppenhaus!

Danke, Kollegen. Das ist das erste Mal, dass ich irgendwo reinkomme, ohne Summen Geldes und Teile meiner Menschenwürde drangegeben zu haben, es geht aufwärts.

„Wer ich bin? Sie meinen, wie ich heiße? Liebes Kind, ich wede Sie belügen“ (Ringelnatz). Fürs Lügen werden wir bezahlt, wir sagen nur anders dazu, und allein daran sieht man schon, wie das gemeint ist. Ich bin derselbe Wolf von Gute Worte, which is part of the missing link, und außerdem der von Moby-Dick™.

Über das letztere muss ich wohl auch auffällig geworden sein. Da praktiziere ich nämlich seit 2006, was wir alten Guerillas fordern: sauberen Inhalt in sauberem Deutsch. Man kann dergleichen vielleicht doch nur beispielhaft vorleben; wenn man’s mühsam erklären muss, hat man schon verloren. Erwarten Sie also nichts. Außer guter Arbeit, und that’s all one man can do. Und a woman selbstverständlich auch.

Wer ist jetzt dran mit einer Runde ausgeben? Ich, oder? Na gut, ich stift einen meiner Langzeitohrwürmer: Die Ärzte: Lied vom Scheitern („Du bist immer dann am besten, wenn es dir eigentlich egal ist“), aus Jazz ist anders, 2007. Das ist eine kulturell hochstehende Band mit oft vorbildlichen Texten, die ihrer Zielgruppe schon mal über den Tag helfen. Passt also.

Nochmal danke fürs Reinholen, es hat schon so gezogen.

]]> https://textguerilla.wordpress.com/2008/11/13/es-gibt-ehrungen-denen-soll-man-sich-nicht-entziehen/feed/ 7 885 ismaels Zeitung lesen: Ein Loblied (und keinen Abgesang)… https://textguerilla.wordpress.com/2008/11/13/zeitung-lesen-ein-loblied-und-keinen-abgesang/ https://textguerilla.wordpress.com/2008/11/13/zeitung-lesen-ein-loblied-und-keinen-abgesang/#comments Thu, 13 Nov 2008 09:30:50 +0000 https://textguerilla.wordpress.com/?p=879 … auf meine absolute Lieblingszeitung möchte ich hier singen. Aus aktuellem Anlass: Gerade haben sich die Zeitungsredakteure mit 4 Prozent mehr Tarifgehalt zufrieden gegeben, was von Verdi kritisiert wurde. Damit war der Kampagne des DJV, auf die wir hier schon hingewiesen hatten, nur mäßiger Erfolg beschieden. Schade! Und hier mein Lobgesang (Vorsicht: lang):

Markus Hein /www.pixelio.de

Markus Hein /www.pixelio.de

Meine Zeitung ist die „Süddeutsche“. Ich kenne und lese sie, seit ich 1982 zum Studium nach München gezogen bin. Okay, okay, ich gebe zu, anfangs hat mich noch mehr die Münchner Abendzeitung in den Bann gezogen (die damals noch eine richtig gute Boulevardzeitung war), aber nach dem Studium, als ich mir ein Zeitungsabo leisten konnte, war es dann die SZ. Ich bin eine süchtige Zeitungsleserin, ich lese sie am liebsten zum Frühstück und wenn ich dazu nicht komme, lese ich sie auch am Abend. Nein, natürlich lese ich nicht alles, aber es ist mir total wichtig, die ganze Zeitung durchzublättern und mir das rauszufischen, was ich lesen möchte. Und wenn ich mal einen Tag so wie gestern habe, wo ich von der Früh bis tief in die Nacht nur am Rechner gesessen habe, dann lese ich am nächsten Morgen eben erst noch mal die Zeitung von gestern.

kvh24/www.pixelio.de

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(Aber in den Altpapiercontainer bin ich noch nie gekrochen :-) )

Das sind ja dann alles olle Kamellen, werden jetzt vermutlich viele sagen. Und: „Ich les nur noch Zeitung online. Ist viel aktueller, geht schneller. Und irgendwann gibt es keine Zeitung mehr auf Papier.“
Das, liebe Leser und Leserinnen, fände ich schlimm. Klar gehe ich auch online, wenn irgendeine brandaktuelle spannende Meldung reinkommt, aber „meine“ Zeitung bietet halt viel mehr als nur Nachrichten. Nämlich spannende Reportagen, viel Hintergründiges, viel Nachdenkenswertes, viel zum Schmunzeln, viele viele gute Texte! Und, seien wir mal ehrlich, wie liest man am liebsten gute Texte: Auf dem Papier, vor sich hinhaltend, bebildert, gut und lesefreundlich gelayoutet, überallhin mitnehmbar (sogar aufs Klo ;-) )

Ein Paradebeispiel für brillanten Journalismus gab es in dieser Woche: Und zwar wartete die SZ mit einer 56-seitigen (!) Beilage auf, die „nur“ den Umzug der SZ-Redaktion aus der Mitte Münchens an den Stadtrand (was allerdings auch ein heißdiskutiertes lokalpolitisches Thema war). Im ersten Moment dachte ich angesichts dieses Papierbergs, betitelt mit „Abschied und Aufbruch – Der Süddeutsche Verlag zieht um“: Ja, spinnen die denn, das ist ja wohl ein bisschen viel Nabelschau. Aber dann fing ich an zu lesen und zu lesen und zu lesen …

Es ging um Hochhäuser und Architektur, es ging richtig philosophisch um die Kunst des Umziehens, um Abschied und Neuanfang, es ging um die Geschichte des Zeitungmachens, es ging um die Leser-Blatt-Bindung, und das Genialste an dieser Beilage überhaupt war: Ich fing an, auch die Anzeigen darin zu lesen, weil die teilweise in einem sehr persönlichen Stil gehalten waren. Und das ist ja wohl das Beste, was man einem Printmedium sagen kann, oder?

Nun bin ich mit meiner Eloge am Ende. Aber interessieren würde mich: Lest ihr auch so begeistert Zeitung wie ich? Oder findet ihr das in Internetzeiten überflüssig?

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https://textguerilla.wordpress.com/2008/11/13/zeitung-lesen-ein-loblied-und-keinen-abgesang/feed/ 7 879 Elke markus_hein_0230_677 khv24_altpapier_48904
Herzlichen Glückwunsch, Loriot! https://textguerilla.wordpress.com/2008/11/12/herzlichen-gluckwunsch-loriot/ https://textguerilla.wordpress.com/2008/11/12/herzlichen-gluckwunsch-loriot/#comments Wed, 12 Nov 2008 14:31:45 +0000 https://textguerilla.wordpress.com/?p=875 Irgendwie ist auch er ein Textguerillero (wenn er auch nichts davon weiß): Wer sonst kann schließlich so perfekt mit Sprachwitz und -nuancen umgehen?

Heute wird er 85 Jahre alt, und wir gratulieren: Du bist unser Held, Loriot! Danke für deine Geniestreiche!

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https://textguerilla.wordpress.com/2008/11/12/herzlichen-gluckwunsch-loriot/feed/ 3 875 julia