Ein Schallplattenspieler brachte mich auf die Idee, den Heimcomputer wiederzubeleben
Mitfahrgelegenheit, irgendwann zwischen 2012 und 2013, auf einer langen Fahrt von Frankfurt am Main nach Düsseldorf. Ich bin damals um die 30 und arbeite beim Wall Street Journal Deutschland in Frankfurt – die Wochenenden verbringe ich oft in meiner alten Heimatstadt Düsseldorf.
Im Auto sitzt eine deutlich jüngere Frau, wahrscheinlich Anfang 20, die begeistert davon erzählt, immer noch Audio-CDs zu kaufen. Das Booklet, die Haptik, das Einlegen, das Durchhören eines Albums von vorne bis hinten – so wie es von der Band intendiert ist.
Ich finde diese nostalgische Sicht auf Musik damals amüsant und antiquiert zugleich – als Technologie-Redakteur sage ich: Dem Streamen gehört die Zukunft. Spotify ist schon damals fest etabliert. Obwohl ich Jahrgang 1982 bin, habe ich mir selbst in meinem Leben so gut wie keine CDs gekauft, sondern als Jugendlicher direkt damit begonnen, illegal MP3-Dateien aus dem Internet zu ziehen. Ich gehöre zur Generation, die Napster noch erlebt hat (und sein Ende).
Zurück im Jahr 2026: Auf meinem Denon-Verstärker im Wohnzimmer steht ein alter Wega-Schallplattenspieler. Mit großer Freude kaufe ich in einem Schallplattenladen auf der Schönhauser Allee Vinyl für 130 Euro, darunter Pink Floyds legendäres „Dark Side of the Moon“-Album, eine alte DDR-Pressung eines amerikanischen Folkmusik-Festivals von 1966 und das Album „Brothers in Arms“ mit meinen beiden absoluten Lieblingssongs der Dire Straits: „Brothers in Arms“ und „Money for Nothing“. Natürlich streame ich auch heute noch Musik – allerdings mit Qobuz statt Spotify.
Hat mich ein Anfall plötzlicher Nostalgie befallen? Fast unmöglich, denn selbst in meinen frühesten Erinnerungen haben meine Eltern schon CDs gehört und keine Schallplatten. Wir hatten zwar noch einen Schallplattenspieler – aber soweit ich mich erinnern kann, nur eine einzige Schallplatte, nämlich das Musical „Hair“ (auf der Platte stand auf Deutsch HAARE, wenn ich mich richtig erinnere).
Lange Einleitung für diese Erkenntnis: Ich kann heute die junge Frau aus dem Auto verstehen. Alles immer verfügbar zu haben, überall und gleichzeitig, verändert das Verhältnis zur Musik. Mir bewusst eine Schallplatte auszusuchen, das haptische Gefühl, sie aufzulegen, dann geduldig darauf zu warten, dass die Lieder kommen, die ich schätze, und dabei andere Lieder zu entdecken – das ist eine andere Wertschätzung von Musik.
Soul Computing: die Rückkehr des Heimcomputers

Und das bringt mich zum Thema, warum eine große Leidenschaft von mir aus Jugendtagen für mich heute den Charme weitgehend verloren hat: Computerspiele und Computer allgemein. Vielleicht kommt das auch nicht mehr zurück – vielleicht muss ich auch akzeptieren, dass eine jugendliche Begeisterung für technischen Fortschritt und die Faszination, in simulierten Welten herumzuspielen, mit dem Alter nachlässt.
Und doch glaube ich: So wie die Freude an Musik durch die antiquierte Technik der Schallplatte wiederbelebt werden kann, würde das auch für Computer funktionieren. Indem wir Computern ihre Seele wiedergeben.
Meine Idee: die Rückkehr des Heimcomputers – aber für die heute erwachsene Zielgruppe und als edles Design-Objekt, orientiert beispielsweise am Fractal Design der PC-Tower von North – aber viel kompakter und mit stilvoller Beleuchtung. Ein zeitloses Design-Objekt.
Das zentrale Motto: Putting the fun and soul back into computing. Der Heimcomputer soll wie die historischen Vorbilder leistungsstark genug sein, um aktuelle Spiele auszuführen. Das System ist hochintegriert aufgebaut, ähnlich aktueller Macs von Apple. Keine sichtbaren Kabel: Das Netzteil ist im Gehäuse integriert oder wird über ein einziges, stoffummanteltes USB-C-Kabel zum Monitor (mit Power Delivery) gelöst. Die Erweiterungskarten (Ami-Cards) werden wie Hi-Fi-Module eingeschoben.

Ein Teil des Spirits entsteht durch handverlesene Kuration: ein vorinstalliertes System, schön designt, mit der wichtigsten Produktivitäts-Software basierend auf aktueller Open-Source-Software.
| Kategorie |
Basis-Software |
Ami-Name |
Fokus der Anpassung (Ami-OS Edition) |
| Web-Browser |
Firefox |
Ami-Browse |
Radikale Reduktion auf den Viewport; nativer Ad-Blocker; Verzicht auf Google-Integration; Firefox-Engine für volle Web-Kompatibilität. |
| Schreiben |
Zettlr |
Ami-Script |
Ablenkungsfreier Markdown-Editor; edle Typografie; Fokus auf “Flow”; automatisches Speichern und Versionierung (Snapshots). |
| Büro-Suite |
OnlyOffice |
Ami-Text / Ami-Sheet |
Volle MS-Office-Kompatibilität; radikal vereinfachte Contextual-Toolbars; “Clean Canvas” Design ohne Menü-Wüsten. |
| E-Mail |
Geary |
Ami-Mail |
Darstellung als Konversationen (Messaging-Stil); tiefe Integration in den Ami-Calendar; schneller Sync; keine Telemetrie. |
| Grafik & Design |
Krita |
Ami-Paint |
Hommage an Deluxe Paint; optimiertes Interface für Pixel-Art und schnelle Skizzen; Ein-Klick-Export für Social Media. |
| Video-Schnitt |
Kdenlive |
Ami-Motion |
Drag-and-Drop Workflow; Fokus auf schnelle Schnitte für Content Creator; optimierte Hardware-Beschleunigung für Ami-CPUs. |
| Audio-Studio |
MilkyTracker / Ardour |
Ami-Sound |
Brücke zwischen Protracker-Workflow und modernem Multi-Track-Recording; High-End DAC-Support. |
| Dateiverwaltung |
Pantheon Files |
Ami-Files |
Schnelle Spalten-Navigation; integrierte Quick-Look-Vorschau für alle Formate (inkl. Retro-Files wie .adf oder .iff). |
| System-Zentrale |
Custom Build |
Ami-Control |
Ein einziges Control-Center für alle Hardware-Einstellungen; keine verschachtelten Untermenüs; Fokus auf visuelle Klarheit. |

Das System soll theoretisch anpassbar sein, aber mit dem „Don't make me think“-Ansatz schön und praktikabel vorkonfiguriert daherkommen. Basis könnte zum Beispiel die Linux-Distribution Pop!_OS oder CachyOS sein.
Die Kompatibilität zu bestehenden Windows-Spielen muss nicht perfekt sein – sie wird durch Proton aber weitgehend hergestellt. Ein Fokus soll die Möglichkeit sein, alte Retro-Spiele auf dem System durch Emulation zu spielen und aus dem Netz zu laden. Dem User soll dabei die Einrichtung des passenden Emulators usw. automatisiert abgenommen werden.
Ideal wäre, das Ganze als eine Neuauflage des Amigas zu vermarkten – mit dem Erwerb aller entsprechenden Markenrechte. Die Rechtesituation ist hier allerdings leider komplex, weshalb man wohl auf Anspielungen ausweichen müsste.
Ein besonderer Clou: Anstatt Spiele ausschließlich im digitalen Store zu mieten, können auch „Signature Edition Totems“ gekauft werden – kleine Figuren aus hochwertigem Material, die auf den Computer gestellt werden, wodurch das Spiel installiert bzw. gestartet wird. Eine ästhetische Box mit der Figur und einem kleinen, hochwertigen Artbook. Preis: 80 bis 120 Euro. Der Clou: Da die Lizenz an der Figur hängt, bleibt der Wiederverkaufswert stabil.
Ein Teil des Spirits entsteht durch handverlesene Software: Bewährte Open-Source-Lösungen wie Firefox, OnlyOffice, Krita und Geary werden unter einer einheitlichen ästhetischen UI vorinstalliert. Für jede Office-Aufgabe die passende Software. Zero-Maintenance: Keine Treiber-Updates, keine Registry-Fehler. Das System nutzt Read-only-Snapshots für maximale Stabilität.

Fiktive Werbung für den Amiga Horizon
Hier ist das Konzept in der typisch amerikanischen Motivational-Speech-Rhetorik von Gemini Pro:
# Investment-Konzept: AMIGA NEO & HORIZON
The Renaissance of Personal Computing
1. Die Vision: “Soulful Computing”
In einer Welt, die von austauschbaren grauen Laptops und klinisch-kalten High-Tech-Produkten dominiert wird, fehlt Computern heute eines: Seele.
Der neue Amiga bricht mit dem Dogma der reinen Zweckmäßigkeit. Inspiriert von zeitlosem skandinavischem Design (Echtholz, gebürstetes Metall) und der haptischen Magie der 80er Jahre, bringen wir den Spaß und den Stolz des Besitzens zurück. Wir kombinieren die Offenheit von Linux mit der Eleganz von macOS und der Emotionalität einer Vinyl-Schallplatte.
2. Das Produkt-Portfolio
Wir bedienen zwei Marktsegmente innerhalb der kaufkräftigen Zielgruppe der “Grown-up Gamers”:
A. Amiga Neo (The Design Icon)
- Positionierung: Ein hochintegriertes Kunstobjekt für das moderne Wohnzimmer oder das minimalistische Büro.
- Technik: AMD Ryzen APU-Architektur, 32 GB Unified Memory, lautlose Kühlung. Fokus auf 1440p Gaming und flüssige Produktivität.
- USP: Komplett kabelloses Design (Single-Cable-Connection), Gehäuse aus Walnuss-Lamellen und eloxiertem Aluminium. Keine interne Aufrüstbarkeit – eine “Appliance”, die einfach funktioniert.
- Target Price: 999 € – 1.199 €
- Positionierung: Die ultimative Workstation für Enthusiasten, die keine Kompromisse bei Ästhetik und Leistung (4K) eingehen.
- Technik: Dedizierte High-End-Grafik, modularer Aufbau über das proprietäre Ami-Card-System (werkzeugloses Stecken von Erweiterungen).
- USP: Überlegene Kühlleistung bei absoluter Stille. Ein Statement-Piece im Micro-ATX-Format.
- Target Price: 2.499 € – 3.999 €
3. Die Innovation: Das “Totem”-System
Der größte Hebel für Kundenbindung und Umsatz ist das physische Ökosystem.
Das Prinzip: Anstatt Software nur digital zu “mieten”, erwerben Nutzer “Totems” – hochwertige, schwere Figuren aus Kunstharz oder Keramik.
- Haptischer Start: Figur auf die Holzoberfläche stellen –> Das Spiel/Programm installiert sich oder startet sofort.
- Echtes Eigentum: Die Lizenz ist an den NFC-Chip im Totem gebunden. Totems sind Sammelobjekte mit hohem Wiederverkaufswert und physischer Präsenz auf dem Schreibtisch.
- Partner: Kooperationen mit Indie-Studios und Retro-Publishern für exklusive “Ami-Signature”-Editionen.
4. Ami-OS: Die kuratierte Freiheit
Basierend auf einem gehärteten Linux-Kern (Pop!_OS-Basis), bietet das Ami-OS eine radikal klare, “elementarische” Designsprache.
- Ami-Signature-Suite: Wir forken bewährte Open-Source-Lösungen (Firefox, OnlyOffice, Krita, Geary) und führen sie unter einer einheitlichen, hochästhetischen UI zusammen.
- Zero-Maintenance: Keine Treiber-Updates, keine Registry-Fehler. Das System nutzt Read-only-Snapshots für maximale Stabilität.
- Retro-Integration: Ein nativer, perfekt konfigurierter Emulator-Hub macht 40 Jahre Gaming-Geschichte per Drag-and-Drop zugänglich.
5. Marktpotenzial & Zielgruppe
Wir fokussieren uns auf die “Generation Amiga” (heute 35–55 Jahre alt):
- Demografie: Akademiker, Führungskräfte, Kreative. Hohes verfügbares Einkommen.
- Pain Points: Wenig Zeit für PC-Basteleien, Ästhetik-Abneigung gegen typische “Gaming-PCs”, Nostalgie-Sehnsucht.
- Marktlücke: Apple ist zu geschlossen und ungeeignet für Gaming; Windows ist zu unruhig und unästhetisch. Der Amiga besetzt die goldene Mitte.
6. Business Model & Revenue Streams
- Hardware-Sales: Hohe Margen durch Positionierung im Premium-Segment (Veblen-Effekt).
- Totem-Ökosystem: Kontinuierlicher Umsatz durch Verkauf physischer Sammlerobjekte (Spiele/Apps).
- Ami-Cards: Proprietäre Hardware-Upgrades für das Modell Horizon.
- Ami-Cloud & Concierge: Ein optionales Abonnement für verschlüsselten Backup-Speicher und persönlichen Premium-Support.
7. Investitionsbedarf & Roadmap
| Phase |
Fokus |
Kapitalbedarf |
| Phase 1 (12 Monate) |
Finalisierung Industrial Design, Prototyping, Sicherung der Markenrechte. |
1,5 Mio. € |
| Phase 2 (12 Monate) |
Software-Entwicklung (Ami-OS), Zertifizierung, Aufbau der Lieferkette. |
3,5 Mio. € |
| Phase 3 (Launch) |
Marketing-Kampagne (High-End Lifestyle), Erste Produktionscharge (10.000 Einheiten). |
10,0 Mio. € |
Gesamtvolumen: 15 Mio. € bis zum weltweiten Rollout.
8. Warum jetzt?
Der Retro-Trend ist kein kurzes Phänomen, sondern eine Gegenbewegung zur digitalen Entfremdung. Marken wie Fractal Design zeigen, dass “Wohnzimmer-Tech” boomt. Der Name AMIGA ist eine der stärksten Marken der Computergeschichte und weckt sofort positive Emotionen. Wir haben die Technologie, die Marke und das Design, um das “Apple für Enthusiasten” zu werden.
Alle Bilder des Artikels wurden mit Google Gemini erstellt.