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Ein wenig
und es beschämt mich
war es vor Jahren doch so ähnlich
und allmählich
wird es dämlich.
Ich hätt dich gleich erwählen wollen
und mich nicht ewig quälen sollen
Nun hab ich Frau und Kind und Haus
und du hast Freund und Kind und
Aus die Maus.
© lyriksplitter 23.02.2020
]]>ich verkneife mir die tränen
verkneife mir die tränen
tränen.
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Tritt endlich Plan und Ruhe ein.
Wars manchmal sehr zerfahren
Bau’n wir jetzt doch ein Eigenheim.
Die Freundin ist alsbald die Frau
Und schwanger noch dazu.
Ich hielt schon ewig nicht Ausschau –
Doch dann kamst plötzlich du!
Verflucht sei Internetstagram
Und diese Smartphonegräten!
Und wie ich die Technik verdamm!
Kann Schicksal sich verspäten?
Man unterschreibt Kreditverträge
Und schwängert seine Frau-in-spe
Und plötzlich Hiebe, derbe Schläge!
Mir tut das Herz ganz weh!
Aus harmlosestem Chatverlauf wurd wilde Flirterei!
Zum Text kam Bild, zum Bild Gefühl. Eiei. Eieieiei!
Und nun hast du mein Herz gefangen
Und gibst es nicht mehr frei.
Ich wär so gern zu dir gegangen,
die Knie so weich wie Brei.
Ich gab dem Leben feste Bahn
Und nagelte mit Köpfen.
Du kamst vorbei und hieltest an
Und drehtest an allen Knöpfen.
Was erlaubt sich das Herz denn vom Plan abzuwenden?
Was denket es sich denn dabei?
Ich kann doch nicht plötzlich mein Leben beenden,
um zu dir zu kommen, dann frei!?
Der Plan ist doch Häuschen, doch Weibchen und Kind!
Und nicht diese heiße Affäre!
Kanns sein, dass das Schicksal hier einfach nur spinnt?
Ach, wenns nur so einfach wäre!
© lyriksplitter 14.11.2018
]]>sagt nicht, dass du kein Arschloch bist.
© lyriksplitter ]]>
es dauert schon ein bisschen, ehe
man sich sagt: ich stehe
zu dir – und nenn das Ehe.
Doch ehe ihr in Ehe verwest:
Errare Humanum Est.
© lyriksplitter
]]>geschändet durch den Alkohol
Durchzieht es mich mit schwerer Reue
Und mir wird mulmig, gar nicht wohl.
Noch blicke ich mit Stolz hernieder
auf meine Kinder – jung und schön.
Erklingen erste Liebeslieder
Wünsch ich, dass Werte stets bestehn.
Als Kinderschuhe nicht mehr passten
Und ich der Liebe Opfer ward
Entschied ich mich zu mancher Lasten
für Eine, die sich mit mir paart.
Wir pflegten uns’re Jugendbetten
und schworen ew’ge Liebe gar.
Viele verloren ihre Wetten
und so vergingen Jahr um Jahr.
Wir wurden älter, wurden reifer,
bemerkten nicht teuflische List.
Verführung ist ein Seelenschleifer
Und sie erlag – das brachte Zwist.
Ich litt an fürchterlicher Qual
Ob ihres Missetatendrangs
und hinterfragte die Moral
Wozu gibt’s ihrer Lobgesang.
Wozu sollte man schwören Treue
Wenn Wolllust sie ja doch bezwingt
Reimt sich mit Grund auch darauf Reue?
Ist es ein Narr, der Treu besingt?
Und als man mir den Apfel reichte
Sagt ich mit Dank und Stolz laut: „Nein!“.
Und als man mir den Apfel reichte –
Ließ ich das Gegenfragen sein…
Ergab mich diesen neuen Reizen,
Ergab mich dieser fremden Welt.
Ich mähte freudig fremden Weizen –
Die Weichen sind seitdem gestellt.
Denn diese eine gold’ne Schwelle,
die mich bisher immer gehemmt,
Wurde durchbrochen auf die Schnelle
Und die Zurück-Türe – sie klemmt.
Denn nicht umsonst sagen die Weisen,
Dass man die Unschuld so verliert.
Doch keiner flüstert es im Leisen:
Dass diese Schuld neu Schuld gebiert.
Nachdem ich Unschuld hab verloren
und Unschuld auch genommen hab,
Ward neue Unschuld so geboren
Doch liegt auch diese nun im Grab.
Und steckt man im Morast der Sünde
Ergäbe nur die Flucht gut Sinn.
Doch läuft der Alkohol geschwinde
Gibt man sich allzu schnell gleich hin.
Drum, Kind, Bewahre diese Werte,
Solange sie dir heilig sind.
Durchschlägst du sie mit deinem Schwerte
Trägt sie für immer fort der Wind.
© lyriksplitter
]]>und ich schreib dir einen text
doch ich drücke nicht auf senden
ja, wir hatten damals sex
doch du musstest es beenden.
ich weiß nicht was du versteckst
Wars vom Alkohol zu viel?
damals dein Mann, heute dein Ex
(Damals die gute alte Zeit)
Und ich wünsche mir so sehr
dass du mich jeden Tag vermisst
doch mein Postfach bleibt so leer
schworst, dass du mich nie vergisst
und der gottverdammte grüne Punkt
leuchtet grell und lacht mich aus
online bist du, und du schreibst nicht
kein Wort lock ich aus dir raus
(21.03.2015) © lyriksplitter
]]>–
nur bewusster.
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