Drehbuch: Earl W. Wallace, William Kelley (nach einer Geschichte von William Kelley, Pamela Wallace und Earl W. Wallace)
In Philadelphia beobachtet ein achtjähriger Amish-Junge einen Polizistenmord. Auf dem Polizeirevier kann der Junge die Mörder identifizieren: es sind Kollegen des ermittelnden Detective John Book. Book muss mit dem Zeugen und seiner Mutter bei den Amish untertauchen. Dort entdeckt er eine Welt, die absolut nichts mit seiner Welt zu tun hat.
Polizeifilmklassiker, der im Genrekostüm die Geschichte eines Culture Clash erzählt.
„Weir hat einen überaus spannenden (Kriminal-)Film geschaffen, der auf Action – mit Ausnahme der gewalttätigen Schlusssequenz, die sich aber aus der Fabel völlig motiviert – weitgehend verzichten kann, weil er von Menschen handelt, die von sich aus faszinierend genug sind.“ (Fischer Film Almanach 1986)
Das Drehbuch erhielt den Edgar Allan Poe Award, den Writers Guild of America Award (WGA Award) und den Drehbuchoscar. Peter Weir und Harrison Ford waren für Oscars nominiert und als bester Film war „Der einzige Zeuge“ ebenfalls nominiert. Die Schmonzette „Jenseits von Afrika“ erhielt dann den Oscar als bester Film.
mit Harrison Ford, Kelly McGillis, Jan Rubes, Josef Sommer, Lukas Haas, Alexander Godunov, Danny Glover, Viggo Mortensen (Debüt)
„Saints & Sinners“ (Sinners) erhielt 16 Nominierungen. Das ist ein Rekord und normalerweise für viele Gewinne.
„One Battle after another“ erhielt 13 Nominierungen.
„Marty Supreme“, „Frankenstein“ und „Sentimental Values“, der Gewinner etlicher Europäischer Filmpreise, unter anderem als bester Films, erhielten jeweils 9 Nominierungen.
„Avatar: Fire and Ash“ ist für zwei Oscars nominiert: beste Kostüme und Visual Effects.
„Wicked – Teil 2“ erhielt keine einzige Nominierung. Der erste Teil erhielt 10 Nominierungen und gewann 2 Oscars.
Weil ich davon ausgehe, dass „One Battle after another“, das unter anderem den Golden-Globe-Gewinner als bestes Musical oder Comedy erhielt, in den Hauptkategorien (bester Film, Regie, Drehbuch abräumt, bei den Schauspielkategorien auch einige Oscars gewinnen wird und die Kamera ebenfalls preiswürdig ist) gewinnen wird, sage ich jetzt, dass der Film für mich der große Favorit ist.
„Saints & Sinners“, ebenfalls gelungen, dürfte in einigen anderen Kategorien gewinnen.
Der Oscar für den besten internationalen Film dürfte an „Sentimental Values“ gehen.
Soweit mein Blick in die Glaskugel.
Das gesagt, sind eigentlich alle nominierten Filme sehenswert.
Mit „Barmherzigkeit“ oder „Gnade” hat das „Mercy”-Programm nichts zu tun. Es wurde in Kalifornien installiert als Mittel gegen die überbordende Kriminalität. Das Programm simuliert ein Gerichtsverfahren mit Verteidigung, Jury und Richter mittels den in verschiedenen Datenbanken erhältlichen Informationen und Künstlicher Intelligenz. Am Ende steht das Urteil. Meistens die Todesstrafe, die sofort vollstreckt wird. Das Programm ist der feuchte Traum eines Law&Order-Fanatikers – und der Alptraum jedes Menschen, der auch nur im Ansatz an so etwas wie ein faires Gerichtsverfahren und den Rechtsstaat glaubt.
Die Regierung ist über die hundertprozentige Verurteilungsrate und die spürbar abgenommene Kriminalität hocherfreut.
Jetzt, wir schreiben den 14. August 2029, erwacht LAPD-Detective Chris Raven (Chris Pratt), einer der ersten und lautstärksten Befürworter des Programms, in einem Mercy-Gerichtssaal. Judge Maddox (Rebecca Ferguson), eine KI-Visualisierung, sagt ihm, dass er angeklagt sei, seine Frau ermordet zu haben. Die Wahrscheinlichkeit, dass er die Tat begangen hat, liegt in diesem Moment bei fast 100 Prozent. Raven kann jetzt sofort die Tat gestehen, oder in den folgenden neunzig Minuten, die im Film in Echtzeit gezeigt werden, seine Unschuld beweisen. Dafür kann er alle im System gespeicherten Daten, wozu auch Bodycam-Aufnahmen, diverse Überwachungskameras, Smartphone-Aufnahmen und Chats gehören, anfordern und bestimmte Menschen anrufen.
Raven beteuert seine Unschuld. Und obwohl der Fall auf den ersten Blick wasserdicht ist, beginnt er zu kämpfen.
Timur Bekmambetow („Wanted“, „Ben Hur“) erzählt die Geschichte in Echtzeit und in einem Raum, der im Film pompös groß ist. Raven ist an einen ebenso pompösen Rollstuhl gefesselt. Er kann nur seine Finger bewegen. Mit diesen und seiner Stimme kann er Programme und Dateien aufrufen. Diese Dateien schweben dann durch den Raum. Aber all der visuelle Bohei kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass „Mercy” ein Desktop-Thriller ist, wie die von Bekmambetow produzierten Thriller „Searching“ (2018)
und „Missing” (2023). In diesen beiden sehenswerten Filmen, die ausschließlich vor einem Computerbildschirm spielen, beeindruckte, wie gut der Blick auf die relevanten Informationen gelenkt wurde. In „Missing“ war außerdem schockierend, auch wenn die Macher sicher etwas übertrieben, wie viele Informationen über einen Menschen in öffentlichen zugänglichen Datenbanken gefunden werden können.
In „Mercy” erledigen diese Blickführung des Zuschauers eine extrovertierte Kamera, viele Schnitte und teils die Grenze zur Lächerlichkeit überschreitenden Dialoge zwischen Raven und Maddox in einem Pseudo-Gerichtsprozess. In ihm werden alle Regeln eines ordnungsgemäßen Gerichtsverfahrens ignoriert zugunsten einer schlechten TV-Show, in der der Angeklagte sich zum Schein verteidigen darf. Er hat keinen Anwalt, kennt die Beweise gegen ihn nicht, hat in den meisten Fällen keine Ahnung, wie er seine Unschuld beweisen kann, und er ist unter extremem Zeitdruck. Da würde sogar Perry Mason ins Schwitzen geraten.
Judge Maddox verhält sich öfter wie eine schlecht programmierte Software. In der einen Sekunde klingt sie wie eine unparteiische Richterin, in der nächsten wie ein schlecht programmiertes altertümliches Sprachprogramm, das, eine bestimmte Antwort erwartend, stupide die letzte Frage wiederholt, im übernächtsten pocht sie auf Regeln, die sie einige Sekunden später über den Haufen wirft und am Ende agiert sie vollkommen frei.
Der Plot ist, wenn wir das ganze technische Brimborioum weglassen, ein Standard-Noir-Plot: ein Unschuldiger muss beweisen, dass er ein Verbrechen (meistens einen Mord) nicht begangen hat. Auch wenn wir in diesem Fall nicht wissen, ob Raven unschuldig ist, ändert das nichts an dem Plotmuster.
Bekmambetow erzählt, nach einem Drehbuch von Marco van Belle, diese Geschichte mit vielen technischen Spielereien in Echtzeit. Und damit ungeduldige Zuschauer immer darüber informiert sind, wann der Film endet, blinkt eine rückwärts ablaufende Uhr in Richtung spätestem Prozessende. Denn selbstverständlich kann der Angeklagte mit einem Geständnis den Prozess jederzeit verkürzen. (Mich lenkte diese Uhr immer wieder ab, weil sie mir zuverlässig verriet, an welchem Punkt in der Geschichte wir sind und wann das Drama endet.)
Über die Story selbst sollte nicht weiter nachgedacht werden. Zu vieles ist dann unlogisch oder nicht konsequent durchdacht. Das gilt für den Kriminalfall und die Welt, in der der Thriller spielt.
Am Ende ist „Mercy“, auch wegen der Optik, nur ein vernachlässigbarer Streamingfilm, der sich ins Kino verirrt hat.
Mercy (Mercy, USA 2026)
Regie: Timur Bekmambetow
Drehbuch: Marco van Belle
mit Chris Pratt, Rebecca Ferguson, Kali Reis, Annabelle Wallis, Chris Sullivan, Kylie Rogers
In den besten Händen (La Fracture, Frankreich 2021)
Regie: Catherine Corsini
Drehbuch: Catherine Corsini
Paris, Dezember 2018: Draußen protestieren die Gelbwesten. Drinnen herrscht in der Notaufnahme eines Krankenhaues das (künstlerisch enorm verdichtete) normale Chaos mit überfordertem Personal und hysterischen Patienten, die wir im Lauf der Nacht besser kennen lernen.
Hochenergetisch, mit viel Schwarzem Humor, durchaus plakativ und mit pseudokumentarischer Handkamera erzählter Einblick in das französische Gesundheitswesen. Dabei wird die Notaufnahme zu einem Mikrokosmos der französischen Gesellschaft, ihrer Probleme und Verwerfungen. Sehenswert!
Herzlichen Glückwunsch zum heutigen Geburtstag, Oskar Roehler!
Arte, 22.55
Bad Director(Deuschland 2023)
Regie: Oskar Roehler
Drehbuch: Oskar Roehler
LV: Oskar Roehler: Selbstverfickung, 2017
Regisseur Gregor Samsa (Oliver Masucci) ist dauerfrustriert und findet alles zum Kotzen. Bis er sich in eine Prostituierte verliebt.
TV-Premiere. Ein typischer Roehler. „Bad Director“ ist kein perfekter Film, sondern eine über zweistündige bewusst dilettantische Dauerprovokation, ein gnadenloser Rundumschlag – und eine köstliche, vor Selbstironie strotzende Mediensatire, die mit 131 Minuten, wie jeder Rant, zu lang geraten ist.
Anatomie eines Falls (Anatomie d’une chute, Frankreich 2023)
Regie: Justine Triet
Drehbuch: Justine Triet, Arthur Harari
Fiel Samuel Maleski aus dem Fenster oder half seine Frau Sandra Voyter etwas nach? Über zweieinhalb spannende Stunden rollt Justine Triet diesen Fall akribisch auf.
Einer der großen Jazzgitarristen, Abteilung Fusion und Weltmusik, klassisch ausgebildet, normalerweise Akustikgitarre spielend und ein stilprägender ECM-Künstler der ersten Stunde.
Die untreue Frau (La Femme infidéle, Frankreich/Italien 1968)
Regie: Claude Chabrol
Drehbuch: Claude Chabrol
Anwalt Charles glaubt, dass seine Frau Hélène ihn betrügt. Ein von ihm engagierte Privatdetektiv bestätigt Charles‘ Verdacht. Er besucht den Nebenbuhler und tötet ihn im Affekt. Wie wird seine Frau darauf reagieren?
GEWINNER: SENTIMENTAL VALUE (AFFEKSJONSVERDI) (Norway, France, Denmark, Germany, Sweden) – fiction film, directed by Joachim Trier, produced by Maria Ekerhovd, Andrea Berentsen Ottmar, Juliette Schrameck, Nathanaël Karmitz, Elisha Karmitz, Fionnuala Jamison, Sisse Graum Jørgensen, Lizette Jonjic, Janine Jackowski, Jonas Dornbach, Maren Ade, Atilla Salih Yücer & Lars Thomas Skare
nominiert:
AFTERNOONS OF SOLITUDE (TARDES DE SOLEDAD) (Spain, France) – documentary film, directed by Albert Serra, produced by Albert Serra, Montse Triola, Pedro Palacios, Luís Ferrón, Ricard Sales & Pierre-Olivier Bardet
ARCO (France) – animated film, directed by Ugo Bienvenu, produced by Félix de Givry, Sophie Mas, Natalie Portman & Ugo Bienvenu
DOG OF GOD (DIEVA SUNS) (Latvia, United States) – animated film, directed by Raitis Ābele & Lauris Ābele, produced by Raitis Ābele, Kristele Pudane & Giovanni Labadessa
FIUME O MORTE! (Croatia, Slovenia, Italy) – documentary film, directed by Igor Bezinović, produced by Vanja Jambrović, Tibor Keser, Erica Barbiani & Marina Gumzi
LITTLE AMELIE (AMÉLIE ET LA MÉTAPHYSIQUE DES TUBES) (France) – animated film, directed by Maïlys Vallade & Liane-Cho Han, produced by Edwina Liard, Nidia Santiago & Henri Magalon
OLIVIA AND THE INVISIBLE EARTHQUAKE (L’OLÍVIA I EL TERRATRÈMOL INVISIBLE) (Spain, France, Belgium, Switzerland, Chile) – animated film, directed by Irene Iborra Rizo, produced by Mikel Mas Bilbao, Ramón Alòs, Irene Iborra Rizo, Eduard Puertas Anfruns, Jean-François Le Corre, Mathieu Courtois, Hugo Deghilage, Vincent Tavier, Nicolas Burlet & Bernardita Ojeda
RIEFENSTAHL (Germany) – documentary film, directed by Andres Veiel, produced by Enzo Maaß & Sandra Maischberger
SIRĀT (SIRÂT) (Spain, France) – fiction film, directed by Oliver Laxe, produced by Domingo Corral, Oliver Laxe, Xavi Font, Pedro Almodóvar, Agustín Almodóvar, Esther García, Oriol Maymó, Mani Mortazavi & Andrea Queralt
SONGS OF SLOW BURNING EARTH (ПІСНІ ЗЕМЛІ, ЩО ПОВІЛЬНО ГОРИТЬ) (Ukraine, France, Denmark, Sweden) – documentary film, directed by Olha Zhurba, produced by Darya Bassel, Anne Köhncke & Kerstin Übelacker
TALES FROM THE MAGIC GARDEN (POHADKY PO BABICCE) (Czech Republic, Slovakia, Slovenia, France) – animated film, directed by David Súkup, Patrik Pašš, Leon Vidmar & Jean-Claude Rozec, produced by Martin Vandas, Alena Vandasová, Juraj Krasnohorský, Henrieta Cvangová, Kolja Saksida, Jean-François Le Corre & Mathieu Courtois
THE VOICE OF HIND RAJAB (France, Tunisia) – fiction film, directed by Kaouther Ben Hania, produced by Nadim Cheikhrouha, Odessa Rae & James Wilson
WITH HASAN IN GAZA (Germany) – documentary film, directed by Kamal Aljafari, produced by Kamal Aljafari & Flavia Mazzarino
–
European Documentary:
GEWINNER: FIUME O MORTE! (Croatia, Slovenia, Italy), directed by Igor Bezinović
nominiert
AFTERNOONS OF SOLITUDE (TARDES DE SOLEDAD) (Spain, France) directed by Albert Serra
RIEFENSTAHL (Germany), directed by Andres Veiel
SONGS OF SLOW BURNING EARTH (ПІСНІ ЗЕМЛІ, ЩО ПОВІЛЬНО ГОРИТЬ) (Ukraine, France, Denmark, Sweden), directed by Olha Zhurba
WITH HASAN IN GAZA (Germany), directed by Kamal Aljafari
–
European Animated Feature Film (presented in co-operation with CARTOON, the European Association of Animation Film):
GEWINNER: ARCO (France), directed by Ugo Bienvenu
nominiert
DOG OF GOD (DIEVA SUNS) (Latvia, United States), directed by Raitis Ābele & Lauris Ābele.
LITTLE AMELIE (AMÉLIE ET LA MÉTAPHYSIQUE DES TUBES) (France), directed by Maïlys Vallade & Liane-Cho Han
OLIVIA AND THE INVISIBLE EARTHQUAKE (L’OLÍVIA I EL TERRATRÈMOL INVISIBLE) (Spain, France, Belgium, Switzerland, Chile), directed by Irene Iborra Rizo
TALES FROM THE MAGIC GARDEN (POHADKY PO BABICCE) (Czech Republic, Slovakia, Slovenia, France), directed by David Súkup, Patrik Pašš, Leon Vidmar & Jean-Claude Rozec
–
European Director:
GEWINNER: Joachim Trier for SENTIMENTAL VALUE (AFFEKSJONSVERDI)
GEWINNER: Eskil Vogt & Joachim Trier for SENTIMENTAL VALUE (AFFEKSJONSVERDI)
nominiert
Santiago Fillol & Oliver Laxe for SIRĀT
Jafar Panahi for IT WAS JUST AN ACCIDENT (UN SIMPLE ACCIDENT)
Mascha Schilinski & Louise Peter for SOUND OF FALLING (IN DIE SONNE SCHAUEN)
Paolo Sorrentino for LA GRAZIA
–
European Discovery – Prix FIPRESCI (presented in co-operation with FIPRESCI, the International Federation of Film Critics, to a director for the first full-length fiction film):
GEWINNER: ON FALLING (United Kingdom, Portugal), directed by Laura Carreira
nominiert
LITTLE TROUBLE GIRLS (KAJ TI JE DEKLICA) (Slovenia, Italy, Croatia, Serbia), directed by Urška Djukić
MY FATHER’S SHADOW (United Kingdom, Nigeria), directed by Akinola Davies Jr
ONE OF THOSE DAYS WHEN HEMME DİES (HEMME’NİN ÖLDÜĞÜ GÜNLERDEN BİRİ) (Turkey, Germany), directed by Murat Fıratoğlu
SAUNA (Denmark), directed by Mathias Broe
UNDER THE GREY SKY (POD SZARYM NIEBEM) (Poland) directed by Mara Tamkovich
–
European Young Audience Award:
GEWINNER: SIBLINGS (LA VITA DA GRANDI) (Italy), directed Greta Scarano
nominiert
ARCO (France), directed by Ugo Bienvenu
I ACCIDENTALLY WROTE A BOOK (VÉLETLENÜL ÍRTAM EGY KÖNYVET) (Hungary, Netherlands), directed by Nóra Lakos
–
European Casting Director
GEWINNER: Nadia Acimi, Luís Bértolo & María Rodrigo for SIRĀT
nominiert
Karimah El-Giamal & Jacqueline Rietz for SOUND OF FALLING (IN DIE SONNE SCHAUEN)
Yngvill Kolset Haga & Avy Kaufman for SENTIMENTAL VALUE (AFFEKSJONSVERDI)
Da wurde ja etwas Feines in den Archiven gefunden: das 1996er Loreley-Konzert von David Bowie.
David Bowie (vocals), Reeves Gabriels (guitar), Gail Ann Dorsey (bass), Zach Alford (drums) und Mike Garson (keyboard) spielen sich durch etliche seiner bekanntesten Songs.
Zur Einstimmung gibt es ab 23.35 Uhr die Doku „David Bowie – Der letzte Akt“ (Großbritannien 2025).
Der Manchurian Kandidat (The Manchurian Candidate, USA 2004)
Regie: Jonathan Demme
Drehbuch: Daniel Pyne, Dean Georgaris
LV: Richard Condon: The Manchurian Candidate, 1959 (Botschafter der Angst, Der Manchurian Kandidat)
Der weltumspannende Konzern “Manchurian Global” hat einer Golfkrieg-I-Einheit falsche Erinnerungen implantiert. So wollen sie den vielversprechenden Politiker Raymond Shaw ins Weiße Haus bringen. Doch Shaws ehemaliger Vorgesetzter Ben Marco zweifelt an seinen Erinnerungen und will die Wahrheit herausfinden.
Gut besetztes Remake des Kalter Krieg-Klassikers „Botschafter der Angst“ (USA 1962). Etliche der Nebendarsteller sind aus anderen Zusammenhängen oder aus verschiedenen hochkarätigen TV-Serien und Filmen bekannt. Der Film selbst ist gut – obwohl für mich die Prämisse heute (2004) schlechter funktioniert als vor über vierzig Jahren, als Frank Sinatra die Rolle von Denzel Washington spielte. Davon abgesehen gibt es zahlreiche grandiose Szenen (ich sage nur Meryl Streep), eine beeindruckende Vision des Informationsüberschusses, überraschende Verknüpfungen von Szenen und eine träumerische Stimmung. Fast immer könnte es sein, dass Ben Marco aus einem Alptraum aufwacht.
Insgesamt ist der Polit-Thriller „Der Manchurian Kandidat“ ein gelungenes, eigenständiges Remake, das besonders beim porträtieren der Verflechtung zwischen Politik und Wirtschaft ein gespenstisches Bild der USA entwirft.
Mit Denzel Washington, Meryl Streep, Liev Schreiber, Jon Voight, Kimberly Elise, Jeffrey Wright, Bruno Ganz, Vera Farmiga, Robyn Hitchcock (eigentlich Musiker), Al Franken (als TV-Interviewer fast als er selbst), Paul Lazar, Roger Corman, Zeljko Ivanek, Walter Mosley (eigentlich Krimiautor), Charles Napier, Jude Ciccolella, Dean Stockwell, Ted Levine, Miguel Ferrer, Sidney Lumet
Aisha lebt in Kairo im Ain-Sham-Viertel. Die 26-jährige Sudanesin versucht als häusliche Pflegekraft und Mädchen für alles über die Runden zu kommen. Ihre Tage sind von langen Fahrten durch Kairo und ihre Nächte von Schießereien zwischen verfeindeten Banden vor ihrer Haustür bestimmt. Für einen lokalen Gangsterboss stiehlt sie von ihren Kunden die Schlüssel.
Auf dem Papier klingt die Story interessant. Es werden auch all die Trigger-Worte für den kulturbewussten Horrorfilmfan genannt und das für das Plakat benutzte Bild einer jungen Frau mit einer Batman-Maske ist ein gerade wegen seiner Einfachheit neugierig machender Hingucker.
Aber am Ende entscheiden die Story und die Präsentation, ob ein Film gelungen ist. Morad Mostafa erzählt in seinem Spielfilmdebüt „Aisha can’t fly away“ das Leben seiner Protagonistin in schönster Slow-Cinema-Manier. Aisha fährt durch die Stadt. Sie putzt eine Wohnung. Sie sieht aus dem Fenster. Sie ist meistens allein; wenn sie unter Menschen ist, redet sie wenig. Und dann beginnt alles wieder von vorne, während die Straßengangs vor ihrer Haustür herumballern und sie dem lokalen Gangsterboss, der sie dafür mietfrei wohnen lässt, die Schlüssel von den Wohnungen besorgt, in denen sie arbeitet. Anschließend klaut er aus den Wohnungen die Wertsachen. Dass er glaubt, mit dieser Methode in mehrere Wohnungen einbrechen zu können, beweist, dass er ein ziemlicher Dummkopf ist. Denn natürlich fällt der Polizei auf, dass Aisha in all diesen Wohnungen arbeitete.
Als Aisha spät im Film Veränderungen an sich bemerkt, sie einen Kunden hat, der sie zu sexuellen Handlungen zwingt und die Grenze zwischen Realität und Fantasie etwas zu verschwimmen beginnt, wird aus dem Slow-Cinema-Sozialdrama ein bisschen ein ebenso langsam und distanziert erzählter, ebenso wortkarger Horrorfilm.
Flucht von Alcatraz (Escape from Alcatraz, USA 1979)
Regie: Don Siegel
Drehbuch: Richard Tuggle
LV: J. Campbell Bruce: Escape from Alcatraz, 1963
Frank Lee Morris plant das Unmögliche: eine Flucht von Alcatraz. Am 11. Juni 1962 gelingt dem Sträfling die Flucht; – jedenfalls verschwanden er und seinen beiden Mitflüchtlingen spurlos.
„Flucht von Alcatraz“ ist die fünfte und letzte Zusammenarbeit von Don Siegel und Clint Eastwood. Der auf einem wahren Fall beruhende, beklemmende und realistische Knastthriller wurde auf Alcatraz gedreht.
Danny Glover gibt hier in einer Nebenrolle als Häftling sein Filmdebüt.
Mit Clint Eastwood, Patrick McGoohan, Roberts Blossom, Jack Thibeau, Fred Ward, Paul Benjamin, Larry Hankin, Bruce M. Fischer, Frank Ronzio, Danny Glover
Etliche Wow- und What-the-Fuck-Momente, einen nackten Zombie in voller Mannespracht (das sind die mit dem Rage-Virus Infizierten in dem „28 Days later“-Franchise letztendlich) und eine eher vernachlässigbare, vor sich hin plätschernde Story präsentiert Nia DaCosta dem Publikum in „28 Years later: The Bone Temple“. Ihr Horrrorfilm schließt unmittelbar an die Ereignisse von Danny Boyles „28 Years later“, der im Sommer im Kino lief, an. Aber man muss Boyles Film, der der Auftakt einer Trilogie ist, nicht gesehen haben, um den neuen Film zu verstehen.
Der zwölfjährige Spike (Alfie Williams), der am Ende des ersten Teils seine auf einer vom Festland abgetrennten Insel lebende Gemeinschaft und Familie verlies und sich einer Gruppe Jugendlicher anschloss, kämpft jetzt darum, in die von Sir Jimmy Crystal (Jack O’Connell) angeführte Gruppe aufgenommen zu werden. Gleichzeitig fragt Spike sich, ob er wirklich ein Mitglied dieser marodierenden Jugendgang werden will, die von einem offensichtlich machttrunkenem, minder begabtem Satanisten geführt wird.
Doktor Ian Kelson (Ralph Fiennes) forscht weiter und errichtet weiter den titelgebenden „Bone Temple“, eine riesige Installation von Knochen und Schädeln. Jetzt vermutet der bekennende Atheist, dass er ein Medikament gefunden hat, das die Infizierten wieder zu Menschen zurückverwandelt. Samson (Chi Lewis-Parry), der nackte riesige Alpha-Zombie aus „28 Years later“, ist dieser Zombie, der zum Menschen werden könnte. Bis dahin verbringen Samson und Kelson entspannte Nachmittage am Fluss. Kelson redet, Samson hört zu.
Nia DaCosta („Candyman“) erzählt diese beiden Plots parallel und vollkommen unabhängig voneinander in langen Erzählblöcken. Erst zum Ende führt sie die beiden Erzählstränge zu einem Finale zusammen, das eine beeindruckende Mischung aus Orgie und orgiastischem Heavy-Metal-Gottesdienst ist.
Diese Lärmorgie lockt seltsamerweise keine Zombiehorden an. Sowieso sind sie, egal wieviel Lärm die Menschen machen, in diesem Film seltsam abwesend. Bis auf wenige Momente sind sie nur noch eine abstrakte Gefahr.
Nach Dr. Kelsons Messe ist nur noch Zeit, um den dritten Teil anzudeuten. Wann der kommt, ist noch unklar. Klar ist, dass Alex Garland, der die Drehbücher zum ersten und zweiten „28 Years later“-Film schrieb und der zusammen mit Regisseur Danny Boyle diese Welt 2003 in „28 Days later“ erfand, wieder das Drehbuch schreibt. Ob er oder Danny Boyle die Regie führen wird, ist anscheinend noch unklar.
Doch zurück in die Gegenwart und damit zu DaCostas „The Bone Temple“. Der Horrorfilm überzeugt, wie schon „28 Years later“, als Abfolge eindrücklicher Szenen, die in einer liebevoll ausgemalten und gestalteten postapokalyptischen Welt spielen. Die kaum vorhandene Filmgeschichte erschöpft sich in zwei weitgehend getrennt voneinander präsentierten Charakterstudien. Erst am Ende treffen Dr. Kelson und Jimmy Crystal aufeinander. Spike ist das verbindende Glied zwischen dem ersten und dem dritten Film, der hier eine andere, ähnlich gewalttätige Gemeinschaft kennen lernt und wieder Dr. Kelson trifft.
P. S.: RTL II zeigt am Freitag, den 16. Januar, um 22.35 Uhr „28 Days later“. Wer also wissen will, wie alles begann. Oder wer noch einmal sehen will, wie Cillian Murphy durch ein menschenleeres London geht und sich fragt, in welchem Alptraum er gelandet ist.
28 Years later: The Bone Temple (USA 2026)
Regie: Nia DaCosta
Drehbuch: Alex Garland
mit Ralph Fiennes, Jack O’Connell, Alfie Williams, Erin Kellyman, Chi Lewis-Parry, Connor Newall, Erin Kellyman, Maura Bird, Ghazi Al Ruffai, Robert Rhodes, Emma Laird, Sam Locke
Millie Calloway (Sydney Sweeney) ist die titelgebende ‚Housemaid‘. In ihrer Bewerbung verschweigt sie, dass sie auf Bewährung aus dem Gefängnis entlassen wurde und ihr aktueller Wohnsitz ihr Auto ist. Dafür wirkt sie mit ihrer großen Brille wie eine ehrbare Studentin.
Ihrer künftigen Arbeitgeber, die vermögende Famillie Winchester, verschweigt ebenfall einiges. Sie besteht aus der etwas überspannten Nina Winchester (Amanda Seyfried), ihrem überaus gutaussehendem Sonnyboy-Man und Frauenschwarm Andrew (Brandon Sklenar), der seine Bürozeit offensichtlich vor allem in einem Fitnessstudio verbringt, und ihre pausbäckige Ekeltochter Cecilia (Indiana Elle). Die Geheimnisse der Winchesters werden – und das ist jetzt kein Spoiler, weil „The Housemaid – Wenn sie wüsste“ auf einem Bestseller beruht, ein Blick auf ein Regal in einer Buchhandlung, verrät, dass es mehrere „The Housemaid“-Thriller gibt und wer dann noch den Klappentext liest, sehr gut über die Filmgeschichte informiert ist – im Lauf des Films von Millie gelüftet und ziemlich endgültig gelöst. Wozu die Polizei rufen, wenn man so eine Haushaltshilfe hat.
„The Housemaid“ ist ein Vorstadt-Thriller und Erotik-Thriller, der mit 133 Minuten ungefähr dreißig Minuten zu lang ist. Bis zum, zugegeben, blutigen und entsprechend fetzigem Finalen vergeht einfach viel zu viel Zeit, in der die Filmgeschichte ohne ein erkennbares Ziel und Story über weite Strecken vor sich hin plätschert. Mal geht es mehr in die eine, dann in die andere Richtung. So als würden sie beim Drehen die Story entdecken und verschiedene Möglichkeiten verwerfen. Dazwischen dürfen Sydney Sweeney und Brandon Sklenar, wie es sich für einen Neunziger-Jahre-Erotik-Thriller im „Basic Instinct“-Fahrwasser gehört, ausführlich ihre gut gebauten Oberkörper ohne störende Bekleidung präsentieren.
Während der Film als Satire über, je nach Gusto, das vom äußeren Schein besessene US-Vorstadtleben oder den kompromisslos ausgetragenen Klassenkampf zwischen armen Angestellten und moralisch verkommenen stinkreichen Arbeitgebern versagt, er nie wirklich eine Liebesgeschichte zwischen einem Familienvater und seinem Hausmädchen oder ein Ehedrama sein möchte, erreicht er als überlanger Erotik-Thriller mit umgedrehten Geschlechterrollen und einigen ‚Überraschungen‘ mühsam die Ziellinie. Dass der vor allem für sei Komödien bekannte Paul Feig es auch in diesem Genre besser kann, bewies er 2018 mit „Nur ein kleiner Gefallen“ (A simple favor).
In den USA läuft der Thriller im Kino seit dem 19. Dezember ziemlich erfolgreich. Insofern ist diese Meldung keine Überraschung: demnächst wird der zweite „The Housemaid“-Thriller verfilmt. Wieder mit Sydney Sweeney in der Hauptrolle und Paul Feig als Regisseur.
The Housemaid – Wenn sie wüsste (The Housemaid, USA 2025)
Regie: Paul Feig
Drehbuch: Rebecca Sonnenshine
LV: Freida McFadden: The Housemaid, 2022 (Wenn sie wüsste)
mit Sydney Sweeney, Amanda Seyfried, Brandon Sklenar, Michele Morrone, Elizabeth Perkins, Indiana Elle, Amanda Joy Erickson, Megan Ferguson, Ellen Tamaki
Destination Wedding(Destination Wedding, USA 2018)
Regie: Victor Levin
Drehbuch: Victor Levin
Frank (Keanu Reeves) und Lindsay (Winona Ryder), die sich vom ersten Augenblick nicht ausstehen können, verbringen auf einer Hochzeit die meiste Zeit miteinander, weil sie die anderen Hochzeitsgäste noch weniger ausstehen können. So können sie wenigstens gemeinsam ablästern – und wir wissen schon von der ersten Begegnung der beiden Nicht-Turteltauben an, was passieren wird.
Vor wenigen Tagen erschien die vierte Lieferung der Horrorkurzgeschichten von Juoku Kawakami. Wie in den vorherigen drei „Furcht: Horrorgeschichten aus dem modernen Japan“ sind es kurze Mangas. In diesem Fall zwölf Comics auf unter zweihundert Seiten. Da ist keine Zeit für tiefgründige Charakterentwicklungen und erzählerische Umwege. Es sind eher Skizzen, die zuerst das Setting etablieren und dann direkt auf die überraschende, tiefschwarze Pointe zusteuern. Einige Male ist die Pointe etwas kryptisch. Ein schockierter Blick in einen verlorenen und später von einer nicht sichtbaren Person vor der Wohnungstür abgelegten Geldbeutel ist etwas unbefriedigend.
Aber insgesamt gefällt auch die vierte Lieferung. Die Geschichten spielen alle im heutigen Japan. Oft in Metropolen und anonymen Mehrfamilienhäusern. Moderne Kommunikationsmittel (Ja, Smartphones und andere Computer), dortige Sitten, das Leben und Verhalten von vor allem jüngeren Menschen und mehr oder weniger kollektive Ängste und Phobien stehen im Mittelpunkt der Geschichten. Diese Herangehensweise verleiht dann auch altbekannten Geschichten einen neuen Dreh.
So fühlt sich ein junger Mann, der eine Mutter mit Kinderwagen anschreit, plötzlich von dem Kinderwagen verfolgt. Ein umtriebiger „Reseller“ bekommt plötzlich Probleme beim für ihn hochprofitablem Weiterverkauf von einem limitierten Trading Card-Boxset im Internet. Plötzlich häufen sich die Beschwerden über ihn.
Die Angewohnheit Jugendlicher, Audiodateien schneller abzuspielen hat plötzlich selbstmörderische Folgen. Denn die Menschen, die sich diese Dateien anhören, hören plötzlich auch andere Geräusche. Ältere dürften sich bei dieser Geschichte an die Gerüchte über geheime und satanische Botschaften in Rocksongs erinnern, die nur hörbar sind, wenn die LP, je nach Gerücht, schneller, langsamer oder rückwärts abgespielt wird. Im Zweifelsfall probierte man alles aus.
In „Okkultes Streaming“ besuchen zwei Streamer in Tokio für ein Streaming ein Hochhaus, in dem drei Menschen unter ungeklärten Umständen starben. Als sich von ihnen nicht geplante seltsame Dinge ereignen, läuft das Streaming aus dem Ruder.
In „KI-Chat“, mit 25 Seiten die längste Geschichte des Buches, wird eindrucksvoll gezeigt, was passiert, wenn eine Studentin sich nur auf die Ratschläge einer Künstlichen Intelligenz verlässt.
„Vom Prinz zum Frosch“ ist dagegen schon eine fast klassische Geschichte über eine junge verliebte Frau, die bei ihrem Traumprinz ein Geheimnis entdeckt, das, nun, sagen wir es einmal so, ihre Beziehung radikal verändert.
Und dann gibt es noch nervige Nachbarn, seltsame Begegnungen in der Sauna und tödliche Unfälle im Bahnhof.
Für den Horrorfan sind die Geschichten wieder eine kleine Packung gelungener Überraschungen.
Der fünfte Band, von insgesamt acht Bänden, ist für Mitte Februar angekündigt.
–
Juoku Kawakami: Furcht – Horrorgeschichten aus dem modernen Japan (Band 4)
Regie: Andy Muschietti (eigentlich Andres Muschietti)
Drehbuch: Chase Palmer, Cary Fukunaga, Gary Dauberman
LV: Stephen King: It, 1986 (Es)
Alle 27 Jahre taucht in der Kleinstadt Derry, Maine, der Mörderclown Pennywise aus der Kanalisation auf und schnappt sich einige Kinder. Sieben Kinder, die sich der Club der Loser nennen, wollen nicht zu Pennywises Opfern werden.
Sehr gelungene und an der Kinokasse sehr erfolgreiche Verfilmung von Stephen Kings sehr dickem Horrorroman.
Der zweite Teil folgt am kommenden Mittwoch, den 21. Januar, um 22.35 Uhr.
mit Jaeden Lieberher, Jeremy Ray Taylor, Sophia Lillis, Finn Wolfhard, Chosen Jacobs, Jack Dylan Grazer, Wyatt Oleff, Bill Skarsgård, Nicholas Hamilton, Jake Sim, Logan Thompson, Owen Teague, Jackson Robert Scott, Stephen Bogaert, Stuart Hughes
Die Verfilmung „No Other Choice“ läuft am 5. Februar an.
Wer bis dahin den verdammt guten Noir lesen will, muss zum englischen Original greifen oder die Antiquariate durchstöbern. Denn eine Neuauflage der Übersetzung ist nicht geplant.