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Nach über sechs Wochen freuen wir uns auf Zuhause! Danke schön fürs Mitreisen!
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Domy lebt heute in Neuville-sur-Saonne nördlich von Lyon. Leider ist der Campingplatz in der Nähe bereits geschlossen. Der nächste Parkplatz ist ein paar Kilometer weiter entfernt. Am Morgen fahren wir zu ihr nach Neuville-sur-Saonne. Wir freuen uns sehr, uns nach etwa einem Jahr wiederzusehen. Sie serviert eine riesige, fantastische Meeresfrüchteplatte. Für uns ist es das erste Mal seit vielen Jahren, dass wir wieder Austern essen. Und es schmeckt!

Aus dem kurzen Verdauungsspaziergang werden mehrere Kilometer entlang der Saonne. Neuville-sur-Saonne ist eine nette kleine Stadt. Gute Wahl!



Von hoch oben schauen wir auf den Tarn.




Es gibt viele Umleitungen. Trotzdem finden wir unseren Übernachtungsplatz tief unten direkt am Ufer zwischen Nussbäumen. Allerdings ist das Wetter nicht so toll und ich will mit dem Fotografieren bis morgen warten. Aber daraus wird nichts. In der Nacht regnet es so stark, dass wir befürchten müssen nicht mehr herauszukommen. Um 6.00 fahren wir im Stockdunkeln los, die Strasse ist winzig. Irgendwann haben wir wieder einen Mittelstreifen, das ist schon was. Dann wird es auch noch neblig… Endlich sind wir auf einer grossen Strasse und halten zum Frühstück an. Als es hell ist, finden wir auch die Richtung wieder…
Die Bäume haben schon ihr Herbstkleid angelegt. Aber wir können die Fahrt über das Hochland der Auvergne (1260m ist unsere höchste Höhe!) nicht so richtig geniessen, dazu ist das Wetter zu trist und der Regen zu stark. Wir übernachten in Le-Puy-en-Velay mit Blick auf die Stadt, die trotz Regen zusehen ist.




Dann sind wir in Andorra, das winzige Land zwischen Frankreich und Spanien. Die Orte sind zwar nicht schön, aber die Bergwelt der Pyrenäen schon. Die Gipfel sind schon überzuckert mit Schnee, die Skipisten von Andorra kann man erahnen.









So entsorgt Andorra seinen Müll:
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Als es dann auch noch zu regnen anfängt, fahren wir durch bis Valencia. Vom Campingplatz mit dem Rad zu einem Restaurant am Strand – das war der Plan. Es gibt mehrere zur Auswahl, aber essen ist in keinem möglich. Es ist so voll und laut, dass wir den ergatterten Platz aufgeben und aus unserem Fundus etwas kochen.


Die Reisfelder um das Ebro-Delta sind jetzt ein Tummelplatz für alle möglichen Vögel.




Als Schlafplatz für die Nacht suchen wir uns die Eremita San Antonio hinter Tarragona aus. Das ist ein Platz nach unserem Geschmack.





Leider fängt es in der Nacht zu regnen an, das trommelt auf dem Dach wie in einem Zelt. An Schlaf ist nicht zu denken.Um 3 Uhr morgens hört es endlich auf.
Wir als Deutsche fragen eine Amerikanerin in Mexiko nach dem seltsamen geografischen Gebilde:
„Es handelt sich um einen Vermessungsmarker. Er wurde irgendwann in der Vergangenheit vom Nationalen Geographischen Institut von ? Spanien oder Katalonien ? dort angebracht, aber das Datum wird mir nicht angezeigt – jedenfalls handelt es sich um eine spanische Regierungsbehörde mit Sitz in Madrid. Es heißt, die Zerstörung dieses Vermessungsmarkers sei strafbar. Das gilt für alle geodätischen Vermessungsmarker in den USA und, glaube ich, in den meisten Ländern der Welt. Und ich vermute, dass San Antonio ein Einsiedler von einiger Bedeutung war : )“



Hier bleiben wir ein paar Tage zum Plaudern und Relaxen bei internationalem Essen: bayrisch (mit Volksfestmusik!!!),schwedisch und natürlich spanisch.



Am Strand von Guardamar:


Markttag in Rojales:





Die Tage plätschern dahin…
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Eine herrlicher Küstenabschnitt wartet auf uns.







Am nächsten Morgen regnet es. Nachdem es aufgehört hat, können wir am Strand entlang radfahren. Kaum dass der Wind aufgefrischt hat, sind auch schon die Surfer da.









Nerja ist sehr voll. Es ist Feria. M. holt uns ab für unser Lieblingsrestaurant. Normalerweise hat es am Mittwoch geschlossen, nur wegen der Feria öffnet es am Abend.
Am Donnerstag treffen wir uns mit M. und J. in einem tollen Strandrestaurant in Algorraba Costa. Es ist schön über die alten Zeiten zu plaudern; jeder weiss wo irgend ein Anderer gerade lebt und was er macht.








Unsere herrliche Bergfahrt wird jäh unterbrochen. Plötzlich macht der Motor keinen Mucks mehr. Zum Glück können wir auf einen Parkplatz rollen. Nach Rücksprache mit dem ADAC werden wir nach Ronda abgeschleppt. Es ist gar nicht so einfach ein Wohnmobil auf einen Abschleppwagen zubekommen.

Auch das Abladen vom Abschleppwagen ist nicht leicht. Im Industriegebiet von Ronda verbringen wir eine ziemlich laute Nacht. Leider klappt es nicht mit dem Ersatzteil bis am Abend. Aus einer Nacht wird eine Zweite. Als um 10.00 am nächsten Morgen unser Auto wieder läuft, klingt das wie Musik. Es hätte schlimmer kommen können. Aber so einen Stellplatz brauche ich nicht nochmal.


Wir erholen uns in Ronda bei wunderbaren Tapas. Und verbringen eine wunderbar ruhige Nacht.

Hinter Sevilla fahren wir durch die Berge Richtung Malaga. Und entdecken eine Strecke der Vias Verdes. Das sind stillgelegte Bahntrassen, die zu Radwegen umfunktioniert wurden. Nicht alle sind so gut hergerichtet und beschildert wie dieser. Manche der Tunnels sind beleuchtet, andere nicht.





Der Stellplatz ist mehr nach unserem Geschmack. Ausser uns übernachten hier noch drei andere Camper. Auf dem Riesenplatz steht eine mehr als 200-jährige Steineiche. Es gibt auch Wasser hier.




Bei der Weiterfahrt sehen wir tief unten unseren Übernachtungsplatz.



Richtung Spanien passieren wir Olhao, die Streetartstadt von Portugal. Dann heisst es Uhren umstellen und wir sind wieder in Spanien.




Kurz vor Huelva gibt es viele Plätze direkt am Strand. Ein Parkwächter weist uns ein. Ob der hier wohnt?

Der Parkplatz wird voller und voller, also nicht so sehr unsere Art zu übernachten. Dafür war das Wasser zum Schwimmen toll.




Am Cabo Sao Vicente, dem westlichen Ende Europas, ist wie immer viel Betrieb. Aber der Besuch ist ein Muss. Die letzte Bratwurst gibt es immer noch, aber Bratwurst in dieser Hitze….



An einer Lagune treffen sich hunderte von Störchen auf ihrer Reise nach Afrika. Ob die im Sommer bei uns in Deutschland sind?





Wieder an der Küste fahren wir einen uns bekannten Stellplatz an. Hier hat sich in letzter zeit einiges verändert. Der Strand steht voller Schirme und ein schickes Lokal ist entstanden. Die Preise sind heftig, z. B. Spaghetti mit Shrimps 58Euro oder Pommes 7,50Euro.



Da ist uns das Restaurant an der Rota Vicentina lieber. Es ist zwar auch nicht das billigste, aber es sieht nett aus und schmeckt gut.

Der Stellplatz ist auch viel schöner. Der Ausblick ist toll. Die sehr frequentierte Rota Vicentina geht durch den kleinen Hafen.





Der hoch gelegene Ortsteil Sítio (der mit einer Stadtseilbahn mit dem Hauptort Nazaré verbunden ist) ist zweifellos der schönste Aussichtspunkt. Von hier oben hat man einen tollen Blick über die Stadt und auf den Strand.




Sitio ist verknüpft mit der Verehrung der Lieben Frau von Nazaré, die einer Legende aus dem 12. Jahrhundert zufolge vom Bürgermeister D. Fuas Roupinho angerufen wurde, als dieser bei der Verfolgung eines Hirsches in den Abgrund zu stürzen drohte. Als Beweis seiner Dankbarkeit für die Rettung durch den Hirsch, ließ D. Fuas Roupinho eine kleine Gedenkkapelle errichten – die Ermida da Memória. Nicht weit davon wurde im 18. Jahrhundert eine Wallfahrtskirche erbaut.


Das kleine Städtchen ist sehr belebt. Man kann Souvenirs und Kitsch kaufen.











Die Dünen sind alle mit Holzwegen geschützt. Fahrradfahren darf man darauf nicht, es gibt sogar hölzerne Fahrradständer.




Auf der Strasse geht es immer steil auf und ab, das ist sogar mit dem E-bike ziemlich anstrengend. Belohnt werde ich mit einer seltsamen Skulptur. Was das wohl darstellen soll?


Hier bleiben wir einen Tag und fahren mit dem Rad am Ufer der Lagune entlang und über die Brücke nach Torreira. Der Ort liegt zwischen Lagune und Meer. Hier essen wir besten Muscheln, die wir je gegessen haben. Der Atlantikstrand von Torreira ist schon sehr voll…



Die Lagune ist ein Vogelparadies. Flamingos, Möwen, Strandläufer…





Auf unserer Fahrt sehen wir einen Hof in dem Mais getrocknet wird.


Ebbe und Flut wechseln sich ab. Bei Ebbe sieht es nicht so schön aus, aber bei Sonnenuntergang gibt es schönere Konturen.





Igendwann sind wir in Amarante, ein kleines Städtchen am Rio Tamega. Schon der Name klingt nett. Wir parken am Park Florestal. Am aufgestauten Fluss gibt es ein kleines Strandbad.



Gleich hinter der Brücke ist das überschaubare Zentrum des Ortes. Zufällig landen wir in der ältesten Taverne, die Adega Kilowatt. Es gibt Schinken Oliven und Weissbrot. Ihren kuriosen Namen bekam die winzige Kneipe von ihrem Gründer. Der war gleichzeitig für die Stromabrechnungen zuständig und hatte deshalb den Spitznamen Kilowatt.




Auf der Strasse ist das Zeichen des Jakobsweges eingelassen, aber in der anderen Richtung, denn Santiago de Compostela ist jetzt nördlich von uns.






Zweiter Versuch zur Basilika Bom Jesus do Monte zu kommen. Zur ältesten Basilika Portugals (gebaut 1070) führen viele Treppen. In den kleinen Kapellen auf dem Weg sind Heiligenfiguren. Nachdem sie 10€ fürs Parken wollen, geben wir auf.
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Bei der Suche für einen Übernachtungsplatz haben wir heute nicht sehr viel Glück. Auf dem ersten Platz wird gerade eine Kirmes vorbereitet mit Karussells und der zweite, den wir anfahren ist nicht mehr vorhanden. So ist es ziemlich spät als wir an einem kleinen Stausee unter Kastanienbäumen doch noch fündig werden.




Auf fast jedem Grundstück stehen „horreos“, das sind die typischen Getreidespreicher Asturiens. Sie gibt es seit undenklichen Zeiten. Sie ruhen auf einem steinernen Unterbau auf ca. 80-120cm hohen Pfeilern. Darauf ruht der eigentliche Speicher aus Holz. Wände und Türen sind mit Schlitzen versehen. Hintergrund für diese Bauweise sind die klimatischen Bedingungen im Nordwesten der iberischen Halbinsel. Hohe Regenmengen und die entsprechende Luftfeuchtigkeit lassen die Vorräte bei schlechter Durchlüftung verrotten. Die hohen Pfeiler halten am Boden lebende Nagetiere fern.
Heutzutage sind viele Horreos zu Ferienwohnungen umgebaut.



Für die Nacht bleiben wir an einem kleinen Bachlauf. Wer meint, das Wasser sieht kalt aus… Am Morgen kommen drei junge Männer, die darin schwimmen.





Unser Stellplatz für diese Nacht hat nach vorne einen wunderschönen Ausblick. Und wir gucken ja nur nach vorne. Hinten ist es nämlich nicht so schön.





Das Guggenheim-Museum Moderner und zeitgenössiger Kunst ist die spektakulärste Sehenswürdigkeit der Stadt. „Ein kalkuliertes Chaos aus Winkeln und Wogen“ wurde das je nach Lichteinfall mal silbrig, mal golden, dann wieder eisblau schimmernde Riesenschiff aus Titanium genannt. Befürchtungen, die faszinierende Architektur des futuristischen Baus des amerikanischen Stararchitekten Frank Owen Gehry könne seinen Inhalt in den Schatten stellen, sind gerechtfertigt.





Man sieht oft Kopfschütteln bei den vielen Besuchern. Was ist Kunst?








Eigentlich sind wir ja wegen der Picasso Ausstellung gekommen. Aber die ist noch im Aufbau, sie beginnt erst Ende September.



Am 26. April 1937 wurde das Städtchen Guernica von der deutschen Fliegerstaffel „Legion Condor“ mit Italienischer Beteiligung als Unterstützung für Franco in Grund und Boden gebombt. Es war der erste direkte Luftangriff auf eine zivile Siedlung, mehr als 1600 Menschen starben.
Pablo Picasso nahm das Massaker zum Anlass seines weltbekannten Monumentalgemäldes „Guernica“.

Im Museum des Städtchens wird des Massakers gedacht. Guernica steht für das Sinnbild des Friedens.





Auf dem Platz der Kathedrale (Place de la Cathédrale) an der nördlichen Seite der Kirche steht im Schatten hundertjähriger Olivenbäume die Statue des römischen Legionärs mit seinem Hund. Der Überlieferung nach soll der stark rheumakranke Hund, der kaum noch laufen konnte, von seinem Herrchen am Ufer des Adour ausgesetzt und auf wundersame Weise durch den Schlamm des Flusses geheilt worden sein.
Ich habe mir von der Bäderstadt etwas mehr vorgestellt. Am Fluss entlang stehen riesige vergammelte Hotels, überall sind Baustellen – vielleicht um die Stadt etwas zu verschönern. Nur die bunten Malereien der StreetartKünstler hübschen das etwas triste Stadtbild etwas auf.
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Allerdings vertrauen wir dem Wetter nicht so ganz. Ob wir da wieder hinauf kommen? Sicher ist sicher – wir fahren wieder hinauf. Der nächste Platz mit Blick auf das Schloss ist auch nicht schlecht.Unsere Entscheidung war richtig, es kommt ein kräftiges Gewitter.

Unsere Fahrt führt uns durch das Perigord, Bordeaux ist nicht weit, die Weine aus dem Bergeracois wachsen auf dem gleichen Boden. Die Weinspezialisten des 19. Jahrhunderts bestimmten die Herkunft des Bordeaux, deshalb heisst der Wein hier „Bergerac“. Er ist halt nur fast ein Bordeaux… und deshalb auch um einiges billiger.


Die Hauptstadt des Bergeracois ist … genau, Bergerac. Bekannt durch den berühmten Schriftsteller Cyrano de Bergerac, der trotz lokaler Legenden in Paris geboren und auch gestorben ist. Wahrscheinlich hat er Bergerac nie gesehen. Den Bürgern von Bergerac ist das egal, sie verehren den berühmten Sohn trotzdem.

in Bergerac gibt es noch viele alte Fachwerkäuser im hier typischen Stil, d.h. die Zwischenräume des tragenden Gebälks werden mit dünnen, oft schräg gemauerten Ziegeln aufgefüllt.

Nach so langer Zeit müssen die Handgriffe erst wieder eingeübt werden… aber irgendwann geht es. Wir fahren Freitag morgen los. Unser erstes Ziel ist Pont-a-Mousson. Vor vielen Jahren war der Stellplatz an der Mosel ein Geheimtipp. Jetzt ist es ein Riesenplatz mit Wohnmobil an Wohnmobil. Nicht mehr schön, hier werden wir nicht mehr herkommen. Für eine Nacht ist es in Ordnung.



Ganz in der Nähe gibt es einen neuen Kreisverkehr – erinnert an Saudi Zeiten.


Die Fahrt bis Troyes ist uns bestens bekannt, hier sind wir oft nach Orleans gefahren. Ab Troyes ist die Strecke neu. Auffallend sind die vielen Felder mit abgeblühten Sonnenblumen. An der Loire finden wir einen Platz mehr nach unserem Geschmack ist. Leider kommt man nicht an den Fluss. Der Platz liegt genau am Loire Radweg, den sind wir schon mal entlang gefahren.






Innsbruck, Zirlerberg, Mittenwald, Walchensee das ist unsere Route.

Noch ein paar Autobahnstaus dann sind wir wieder zu Hause. Danke schön fürs Mitreisen! Bis zum nächsten Mal!


Das Schlafen neben der Eisenbahn ist nicht so toll. Deshalb steuern wir unseren Platz in Chioggia an. Wir fahren nochmal mit dem Rad in die Stadt. Auf der grossen Piazza trinke ich den billigsten Aperol aller Zeiten – 3,50€.

Und schaut mal, was wir im Hafen gefunden haben:

Für alle, die es nicht wissen: mein zweiter Name ist Rosina…
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Im Tal liegt der Nebel. Der Gran Sasso grüsst uns. Es ist Herbst in den Abruzzen.






Wir fahren wieder an die Adriaküste. Es ist nicht so einfach einen Stellplatz für die Nacht zu finden. Aber wer lange sucht, wird auch irgendwann fündig. Ein wunderschöner Platz mit – allerdings eiskaltem – Pool.



Nach Neapel erreichen wir wieder Küste. Wir finden einen Stellplatz, ein bisschen vergammelt aber dafür direkt am Strand. Unser französicher Nachbar sammelt mit seinen Kindern den Müll vom Strand auf.


Am nächsten Morgen regnet es so stark, dass wir uns entscheiden noch eine Nacht zubleiben.


Bei Paestum am Strand gibt es einen Platz zum Übernachten. Die antiken Stätten haben wir uns vor einigen Jahren schon mal angeguckt. Wir begnügen uns mit einem Blick durch den Zaun.
Paestum gehört als UNESCO-Weltkultur-Erbestätte zu den wichtigsten Ausgrabungsorten der Geschichte, denn hier entdeckte man Tempel aus römischer und griechischer Zeit, ein Amphitheater und eine fast 5 km lange Stadtmauer aus unterschiedlichen historischen Bauphasen.












Danach wollen wir etwas in die Berge fahren. Die Strasse, auf der Karte ein dicker roter Strich (grosse Strasse) erweist sich in Wirklichkeit als Sträßchen ohne Mittelstreifen und Seitenbegrenzung. Der Blick ist zwar herrlich aber nach einigen Kilometern geben wir auf. Auch wollen wir unseren Nerven die engen Strassen des nächsten Städtchens nicht zumuten.

Beim Runterfahren lässt R. mich am oberen Ende des Städtchens Cariati raus, um mich am unteren Ende wieder aufzusammeln. Es ist nicht so einfach wie gedacht aus dem Gassengewirr herauszufinden. Aber ich finde bei meiner Suche ein paar Wandgemälde und ein Hochzeitspaar.


Der Hafen von Cariati:




Fastfood auf süditalienisch:

Am Leuchtturm von Leuca beginnt das Ionische Meer.

Viele Häuser sind hier im „Zuckerbäckerstil“ gebaut. Das Tollste war dieses:


Am Ionischen Meer ist die Küste flacher. In Gallipoli gehen wir auf einen Campingplatz und fahren mit dem Rad in die Stadt. Die Altstadt liegt auf einer Felseninsel und ist durch eine Brücke mit dem Festland verbunden.
Kreuz und quer fahren wir durch die engen Gassen und wundern uns, dass immer noch ein Auto darin steht.



Sie gehören zum UNESCO Weltkulturerbe und sind damit auch den Touristenströmen ausgesetzt.

In jedem Häuschen befindet sich ein Andenkenladen, der unvorstellbaren Kitsch verkauft.

Die merkwürdigen Zeichen auf den Dächern sollen Haus und Bewohner vor Ungemach schützen, aber sie helfen natürlich auch dem Briefträger.

Auf der gegenüberligenden Seite der Stadt ist es verboten ein Geschäft in einem Trulli zu eröffnen, dadurch wirkt es etwas ursprünglicher.
Bei der Fahrt durch die Olivenhaine zurück ans Meer kommen wir noch an vielen Trullis vorbei. Schön, auch wenn sie mit Disneyzwergen geschmückt sind.





Endlich bei Barletta werden wir fündig. Und das hat sich gelohnt. Ein herrlicher Blick! Nur nachts wird der Uferweg als Rennstrecke benutzt. Warum wohl?

Waschtag ist angesagt. Hoffentlich finden wir einen offenen Campingplatz. ACSI macht es möglich. Hier in Bisceghlie waren wir schon mal und standen fast auf dem gleichen Platz. Waschmaschine gibt es leider nicht, dazu müssen wir mit dem Fahrrad in die Stadt.
Nach Trani ist es nicht weit.


Ich glaube, vor 24 Jahren sass der Akkordeonspieler auch schon vor der Kathedrale.
Was machen die Elefanten über dem Eingang?
Der Fischmarkt von Trani. Zu heiss um was zu kaufen. In einer Strandbar schmeckt es auch.

Wie in fast jedem Küstenort gibt es auch hier ein Staufer Kastell erbaut von Friedrich II.



In Lucera haben beim Kastell haben wir schon mal übernachtet. Die gewaltigen Mauern sind unverändert. Das Innere zu besuchen lohnt nicht.

Das Amphitheater ist am anderen Ende der Stadt.

Nicht weit weg liegt Troia in Apulien mit seinem gewaltigen Dom.









Mitten in Umbrien stossen wir auf ein Schild „Foresta Fossile“. Dahinter verbirgt sich eine der einzigartigsten paläontologischen Stätte der Welt. Der Wald von Dunrobba besteht aus riesigen Sequoia-Baumstämmen, die noch aus dem späten Pliozän (vor 2 Millionen Jahren) stammen und in ihrer aufrechten Position mit Lehm bedeckt waren, der sie aufrecht hielt, bis sie Ende der 70er Jahre entdeckt wurden während der Abbauarbeiten in einem Steinbruch für Ton. Zu Lebzeiten waren die Bäume ca. 1000 Jahre alt, was man an den Jahresringen sehen kann. Die Stämme hatten einen Durchmesser von bis zu 6m, nur das Innere des Stammes ist erhalten. Ca. 6m der erhaltenen Stämme sind unter der Erde verborgen. Sie sind nicht versteinert, sondern immer noch echtes Holz durch die Konservierung des Lehms in besonderen klimatischen Verhältnissen.

Im Gegensatz dazu ist der Besuch der Wasserfälle von Marmone ein Flop – Touristennepp! Man wird ans andere Ende zur Kasse geführt – vorbei an vielen Kitschständen – und soll dann auch noch einen horrenden Preis bezahlen. Deshalb nur das Plakat von den Fällen.
]]>Zwischen zahlreichen Touristenläden mit allerlei Nippes gibt es auch was Besonderes zu finden: Einen Laden, der massgeschneiderte Schuhe herstellt und eines für frische Nudeln. Schuhe lassen wir uns zwar nicht machen, aber die mit allem Möglichen gefüllten Nudeln sind sehr lecker.
Das wichtigste Bauwerk ist der gewaltige Dom. Zur Besichtigung von innen wird Eintritt verlangt, für eine Kirche zahle ich das nicht gerne.

Nach dem Mittagessen erreicht uns der Regen und sind wir sind froh gerade noch unser Wohnmobil zu erreichen.
Die gesamte Altstadt ist auf einem Felsplateau aus Tuffgestein errichtet. Dieser Stadtfelsen ist von einem Labyrinth von Kellern, Gängen und riesigen Zisternen durchzogen, von dem ein kleiner Teil wieder für die Besichtigung erschlossen wurde. Leider können wir das nur lesen, denn es regnet so stark, dass wir nicht mehr den Weg in die Stadt auf uns nehmen wollen.


Der Sonnenaufgang am Morgen ist toll.

Dann fahren wir ins Land hinein bis zum Trasimeno-See. Direkt am See gibt es einen grossen Stellplatz, auch hier sind nur wenige Camper. Hier ist es schön. Neben vielen Vögeln schwimmt ein Nutria im See.




Am Abend können wir einen schönen Sonnenuntergang sehen. Die Freude wäre ungetrübt, wenn nicht spät am Abend ohrenbetäubender Musiklärm dröhnen würde. Später kam ein Feuerwerk dazu. Ob das was mit dem Wahlkampf in Italien am Sonntag zu tun hat?





Wir durchfahren das Delta und besuchen das Städtchen Comacchio. Die eindrucksvolle Brückenkonstruktion des auf 13 Inseln erbauten Städtchens überspannt mit fünf Treppen gleich drei Kanäle. Wüsste man es nicht besser, man wähnte sich glatt in Venedig – mit dem Unterschied, dass Massentourismus hier nie ein Problem war.

Das Angebot an Fischen und Meeresfrüchten kann sich sehen lassen.

Die Saison ist hier vorbei. Ausser einer Busladung Deutscher sehen wir keine Touristen.
Wir finden einen Übernachtungsplatz am Strand. Auch hier ist die Saison vorbei. Auf dem Riesenparkplatz stehen ein paar Wohnmobile. Am Strand werden die Liegen eingepackt und Schirme weggeräumt. Nur vereinzelt läuft jemand am Strand entlang.













Unser Restaurant hat Blick auf ein Muschelboot und unsere Fahrräder. Das Essen ist wünderbar.




Die Stadt ist bekannt als Schauplatz von Shakespeares „Romeo und Julia“. Ein städtisches Wohnhaus aus dem 14. Jahrhundert mit einem winzigen, auf den Innenhof gehenden Balkon wird als „Haus der Julia“ bezeichnet.

Auf der Piazza delle Erbe, den schönsten Platz der Stadt, werden die Marktstände aufgebaut. Die ersten Besuchergruppen sind schon da und lassen sich die vielen Bauwerke rund um den Platz erklären.




Zum Ensemble gehört der Torre dei Lamberti, der mit seiner Höhe von 84 Metern Verona dominiert. Er wurde 1172 von der gleichnamigen Familie erbaut.
Herzstück im mitten der Altstadt ist die Arena von Verona, ein gut erhaltenes Amphitheater aus der Römerzeit. Nach Gladiatorenkämpfen, Turnieren und Wettspielen wird es schliesslich 1913 als das entdeckt, was es heute ist: das erste echte und wichtigste Freilufttheater der Welt für Opernfestspiele. Heute bietet es 22 000 Besuchern Platz. Nur auf den obersten Rängen sitzt man auf dem blanken Stein und sollte vielleicht ein Sitzkissen mitnehmen.



Ein Wahrzeichen Veronas ist die Scaliger Burg Castelvecchio. Die Scaliger waren die Herren Veronas im 13. und 14. Jahrhundert.
Die Brücke über die Etsch, geplant als Fluchtweg, ist ein Meisterwerk der Ingenieurstechnik.Sie hat drei Bögen und ist insgesamt 119,90 m lang. Die Träger der Brückenpfeiler und die Bogenrücken sind aus lokalen Natursteinen; die gesamte übrige Struktur ist aus Ziegeln.





Auf unserer Weiterfahrt durch die Po-Ebene fällt uns das Stadtchen Montagana durch die vollkommen erhaltene Stadtmauer auf. Hier machen wir Pause. Etwa 50km von Verona entfernt ist hier nichts mehr zu sehen von Touristenmassen. Dr grosse Platz um die gotische Kathedrale ist -fast- menschenleer.



In den Gassen des Städtchens fand ich das:



Die Schlange auf der Gegenseite baut sich am nächsten Tag wieder auf, den Reschenpass hinauf und hinunter und reicht bis Meran. Wir freuen uns, dass es auf unserer Seite nicht so ist. Noch nicht, sag ich im Nachhinein!



Die kurzen Staus auf unserer Seite sind zum Aushalten, bis wir in Trento Richtung Gardasee wollen. Es geht nur sehr langsam weiter. Ein Radrennen ist der Grund. Aber das dicke Ende kommt am Gardasee. Zu den Menschenmassen (Urlauber!) kommt das Schritttempo den ganzen See entlang. Und das auf der angeblich ruhigeren Ostseite. Keine Chance irgendwie wegzufahren. Wir sind froh, als endlich am Ende die Abfahrt nach Verona kommt.

Der Dieseltank wird aufgefüllt, ebenso der Wassertank und dann geht eine schöne Woche auf dem Wasser zu Ende.
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