Sonntagsbild 11.01.2026

Still und starr liegt der See …

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Nicht an Weihnachten lag er still und starr, aber Anfang Januar. Um genau zu sein am 06.01. als ich notfallmäßig zu meiner Zahnärztin am See musste – mein Provisorium war locker geworden. Neuer Kleber, Provisorium wieder rein und gut war’s. Aber dieser Blick … Ich sagte es hier und dort ja schon, an einem See würde ich sehr gerne wohnen. Ich liebe die Stille der Seen, ihre Unaufgeregtheiten, ihre Tiefe, ihre Weite, ihre Vögel.

Schon Mitte der Woche muss ich in den Schwarzwald fahren, ich hoffe auf freie Bahn. Aber wer weiß das schon in dieser Zeit, in diesem Land, wo immer weniger zu funktionieren scheint.

Viel lieber aber würde ich noch eine Weile die Stille des Winters genießen, die Innenreise, die kleinen Gänge über knirschenden Schnee, die gemütlichen Stunden mit Buch oder Film, manchmal auch mit dem Schreibheft, die Stunden in der Küche, wo ich schnibbel und köchel und einfach für alles Zeit und Muße da ist.

Mir scheint der Welt ist die Stille abhanden gekommen. Der Winter kennt keine Eile. Der Winter ist die Zeit der kleinen, vorsichtigen Schritte, der langen Blicke über das Weiß der Leere, des Naschens von den Sommer- und Herbsternten. In unserer Zeit, in unserer Welt aber muss weiterhin rumgehetzt, Ängste geschürt und Kriege entfacht werden.

Euch wünsche ich trotzallem einen friedlichen Sonntag, ob in der warmen Stube oder unterwegs.

‚Bleibt Mensch‘ – Margot Friedländer

Sonntagsbild 14.12.2025

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In sieben Tagen ist Wintersonnenwende. Schon wird es am Abend etwas später dunkler, aber am Morgen geht die Sonne noch etwas später auf als am Tag zuvor. Fern jedes Weihnachtsrummels verbringe ich ruhige Tage, weil ich es so will.

Möge euer 3. Adventsonntag friedlich sein.

Runde 15 im Karussell

carview.php?tsp=Liebelieber Du,

frostige und winterklare Tage wechseln sich mit milderen Temperaturen und grauen Tagen ab. Gerade blüht eine Primel im Garten, die Sonne scheint, Vögel besuchen ihre Futterplätze und ich hörte nun schon zweimal am Abend einen Vogel singen, den ich nicht kenne. Für Nachtigallen ist es eindeutig nicht die richtige Jahreszeit.

Wieder ist ein guter Freund plötzlich und unerwartet gestorben. Am Samstag läuteten die Glocken für ihn in dem kleinen Dorf im Schwarzwald, mit dem er und auch ich schon so lange verbunden sind. Ungewöhnlich und berührend für Einen, der ein ‚Zugereister‘ gewesen ist.

Als ich den Vogel singen hörte, dachte ich an ihn, als wäre es ein letzter Gruß von ihm an mich.

Im Netz schreibt ein Mann ganz offen über seinen langen Sterbeprozess, über sein Sein mit unheilbarem Krebs im Hospiz, über seine Abschiede. Ich ziehe meinen Hut vor ihm. Er berührt. Er bringt Menschen dazu neu über die eigene Sterblichkeit nachzudenken. Aber ich weiß nicht, ob ich meine letzten Tage öffentlich teilen könnte oder wollte.

Ich möchte Samen der Liebe streuen, Wärme verschenken, die Tochter, den Sohn, die Enkelkinder, die Freundin, den Freund in der Not halten und ich frage mich, ob das nicht wichtiger ist als über mein zittrig gewordenes Sein zu schreiben?

Flusen der Vergangenheit kommen und gehen, tanzen wie Staubpartikel vor meinem inneren Auge. Manche sind wie verblassende Fresken in alten Kapellen und Kirchen, andere sind näher und deutlicher als das Jetzt. Keinen von ihnen halte ich fest.

Manchmal, wenn ich durch Straßen flaniere, verfängt sich mein Blick in Altem, verharrt, verbindet sich mit Fragen nach dem Wem oder Was ich da eigentlich sehe, während der Blick an vielem Neuen abgleitet, keinen Halt findet, keine Kurve nehmen muss, sich keine Frage stellt.

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Der kleine Junge wandert über das letzte Kalenderblatt des vergehenden Jahres. Sein Weg führt sanft bergan. Er schreitet – an Feldern vorbei – über Hieroglyphen. Ein dunkler Schatten scheint ihn zu beobachten, etwas Rotes leuchtet in der Ecke; ein Lodern des Lebens.

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Die Spirale des Kommenden ist nicht beschrieben, nur leise Wünsche für Frieden in der Welt, für Lösungen, die der Rede wert sind, für einen leichteren Gang flüstern sich hinein.

carview.php?tsp=(Streetart von Frau Jule in Hamburg)

Derweil halte ich mich an meiner Liebe fest.

Sonntagsbild 07.12.2025

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Letzte Woche zeigte ich euch die Zusammenfassung meiner gesammelten Lichtbilder. Heute zeige ich euch mein derzeitiges Lieblingsbild aus dieser Sammlung. Es ist die Stille der Vergänglichkeit darin und das Licht, an das ich glaube, dass es erscheinen wird, wenn ich irgendwann auf meine letzte Reise gehen werde.

Sonntagsbilder 30.11.2025

Lichtbilder

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Auf BlueSky habe ich im November jeden Tag ein Lichtbild eingestellt, hier ist die Zusammenfassung. Gedacht war es als Antidot für graue Novembertage, die dann gar nicht grau gewesen sind. Erst später hatte ich bei Gerda entdeckt, dass es auch hier eine solche Aktion – initiiert von ‚Steinegarten‘ – gegeben hat, genannt ‚Novemberleuchten‘.

Nachdem ich die Bildertafel gestaltet hatte, fiel mir die Welle in der unteren Reihe auf, die ich dann noch einmal zu einem Extrabild zusammengefasst habe – für mehr Licht, Liebe und Glitzer in der Welt.

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So geht der November zuende. Ich wünsche euch einen gemütlichen 1. Adventsonntag.

Aus dem Archiv 46. Woche

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Ein weiterer Beitrag zu Puzzles Projekt.

Da ich in der Regel nur auf meinem Blog nach Beiträgen mit dem  Datum des Tages schauen kann, bin ich schon in der 46. Woche gelandet, die laut meinem Kalender am Montag begann.

Am 11.11.2015 schrieb ich einen Beitrag mit der Überschrift ‚Tausendjährige Schildkröte – eine Leseprobe‘. Der Text gehört zu meiner Novelle ‚Die kleine blaue Frau‘.

(Du meine Güte, so lange ist das schon wieder her!)

Hier zeige ich euch schon einmal das Bild. Wer den dazugehörigen Text lesen möchte, folge bitte obigem Link.

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