Im Netz gab es mal wieder eine Debatte dazu, wer bei einem Date zahlt.
Ausgangspunkt war meine ich ein Dialog:
Der Mann schlug vor, dass man sich nach Matchen auf einer Datingseite trifft, und zwar zu Spaziergang oder um irgendwo was zu trinken.
Die Frau führte an, dass sie nicht trinkt und man etwas essen gehen könnte.
Der Man gab an, dass er bei ersten Dates nicht essen geht.
Die Frau gab an, dass sie nicht auf erste Dates geht, bei denen man nicht essen geht.
Es kam demnach nicht zu einem Date. Aber zu Diskussionen im Netz. Ich zitiere mal ein paar Positionen, die ich interessant fand:
The single most attractive quality in a man is generosity. The most unattractive quality is stinginess. The sheer number of men on here who claim to be concerned about picking up a dinner tab for a date it won’t work out with is astonishing! So you bought someone dinner, my god.
Zum Essen einladen, soweit würde ich zustimmen, ist ein „Costly Signal“. Es signalisiert, dass man Ressourcen hat und auf die Partnerin verwenden will, ein sehr altes evolutionäres Zeichen. In der Hinsicht ist Geiz unattraktiv.
2. (als Antwort darauf)
The single most un-attractive quality in a man is the willingness to be made a sucker.
Und das ist das moderne Dilemma: Um so unverbindlicher Dating wird um so eher kippt die Bewertung, dass man Ressourcen auf eine Frau verwendet, die etwas besonderes für einen ist und die einem etwas bedeutet. Weil sie das wenn man sich gerade erst auf Tinder und Co getroffen hat, bei dem sie mit 100 anderen Männern gematcht hat und mit vielen davon schreibt, eben noch nicht sein kann. Sie kann es zu leicht ausnutzen und man ist zu schnell der „Sucker“.
I have always insisted on paying for dinner. And every quality woman I’ve ever known insisted that she pay half. Usually, I insisted harder. But not always.
Da ist gleich der Ausweg: Man geht davon aus, dass die Frau ihrerseits eine Verpflichtung eingeht: Der Mann macht die Geste, die Frau bietet an die Hälfte zu tragen oder das nächste Essen / die nächsten Drinks zu zahlen. Schon ist es wesentlich besser und beide zeigen, dass ihnen an dem anderen etwas liegt. Das erfordert aber natürlich eine gewisse „Vorauswahl“ der Frau.
I never minded paying for a date, but I really would not want to pay for a date if I thought I was being taken advantage of
Das ist die Abgrenzung, die viele wahrscheinlich für sich vornehmen. Und die bereits dadurch verletzt wird, dass die Frau darauf besteht, dass das erste Date ein Essen gehen ist. Denn damit geht eine Erwartung einher, dass er erst einmal etwas leisten und zahlen muss, dass sie also weniger an ihm interessiert ist und er in Vorleistung gehen muss. Der Zustand sollte eher sein, dass beide sich kennenlernen wollen, weil sie Interesse aneinander haben und gespannt auf den anderen sind. Und dann ist es ganz egal wo.
That’s bullshit because females take everything from unattractive men for a cost and then they give everything to attractive men for free. Wtf do females know about generosity? These beta males are losing power. I’m glad. People are sick of these losers.
Das haut in die gleiche Kerbe: Wenn sie mich wirklich wollte, mich als sehr hochwertig ansehen würde, dann wäre es egal ob wir essen gehen. Bei besonders attraktiven Männern oder anderweitig besonders begehrenswerten Männern wäre die Frage, ob man essen geht vollkommen egal
Natürlich funktioniert das Argument auch von der anderen Seite: Wenn er so wenig an mir interessiert ist, dass er die Kosten eines Essens fürchtet, entweder weil er nur Sex will oder weil er meint, dass ich zu gut für ihn bin, dann sortiere ich ihn besser aus.
5.
Men are meant to be givers. Not ATMs, not martyrs, but men who instinctively provide, include, and make life lighter for the people they invite in. If picking up a dinner check is enough to make you feel exploited, ‘modern dating’ isn’t the problem. The problem is that you see generosity as a loss instead of part of the privilege of courting someone.
Und noch eine weibliche Sicht in eine ähnliche Richtung: Der Mann sollte unbekümmert großzügig sein, es als Teil der Gelegenheit jemanden umwerben zu können sehen.
The type of generosity women like the most is your Sex drive – being generous by being attracted to her enough to want to fuck her because she’s MORE aroused by YOU. “Attractive qualities” don’t matter as much as being attractive and not doing unattractive things. OP isn’t specific about the context surrounding “picking up a dinner tab for a date it won’t worth out with” but regardless it presupposes that taking chicks out for dinner is cool under any circumstances. “So you bought someone dinner, my god.” Dinner only AFTER you fuck. Your non-sexual attention at dinner is her reward for good sexually compliant behavior. Pavlov’s Dog that bitch.
Das wäre dann die Hardcore- Sicht.
I think dinner is too much for a first date. Coffee & a pastry is more appropriate. I don’t blame any man for not wanting to pay for dinner AND sit through the whole thing for a woman he might barely know. Keep it quick & easy, & then splurge if you want to see each other again.
Eben. Es ist das erste Kennenlernen ohne das man viel über den anderen und die Chemie miteinander weiß. Ein Restaurant bedeutet, dass man sich setzt, Essen bestellt, wartet bis es kommt und vielleicht hat man bis dahin schon festgestellt, dass man nicht zueinander passt. Man hat aber Essen bestellt und muss noch warten, es Essen und dann auch noch bezahlen.
If the most attractive thing about me is my propensity to give resources, I have zero desire to give them.
Das wäre dann sozusagen das „Foreshadowing“ auf ihre Einstellung zu einem.
This doesn’t work in a culture where the scammer or the hustler archetype is ascendant.
Das wäre der gesellschaftliche Aspekt: Wenn Frauen wollen, dass sie zum Essen eingeladen werden, obwohl man sie kaum kennt, dann müssten sie radikal gegen Frauen vorgehen, die auf freie Essen aus sind.

