Star Fleet Academy

 

ICE Einsatz in Minnesota und der tödliche Schuß auf Renee Good und die potentiellen Folgen

geführt:

Eine Frau hat wohl Maßnahmen von ICE, die insbesondere in den USA für illegale Einwanderung zuständig sind und unter Trump wohl stark ausgebaut worden sind, behindert, ICE-Beamte wollten sie verhaften (nehme ich an) und sie ist mit dem Auto davon gefahren.

Streitig ist, ob sie dabei auf einen der Beamten zugefahren ist oder ob es zumindest für diesen so aussah.
Der Beamte hat dann auf sie geschossen und sie tödlich getroffen. Aus Sicht der „Befürworter“ weil sie ihn überfahren wollte, was ihn dazu berechtigt hätte, aus der Sicht der „Kritiker“ weil er sie einfach umbringen wollte, obwohl sie keine Gefahr war.

Hier eine Zusammenfassung von Grok:

Stelle die Vorfälle in Bezug auf ICE in Minnesota so neutral wie möglich dar. Sage, was die Ausgangslage war und was beide seiten jeweils vertreten
Ausgangslage

Im Dezember 2025 startete die U.S. Immigration and Customs Enforcement (ICE), eine Behörde des Department of Homeland Security (DHS), eine großangelegte Operation namens „Operation Metro Surge“ in Minnesota, insbesondere in der Region um Minneapolis und St. Paul. Diese Operation umfasst den Einsatz von etwa 2.000 zusätzlichen Bundesagenten und zielt auf die Verhaftung illegaler Einwanderer ab, darunter Personen mit kriminellen Vorstrafen wie Sexualdelikten, Mord oder Drogenhandel. Minnesota gilt als ein Staat mit sogenannten Sanctuary-Politiken, die die Kooperation lokaler Behörden mit ICE einschränken, um Einwanderer ohne legalen Status vor Abschiebung zu schützen. Lokale Politiker wie Gouverneur Tim Walz und Bürgermeister Jacob Frey haben ICE-Operationen kritisiert und betont, dass der Staat keine Ressourcen für Abschiebungen bereitstellt. Gleichzeitig berichtet das DHS von einer Zunahme von Angriffen auf ICE-Agenten, einschließlich Fahrzeugangriffen, die sie auf „radikale Rhetorik“ lokaler Politiker zurückführen, wie Walz‘ Vergleich von ICE mit der „Gestapo“ oder Freys Forderung, ICE solle „aus Minneapolis verschwinden“. Seit Januar 2025 wurden über 1.500 Personen verhaftet, darunter viele mit kriminellen Hintergründen, was zu Protesten, Konfrontationen und einem tödlichen Vorfall führte.

Wichtige Vorfälle

  • Verhaftungen und Operationen:
    ICE hat gezielte Razzien in somalisch-dominierten Vierteln durchgeführt, wie Cedar-Riverside, wo Agenten Ausweise forderten und Personen festnahmen. Beispiele umfassen die Verhaftung eines somalischen Sexualstraftäters, der aufgrund lokaler Sanctuary-Regeln frei war, sowie andere mit Vorstrafen für Mord, Drogenhandel oder sexuelle Übergriffe. Es gab Berichte über Kollateralverhaftungen und Konfrontationen mit Anwohnern, die Agenten umzingelten oder blockierten. In einigen Fällen wurden US-Bürger vorübergehend festgehalten, darunter ein Mann, der trotz Vorlage eines digitalen Passes in Handschellen gelegt und weggefahren wurde, bevor er freigelassen wurde.

  • Proteste und Konfrontationen:
    Anwohner und Aktivistengruppen wie Indivisible Twin Cities haben Netzwerke aufgebaut, um ICE-Operationen zu beobachten und zu stören, einschließlich „Nachbarschaftspatrouillen“. Es kam zu Vorfällen, bei denen Agenten mit Pfefferspray vorgingen, Fenster einschlugen oder Taser zogen, um Blockaden zu durchbrechen. In Schulen und Unternehmen gab es Störungen, was zu Schulschließungen und Forderungen führte, ICE von Schulgeländen fernzuhalten.

  • Tödlicher Schusswechsel am 7. Januar 2026:
    In Minneapolis schoss ICE-Agent Jonathan E. Ross auf die 37-jährige US-Bürgerin Renee Nicole Good, die in ihrem Auto saß. Good, eine Mutter von drei Kindern und Aktivistin in einer Anti-ICE-Gruppe, starb an den Verletzungen. Videos zeigen den Vorfall aus mehreren Winkeln, aber die genaue Abfolge vor dem Schuss ist unklar. Zeugen berichteten, dass ein Arzt am Ort war, aber von Agenten zurückgehalten wurde, und eine Ambulanz durch ICE-Fahrzeuge blockiert war. Dies führte zu landesweiten Protesten und einer Untersuchung durch das FBI. Ähnliche Schussvorfälle ereigneten sich kurz darauf in Portland und erneut in Minnesota.

Position der Bundesregierung und ICE

Die Trump-Administration und das DHS vertreten die Ansicht, dass die Operation notwendig ist, um „die schlimmsten Kriminellen“ zu entfernen und Communities zu schützen. Sie berichten von über 1.300 % mehr Angriffen auf Agenten seit 2025, einschließlich 66 Fahrzeugangriffen, und führen dies auf anti-ICE-Rhetorik lokaler Politiker zurück. Der Schuss auf Good wird als Selbstverteidigung dargestellt: Sie habe versucht, den Agenten zu überfahren, was durch Ross‘ frühere Verletzung in einem ähnlichen Vorfall untermauert wird. ICE betont Professionalität und dass Verhaftungen auf Haftbefehlen basieren, nicht auf Rasse. Sie kritisieren Minnesota für das Horten von Kriminellen durch Sanctuary-Politiken und berichten von Erfolgen wie der Verhaftung von Pädophilen und Drogenhändlern.

Position der lokalen Behörden und Aktivisten in Minnesota
Gouverneur Tim Walz, Bürgermeister Jacob Frey und Gruppen wie der Immigrant Law Center of Minnesota (ILCM) sehen die Operation als rassistisch und islamophob, gezielt gegen somalische Communities. Sie berichten von racial profiling, Fehlverhaftungen US-Bürger, übermäßiger Gewalt (z. B. Chokeholds, Pfefferspray) und Störung des Alltags, einschließlich in Schulen. Der Schuss auf Good wird als unnötig und möglicherweise Mord dargestellt; Videos zeigten, dass sie vom Agenten wegsteuerte, und medizinische Hilfe wurde verzögert. Sie fordern den Abzug von ICE, eine unabhängige Untersuchung und betonen, dass die Operation Terror und Chaos schafft, ohne echte Bedrohung zu adressieren. Walz hat die Nationalgarde mobilisiert und fordert, dass der Bund Minnesota „in Ruhe lässt“. Aktivisten organisieren Widerstand, um Nachbarn zu schützen, und kritisieren die Eskalation durch Bundesagenten
Das Ereignis wird sicherlich noch weiter aufgeklärt werden, es wird entsprechende Aussagen etc geben.
Ich will etwas zum Drumherum schreiben und es wird etwas zynisch in der Analyse:
  • Für die radikaleren Aktivistinnen ist es natürlich interessant jetzt aus der getöteten Frau Good einen neuen George Floyd Moment zu machen, ungeachtet der weiteren Ermittlungen. Wenn das gelingt, dann können sie ihre Organisation ausbauen und erheblichen Zuwachs bekommen.
    Es wird interessant, ob eine weiße Frau und Mutter (wenn auch wohl in einer lesbischen Beziehung) da ausreicht, noch dazu bei einem Thema wie Einwanderung. Kann man sie ähnlich zur Galionsfigur einer Bewegung ausbauen? Floyd stand für Polizeigewalt gegen Schwarze und das gerade weil sie schwarz waren. Das wird bei Good schwieriger, schlicht weil sie weiß ist und auch weil sie eine Frau ist. Weiße Frauen dürften überaus selten erschossen werden, wenn ich es richtig in Erinnerung habe sind sie sogar die Gruppe mit der niedrigsten Rate tödlicher Polizeigewalt unter den Geschlechter-Race-Gruppen. Man könnte von „white female Privilege“ sprechen. Noch dazu verkörpert sie genau den Fall, der ansonsten immer angeführt wird, wenn es um Polizeigewalt geht: „Wenn dich ein Polizist (oder andere Beamte wie ICE) auffordern auszusteigen, dann mache das, mache keine schnellen Bewegungen, verhalte dich kooperativ und dir passiert nichts“.
    Aber immerhin, sie ist eine Mutter, sie hatte (was im Netz oft betont wurde) Stofftiere in ihrem Handschuhfach von ihren Kindern, sie war eine Frau, man kann vielleicht daran arbeiten, dass niemand mehr sicher ist und die Monster sogar eine Frau erschießen (wie gehen sie dann erst mit anderen um?)
    Natürlich werden gleichzeitig auch die ICE-Mitarbeiter jetzt vorsichtiger vorgehen müssen, weil das Klima aufgestachelt ist und sie evtl noch mehr Angriffe gegen sich haben könnten und dazu noch weitere Todesfälle vermeiden sollten.
  • Auf der anderen Seite wird es die „Law and Order“ Seite um Trump für sich ausschlachten wollen: Einmal können sie auf eine abschreckende Wirkung setzen und das könnte bereits den Widerstand verringern. Die Parole „Fuck around and find out“ oder kurz „Fafo“ wird ja gern im Trump-Umfeld genutzt. Dazu können sie anführen, dass hier „linke Spinner“ vor nichts zurückschrecken um die Durchsetzung der Politik Ausländer abzuschieben, hier gerade auch Somalier, die gerade durch falsche Kinderbetreuungsstätten, bei denen man staatliche Leistungen abgegriffen hat, aufgefallen sind.
    Sie können deutlich machen, dass eben nur mit ihnen solche Mißstände beendet werden und die radikalen Linken dagegen nicht ankommen können. Sie werden gerade betonen, dass die ICE-Mitarbeiter beständig unter Angriff sind und damit entsprechend noch härtere Maßnahmen rechtfertigen. Sie können ebenfalls ein Feindbild ausbauen, dann eben in Bezug auf Good die Aktivistin, die mehrere 100 Meilen von ihrem Wohnort hergefahren ist um ICE zu behindern und dabei ihre Kinder zurückgelassen hat und sich für unangreifbar hielt und so zu Hass aufgestachelt war, dass sie meinte sogar einen ICE Beamten überfahren zu können oder jedenfalls keine Rücksicht auf ihn nehmen zu müssen ohne das ihr was passiert.
  • Der Vorfall kann also von beiden Lagern gut verwendet werden und wird die Graben ggfs noch einmal vertiefen. Mal sehen ob der linken eine Aktivierung gelingt und was dann die Gegenmaßnahme ist.

Social Media Verbot für unter 16 Jährige in Australien

In Australien sollen Personen unter 16 Jahren nicht mehr auf verschiedenen Sozialen Medien aktiv sein dürfen:

Als erstes Land der Welt wagt sich Australien an ein gigantisches Experiment: Ab dem 10. Dezember um 0 Uhr Ortszeit müssen zahlreiche große Techkonzerne Jugendliche von ihren Plattformen verbannen, die jünger als 16 Jahre alt sind. Wegen der Zeitverschiebung fällt der Startzeitpunkt, ab dem das Gesetz gilt, in Deutschland auf den 9. Dezember um 14 Uhr.
Die Regierung von Premierminister Anthony Albanese begründet das neue Gesetz mit dem Wohl von Teenagern: Junge Menschen sollen davor geschützt werden, zu viel Zeit vor Bildschirmen zu verbringen und Inhalte zu konsumieren, die ihrer Gesundheit und ihrem Wohlbefinden schaden können.

(…)

Das neue Gesetz gilt bislang für zehn Apps: Facebook, Instagram, Kick, Reddit, Snapchat, Threads, TikTok, Twitch, X und YouTube.
Ausgenommen sind mehrere Apps, die laut eSafety vor allem fürs Austauschen von Nachrichten oder zum Spielen genutzt werden, darunter Facebook Messenger, Pinterest, WhatsApp und YouTube Kids. Auch der Messengerdienst Discord und die Spieleplattform Roblox sind nicht betroffen – dabei stehen beide massiv in der Kritik, zu wenig für den Schutz von Minderjährigen zu tun (mehr dazu hier ).
Gut Facebook hat den Vorteil, dass es unter 15jährige ja eh nicht nutzen. Insofern müssen die da vielleicht nicht viel machen. Sie vergessen dann vielleicht ein paar Geburtstage mehr.
Youtube sperren stelle ich mir hingegen schon relativ schwierig vor, weil es die meisten Leute ja eh zumindest auch über den Fernseher als App nutzen.
Im ganzen kann ich mir vorstellen, das bei Konkurrenten er Netzwerke, die noch nicht auf der Liste stehen, gerade die Korken knallen, sie gewinnen dann vielleicht vollkommen neue potentielle Kunden und können die neue „Jugendlichen-App“ werden.
Auch die Hersteller von VPN-Apps könnten an der Sache interessiert sein, auch wenn man dann vielleicht etwas kreativer mit seinem Eintrag und seiner Handynutzung sein muss.
Oder ein paar 18jährige entdecken das Geschäft ein Handy auf sich freizuschalten und dann abzugeben. Das scheint straffrei möglich zu sein:
Die australische Regierung und die Behörde für Internetsicherheit haben bereits klargestellt, dass sie damit rechnen, dass Jugendliche versuchen werden, das Verbot zu umgehen. Zum Beispiel, indem sie gefälschte Ausweise oder mit KI manipulierte Fotos von sich vorlegen. Den Jugendlichen oder ihren Eltern droht aber keine Strafe. Die Verantwortung liegt allein bei den Techkonzernen.
Das lädt ja zu Missbrauch ein. Und selbst die Techkonzerne scheinen ja einiges an Möglichkeiten zu haben:
(…)
Das Gesetz schreibt keine bestimmte Methode für die Verifizierung des Alters vor. Es gibt verschiedene Möglichkeiten dafür. So müssen die Plattformen keine Ausweise überprüfen, sondern können etwa auf deutlich billigere Dienste zurückgreifen, die das Alter der Nutzer aufgrund eines Videos mithilfe künstlicher Intelligenz einschätzen.
Bei einem öffentlichen Test solcher Anbieter zeigten sich deutliche Abweichungen bei der Alterseinschätzung, andere Gutachter stellten »unakzeptabel hohe Fehlerquoten« fest. Die zuständige Behörde kam dennoch zum Schluss, dass die erreichte Genauigkeit für einen ersten Start ausreicht, wenn die Plattformen mehrere Systeme parallel einsetzen.
Der Facebook-Mutterkonzern Meta hat bereits vergangene Woche damit begonnen, Konten auf der Grundlage von Informationen wie dem bei der Erstellung angegebenen Alter zu deaktivieren. Nutzerinnen und Nutzer, deren Konto zu Unrecht gelöscht wird, können ihr Alter mit einem Video von sich oder einem amtlichen Dokument nachweisen. Dabei werden nicht alle Nutzerinnen und Nutzer überprüft, sondern nur im Verdachtsfall – etwa wenn ein Account das eigene Alter von 14 auf 16 Jahre hochsetzen will.
Snapchat begann in Australien Ende November mit der Altersüberprüfung: User in dem Land müssen mit einem amtlich zugelassenen Dokument nachweisen, dass sie mindestens 16 Jahre alt sind. Möglich sei auch eine Gesichtsaltersschätzung mit der Technologie zur Altersverifizierung-App »k-ID«, so Snapchat.
Auch TikTok kündigte an, unter anderem auf Gesichtsaltersschätzung, Kreditkartenautorisierung und die Vorlage eines amtlich anerkannten Dokuments zu setzen.
Wäre interessant, ob sie die einmal durchführen müssen oder immer wieder. Und ob sie biometrische Daten und sonstige Daten mit anderen abgleichen müssen.
Letzteres wäre schon datenschutzrechtlich bedenklich.
Es mag durchaus sein, dass Soziale Medien nicht gut für Jugendliche sind. Aber: Vermeiden wird man sich nicht können. Kleine Kinder sollten bereits kein Smartphone haben, da sollte sich das Problem ohnehin nicht stellen. Kinder, die bereits ein Smartphone haben könnten ohnehin durch Einschränkungen auf den Handys eingefangen werden, die ihre Eltern vornehmen.
Die Idee, dass man erst ab 16 Youtube schauen darf erscheint mir auch recht absurd.
Und auch die Idee, dass jeder, der ein Smartphone oder einen Smart-TV nutzen will sich ausweisen muss finde ich noch bedenklicher. Twitter und Co meinen Pass zeigen? Wo kommen wir denn da hin (Gut, sie haben meine Telefonnummer, was wahrscheinlich schlimm genug ist, aber einen Pass vorzeigen erscheint mir dann doch bei allem Schutz Jugendlicher ein zu großer Eingriff)
Mal sehen ob das vor den australischen Gerichten bestand hat, Klagen dagegen sollen ja schon eingereicht worden sein.
Derweil bin ich gleichzeitig froh, dass meine Kinder gegenwärtig noch zu jung sind um sich in Soziale Netzwerke abgesehen von Youtube zu begeben. Wobei ich es bei Jugendlichen Kindern von Freunden eher so sehe, dass die (gesteuert sicherlich auch durch die Eltern) einen relativ vorsichtigen Umgang zu scheinen haben.

Öffentliche Toiletten und Kosten zur Beseitigung von Unzufriedenheit

Eine Meldung zu öffentlichen Toiletten:

Schmuddelig und stinkend: Öffentliche Toiletten haben keinen guten Ruf. Zu diesem Ergebnis kommt auch eine aktuelle YouGov-Umfrage im Auftrag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) zum Welttoilettentag am 19. November. Demnach sind viele Menschen in Deutschland mit dem Zustand und der Verfügbarkeit öffentlicher Toiletten unzufrieden und suchen diese nur in Ausnahmefällen auf. Insgesamt 72 Prozent der Befragten gaben an, mit dem Zustand eher unzufrieden oder sehr unzufrieden zu sein.

Frauen waren dabei mit 74 Prozent noch etwas häufiger unzufrieden als Männer mit 69 Prozent. Mit der Verfügbarkeit waren 65 Prozent eher oder sehr unzufrieden, auch hier zeigten sich Frauen (67 Prozent) etwas häufiger unzufrieden als Männer (64 Prozent).

Soweit so wenig überraschend. Männer und Frauen sind sich relativ einig, auch wenn Frauen etwas empfindlicher sind, was Sauberkeit angeht.

Interessant finde ich die Meldung eigentlich nur, weil sie einem bei einem relativ unpolitischen Thema ein paar Grundlagen diskutieren lässt, was so eine Unzufriedenheit überhaupt aussagt:

Unklar bleibt:

  • Was müsste man ändern, damit die Leute zufriedener sind und kann man das überhaupt?
  • Welche Zusatzkosten erfordert das und ist der Zusatzaufwand im Verhältnis zu dem höheren Grad an Zufriedenheit?

Ich würde vermuten, dass öffentliche Toiletten immer einen gewissen Grad an Ungepflegtheit haben werden, weil sich irgendwer immer daneben benimmt und Personal zu teuer ist und man auf Toiletten auch schwer Überwachungskameras aufstellen kann. Die Toiletten werden darauf ausgerichtet sein müssen möglichst wenig Beschädigungen möglich zu machen, was meist Metall erfordert oder sie müssen so gelegen sein, dass zumindest ein gewisser „Überwachungsdruck“ besteht.

Natürlich könnte man sehr schöne öffentliche Toiletten schaffen. Aber eben nur mit einem sehr hohen Aufwand. Und dem gegenüber steht dann wieder, was man mit dem Geld anderes machen könnte und ob das sinnvoller ist.

Das stört mich häufig auch im Geschlechterbereich: Da werden dann Vorgaben gemacht wie „Es sollte keine Femizide mehr geben“ ohne die Taten ins Verhältnis zu setzen oder auch nur die Möglichkeiten einer Reduzierung und die Kosten zu planen

„Männer lest mehr Romane“

Die Süddeutsche meint, dass Männer mehr Romane lesen sollten:

In meinem Umfeld gibt es kaum Männer in ihren Zwanzigern und Dreißigern, die lesen. Und seitdem ich im Internet über Bücher rede, sehen sich manche von ihnen, wohl aus schlechtem Gewissen, dazu verpflichtet, sich vor mir zu rechtfertigen: „Mir gibt Lesen einfach nichts“, „Ich finde das langweilig, Harry Potter und so“ oder „Ich habe nach der Arbeit keine Motivation“. Ein Mann, der regelmäßig und viel liest, das kenne ich eigentlich nur noch aus der Generation meiner Eltern.
Es ist längst keine neue Erkenntnis, dass Frauen die Buchbranche am Laufen halten. Laut einer Umfrage des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, haben 44,7 Prozent der Frauen im vergangenen Jahr Bücher gekauft, bei den Männern waren es 29,5 Prozent. 38 Prozent der Frauen gaben an, regelmäßig zu lesen – bei den Männern waren es nur 22 Prozent. Auch ich beobachte das in meiner „Bookbubble“, in der ich seit zwei Jahren auf den Social-Media-Plattformen Romane bespreche: Rund drei Viertel meiner Zuschauerschaft sind Frauen.
Ich habe immer sehr viel gelesen, viele Sachbücher aber auch viele Romane. Jetzt lese ich selten ein Buch, höre aber dafür sehr viele, meist zum Einschlafen, beim Autofahren und bei anderen Tätigkeiten wie Gartenarbeit oder Kochen.
Es wäre interessant was Männer statt dessen machen – Arbeiten sie eher oder schauen sie abends lieber eine Serie oder einen Film oder schlicht Sachen auf Youtube?
Der Buchmarkt hat das schon längst verstanden und sich den Vorlieben der Frauen angepasst: Die Verkaufsregale sind voll mit Büchern mit Farbschnitten, hübsch illustrierten Hockey-, Dark- und Fantasy- Romance-Novels. Das ist eine schöne Entwicklung, aber wo sind die Männer in der Welt der Romane?
Zu „Dark Romance“ wollte ich auch noch etwas schreiben, aber erst wenn ich es geschafft habe „Morning Glory Milking Farm“ zu hören.
Wobei ich nicht glaube, dass der Markt für Männer nicht vorhanden ist. Es gibt einiges an Büchern, die eher auf Männer ausgerichtet sind, aber vielleicht mehr außerhalb des Mainstreams, jedenfalls die die ich wahrnehme.
Alle paar Monate kommt die Diskussion auf, ob es zu wenig literarische Angebote für Männer gibt. Dann heißt es, es würden die Bücher für junge Männer mit männlichen Protagonisten fehlen oder der „rockstar male novelist“ existiere nicht mehr. Andere fordern direkt „mehr Schmuddelgeschichten“ für Männer. Viele Argumente suchen die Schuld für das Fehlen der lesenden Männer in der #MeToo-Bewegung und damit letztendlich bei Frauen. Dabei mangelt es nicht an Büchern mit männlichen Hauptfiguren, man denke an Kaleb Erdmanns autofiktionaler Roman „Die Ausweichschule“ über den Erfurter Amoklauf oder Daniel Kehlmanns „Lichtspiel“ über einen österreichischen Regisseur.
Da kann ich wenig zu sagen und klingt für mich auch nicht wirklich interessant. Aber jedem das Seine.
Vielmehr liegt das Problem im herrschenden Männlichkeitsbild, das Selbstoptimierung in den Vordergrund stellt, während Romane als Zeitverschwendung gelten. Nehmen wir als Beispiel Andrew Tate, König der toxischen Männerbubble. Tate schrieb, Bücher seien nur für „Loser“, die von anderen lernen wollen und sich nicht trauen, eigene Erfahrungen zu machen. Dafür bekam er 45 000 Likes.
Die Abneigung gegenüber Büchern ist aber keine Erfindung von Tate und anderen Größen der „manosphere“: Schon im 19. Jahrhundert tat sich eine „fiction gap“ im viktorianischen Großbritannien auf. Obwohl zu dieser Zeit deutlich mehr Männer alphabetisiert waren, wurde Lesen wurde zum Hobby der Hausfrauen der Oberschicht. Jede Form des Lesens mussten Männer mit einem rationalen Wert rechtfertigen.
Warum muss man das Lesen von Sachbüchern schlecht reden? Klar, weil Männer es eher machen, aber sich Wissen aneignen zu wollen, etwas über ein interessantes Thema zu lesen, das hat nichts damit zu tun, dass man per „Lesen mit einem rationalen Wert rechtfertigen muss“. Das erscheint mir eine unnötig männerfeindliche Vorstellung.
Das Andrew Tate etwas sagt ist auch kein Beleg dafür, dass Männer allgemein so denken.
Und auch „Selbsthilfebücher“ können tatsächlich eine wertvolle Quelle für einen selbst sein, einem helfen in bestimmten Bereichen eine andere Sicht zu entwickeln. Ich werde es nie bereuen eine Menge Pickup-Bücher und jede Menge Evolutionstheoriebücher gelesen zu haben, weil sie – mal mehr oder weniger – auch viel interessanter über uns Menschen und gerade auch über die Geschlechter und ihr Verhältnis zueinander enthalten.
Auch ich sah lange keinen Grund zum Lesen. Während ich in meiner Kindheit Bücher wie „Kommissar Kugelblitz“ oder die die Reihe „Das magische Abenteuer“ verschlungen habe, verlor ich in der Schule das Interesse an der Literatur. Schullektüren wie „Kleider machen Leute“ bedeuteten für mich Zwang, Lesen war damit für mich erstmal vorbei. Von der Schulzeit bis Anfang 20 habe ich kein Buch mehr aufgeschlagen (den einzigen Versuch, „Die Psychologie der Massen“ von Gustav Le Bon, habe ich nach wenigen Seiten wieder weggelegt).
Die Motivation zum Lesen kann aber von überall wiederkommen. Mein Soziologiestudium brachte mich über Ecken zum Roman „Weißes Rauschen“ von Don DeLillo, nachdem wir uns mit gesellschaftlichen Auswirkungen von Social Media beschäftigt hatten. Ich war verblüfft, wie ein Text aus den Achtzigern ein modernes Phänomen wie Social Media behandeln konnte.
Als ich wenige Monate danach zu „Das Spiel ist aus“ von Sartre griff, entfachte sich meine Liebe zu Büchern neu. Ach, so konnten Bücher auch aussehen? Geschichten, die sich mit Klassenunterschieden, Liebe und Tod beschäftigen und sich so lesen wie ein spannender Film? Diese Bücher waren meilenweit entfernt von „Effi Briest“ und „Irrungen, Wirrungen“ oder anderen Büchern, die ich in meiner Schulzeit durchstehen musste. Auch die behandeln spannende Themen, lösten durch ihr eingestaubtes Setting und die hochgestochene Sprache aber wenig in mir aus.
Effie Brist ist eines der langweiligsten Bücher überhaupt und sollte von niemanden in der Schule gelesen werden müssen. Überhaupt habe ich wenige gute Bücher in der Schule gelesen. Was eigentlich schade ist. Dort wäre es wichtig eine Liebe zum Lesen beizubringen.
(…)
Warum ist es überhaupt wichtig, dass insbesondere Männer mehr lesen sollten? Einige Studien deuten darauf hin, dass Lesen positive Auswirkungen auf die eigenen kognitiven und emotionalen Fähigkeiten haben kann.  Eine weitere Studie wies nach, dass das Lesen literarischer Texte die Fähigkeit steigert, Emotionen im Gesicht anderer Personen zu deuten.
Ein Text, der mal direkt auf Studien verlinkt, nicht nur auf Berichte über Studien. Das ist mir erst einmal sympathisch.
Und von der Empathie mal abgesehen: Lesen macht einfach riesigen Spaß. Der Moment, wenn man sich in einer Geschichte verliert, ein Charakter auftaucht, in dem man sich selbst sieht – das ist unbeschreiblich. Sich von einem Buch verstanden fühlen, weil es ein Gefühl aufgreift, von dem man dachte, es wäre eine persönliche, singuläre Erfahrung. Männer, ihr wisst gar nicht, was ihr verpasst!
Er tut hier so als hätten Männer noch nie ein Buch gelesen. Dabei lesen Männer eben nur weniger als Frauen aber nicht gar nicht.
Es gibt für jedes Thema und Nischeninteresse ein Buch, das sich damit befasst. Wer das Computerspiel „Age of Empires 2“ als Coming-of-Age-Geschichte lesen will, ist mit „Echtzeitalter“ von Tonio Schachinger bedient. Wie ging es der irischen Gesellschaft unter dem Zwang der katholischen Kirche? Darum geht es in „Small Things Like These“ von Claire Keegan. Und die Chance, dass der Lieblingsfilm auf einem Buch basiert, ist riesig. Fight Club, American Psycho, Shawshank Redemption oder Killers Of The Flower Moon sind nur einige Beispiele.
Nachdem ich Fight Club gesehen habe habe ich mir tatsächlich relativ schnell auch das Buch zugelegt und inzwischen einiges von Chuck Palahniuk gelesen. Immer etwas merkwürdige Geschichten, aber ich mag seinen Schreibstil.
Es braucht also nicht mehr „Männer“-Bücher, das hat auch Autorin Ninia LaGrande kürzlich toll zusammengefasst: Selbst wenn es mehr Bücher „für“ Männer geben würde, am Ende würden sie vermutlich nur von jungen Frauen gelesen werden. Vielmehr braucht es einfach männliche Vorbilder, die lesen.
Ich glaube es wird immer schwieriger werden die Jugend für Bücher zu begeistern, einfach weil sie so viele andere immer präsente Medien haben, auf die sie zurückgreifen können. Ich versuche schon die Kinder durch Vorlesen zu animieren, aber so richtig den Übergang zu größeren Büchern haben wir noch nicht geschafft. Aber Fräulein Schmidt ist ja auch noch in dem Stadium, wo lesen noch etwas anstrengend ist, auch wenn es sich immer mehr verbessert, ich werde da dranbleiben. Eigentlich sind genug Bücher im Haus, wobei der Vorrat an „Mädchenbüchern“ wahrscheinlich aufgestockt werden muss.
Da hilft es auch nicht, Männer, die gerne lesen und dies auch öffentlich zeigen, als „performative males“ zu bezeichnen. Also als Männer, die sich aus Eigennutz als Feministen inszenieren. Klar gibt es Männer, die einen Sally Rooney Roman unter dem Arm tragen, um sich Frauen anzubiedern. In den letzten Monaten beobachte ich aber eher, dass diese Zuschreibung hauptsächlich von anderen Männern kommt und sie somit weiterhin klassische Männlichkeitsbilder festigen.
Das ist wirklich das nervige, dass man so etwas immer wieder in solche Artikel reinbringen muss. Lesen ist da gleich der Geschlechterkampf und davon nicht zu trennen.
Die Wege zwischen dem Leser und dem Buch müssen kurz sein. Mein Vater hat in meiner Kindheit viel gelesen. Überall im Haus lagen Bücher verstreut. Ein breit gefächertes Angebot von Stephen-King-Büchern, skurrilen finnischen Romanen und deutscher Nachkriegsliteratur. Das ist nicht unbedingt mein Geschmack, aber es hat dafür gesorgt, dass immer ein Buch in Reichweite war.
Mein Bruder hat seine Liebe zum Lesen 2019 wiederentdeckt, als er sich als Verkäufer im Spargelhäuschen langweilte und für den nächsten Tag „Haus ohne Hüter“ von Heinrich Böll aus dem Bücherregal unseres Vaters mitnahm. Dieses eine Buch reichte aus, um ihn bis heute zu einem regelmäßigen Leser zu machen.
Es ist auch interessant, wie er „perfomative Males“ anführt und selbst sehr bemüht erscheint „hochwertigere Autoren“ zu in seinem Artikel unterzubringen. Natürlich liest er Sartre und Romane vor wichtigen historischen Kulissen (einen Teil davon hatte ich gelöscht, da für den Inhalt des Artikels ohne Belang, kann aber unter dem Link nachgelesen werden).
Aber gut.
Der Artikel lädt zu ein paar Buchempfehlungen ein. Daher hier die letzten Roman-Buchreihen, die ich gelesen habe:
  • Andy Weir: Sein bekanntestes Buch ist „The Martian“, ich fand aber auch „Artemis“ und „Project Hail Mary“ (kommt dieses Jahr auch als Film raus) gut.
  • Bobiverse: ein ähnlicher Stil wie Andy Weir, allerdings mehr Science Fiction: Bob hatte ich nach seinem Tod einfrieren lassen und wird in der Zukunft als Grundlage einer künstlichen Intelligenz genutzt die in eine Von-Neumann-Sonde eingesetzt wird. Im Rahme der Handlung kommt es daher auch zu immer mehr Bobs, die das Weltall entdecken, auf Außerirdische stoßen etc.
  • Dungeon Crawler Carl: Ein LitRPG bei dem Spieler in einer Art Dungeon ums Überleben kämpfen. Hauptfiguren sind Carl und seine intelligent gewordene Katze Prinzessin Donut. Die Serie lebt von skurrilen Situationen und einem guten Humor
  •  Dresden Files: Harry Dresden ist ein Magier in der heutigen Welt, der auch als Detektiv arbeitet. Neben der „Normalen Welt“ gibt es eine Vielzahl von Fantasiewesen, die mit dieser interagieren.
  • Expeditionary Force von Craig Alanson: Die Erde bekommt Besuch von Außerirdischen und wird sogleich in einen intergalaktischen Krieg mit hineingezogen ohne das sie auch nur annährend darauf vorbereitet ist. Die Hauptfigur Joseph Bishop findet auf einem Planeten zufällig eine künstliche Intelligenz der Eldar mit der er sich verkürzt gesagt anfreundet und zusammen bestehen sie Abenteuer und retten die Menschheit. Das gegenseitige Sich-Sprüche-Drücken der beiden macht dabei einiges des Witzes der Serie aus.

Was lest ihr gerade?

Ruhe

Eine neue Schaukel am Spielplatz, zwei Kinder können schaukeln, an beiden Schaukelplätzen hängen interessante Sitze, fast wie eine Sitzschale, man liegt so halb darin. Schmidt Junior möchte sie ausprobieren, aber leider viele andere auch und wir stellen uns in die Schlange.

Vor uns sind ein Paar mit ihren 2 Kindern. Die Frau redet durchgehend:

„Und dein Bruder sollte wirklich mit uns in den Urlaub fahren, ich weiß gar nicht was er will, es würde ihm gut tun und seinen Kindern erst recht. Die Marie, da haben sie wirklich etwas bei der Erziehung falsch gemacht, die kann ja gar keine Beziehung zu anderen aufbauen. Der würde es richtig gut tun mit unseren beiden zu spielen. Aber mitunter denke ich, er ist einfach zu bequem oder vielleicht einfach zu eigen. Manche Menschen wollen ja gar nicht glücklich sein, die richten sich so ein in ihrem Unglück. Und was ist eigentlich mit deinem Freund Paul, hab ihm ja gesagt, dass das nichts wird mit der neuen Freundin, das hat man schon an ihrer Haltung gesehen, wie sie da immer stand, so leicht vorgeneigt, als müsste sie sich verteidigen. So was strahlt ja was aus, das merkt man sofort, oder?

Er reagiert nicht wirklich. Muss er auch nicht. Es fehlen die Lücken dazu. Er geht mit den Kindern einen Schritt vor. Rückt ihre Mütze etwas zurecht.  Das kleinere Kind zieht an seiner Jacke.

„Papa, wann sind wir dran?“
„Ja gleich, Schatz“, sagt er leise.

„Ja, gleich“, wiederholt sie, „aber ihr müsst auch lernen, Geduld zu haben. Das fehlt heute vielen. Geduld, Disziplin, Dankbarkeit – das sind so Grundwerte, weißt du? Ich sag’s ja immer: Wenn man die nicht hat, dann wird das nichts im Leben. Guck dir doch den Sebastian an – der war in der Schule schon so… nachlässig. Und jetzt? Job verloren, Freundin weg. Kein Wunder. Wer sich nie Mühe gibt…“

Langsam schieben wir uns immer weiter an die Schaukel heran. Dann sind deren Kinder dran. Sie setzen sie in die zwei Schaukeln, eine schubst der Mann ein, eine die Frau. Dabei bringt sie weiter ihren Mann auf den neusten Stand:

Die Nachbarn, die haben jetzt tatsächlich wieder einen Hund. Nach dem letzten! Ich mein, man kann doch aus Fehlern lernen, oder? Ich sag’s dir, manche Leute haben einfach kein Verantwortungsgefühl. Ich wünschte ja, die Stadt würde das strenger handhaben. Ach, und gestern, stell dir vor, die Mutter von der Kita hat tatsächlich gesagt, sie findet das neue Konzept zu offen. Zu offen! Ich mein, das ist ja das Ziel, dass die Kinder frei werden, oder nicht? Aber nein, sie will wieder mehr Struktur. Struktur! Manche Eltern wollen doch einfach kleine Soldaten großziehen….“

Dann klingelt ihr Telefon. Sie entschuldigt sich kurz, geht etwas abseits. Im Weggehen hört man

„… Ja, das geht ja so wirklich nicht. Da müssen wir etwas machen, sonst klappt das ja gar nicht…“

Bis der Wind und die Entfernung die Worte verschlucken.

Der Mann steht an der Schaukel und schupst beide Kinder an. Man hört nur das Knarren der Kette und ein paar freudige Geräusche der Kinder.

Sonst ist es ruhig.

Er lächelt.

 

Superflitzer und Supercritzer

Die Kinder flitzen durch das Wohnzimmer. Das Spiel scheint darin zu bestehen, dass bei von entgegengesetzten Seite des Zimmers loslaufen so schnell sie können und dann aneinander vorbeilaufen jeweils zur anderen Seite. Dann geht es von vorne los. Dabei wird viel herumgerufen.

Ich schaue fasziniert zu um die Regeln oder einen Sinn zu verstehen. Anscheinend ist Fräulein Schmidt „Superflitzer“ und Schmidt Junior ist „Supercritzer“ und es ist wichtig den jeweiligen Namen zu rufen. Ein darüber hinausgehender Sinn bleibt mir verborgen.

Dann kommen sie kurz zum Tisch an dem ich sitze und trinken etwas, das Laufen hat müde gemacht. Sie trinken, ruhen sich kurz aus. D

Dann erklärt Schmidt Junior „Jetzt will ich aber „Superflitzer“ sein!“

Fräulein Schmidt ist empört: „Nein, ich bin Superflitzer, du kannst weiter Supercritzer sein, ich habe mir den Namen schließlich ausgedacht und auch noch einen für dich, damit du mitspielen kannst!

Schmidt Junior, schon etwas müde, weil später am Abend, lässt das nicht so einfach durchgehen: „Immer bist du Superflitzer, das ist voll ungerecht! Ich will jetzt Superflitzer sein!“

Sie streiten sich etwas, und Herr Schmidt schupst auch etwas, weil er super sauer ist, dass er nicht Superflitzer sein darf. Das ist natürlich nicht gut und ich mische mich ein:

„Hey, geschubst wird nicht! Was ist denn überhaupt der Superflitzer?“

Schmidt Junior erklärt: „Der Superflitzer ist super schnell jetzt will ich der schellste sein und es ist voll ungerecht, Fräulein Schmidt war ja schon 4 mal der Superflitzer“

Ich frage nach: Und der Supercritzer? der scheint mir auch sehr schnell gewesen zu sein, du bist doch super gelaufen?

Schmidt Junior bleibt bei den Fakten: „Aber ich will jetzt der Superflitzer sein, es ist voll ungerecht!“

Fräulein Schmidt verweist im Gegenzug erneut auf ihr Urheberrecht an dem Namen und das ist sich ja auch schon extra einen für Schmidt Junior zusätzlich ausgedacht hat, damit er mitspielen kann, obwohl er doof ist! Sie will der Superflitzer sein und sonst niemand!!

Ich werfe ein, dass Schmidt Junior ja vielleicht der Superblitzer sein könnte, ein Blitz ist ja nun wirklich sehr sehr schnell, stoße aber auf taube Ohren.

Die Fronten sind verhärtet, keiner will nachgeben. Bis sich dann plötzlich das Problem von selbst auflöst, weil sie plötzlich etwas anderes spielen, was ihnen gerade eingefallen ist und beide die Idee gut finden.

Mitunter ist Eltern sein verwirrend.

 

Interne Machtkämpfe bei der Grünen Jugend

Ein Spiegelartikel berichtet, dass anscheinend Jette Nietzard einen geradezu patriarchalen Machtkampf in der Grünen Jugend geführt haben soll:

Was in der Öffentlichkeit auf Kritik stieß, kam allerdings bei vielen in der Grünen Jugend gut an. Den Rückhalt verlor Nietzard vor allem durch die von vielen als aggressiv beschriebene Art, wie die Bundessprecherin intern mit Menschen des Verbands umging.
Nietzard habe mit Unterstützung eines kleinen, aber schlagkräftigen Netzwerks Mitglieder der Grünen Jugend, die anderer Meinung sind, angeschrien, eingeschüchtert und diffamiert, heißt es übereinstimmend von mehreren Verantwortungsträgern. »Menschen, die als Bedrohung für die Macht des Netzwerks wahrgenommen wurden, erlebten Diffamierung«, berichtet ein Funktionär. Persönliche Probleme seien politisiert worden und umgekehrt: »Man könnte das mit Schulhofmobbing vergleichen.« Sogar Äußerlichkeiten wie Kleidung soll Nietzard kritisiert haben.
Die Grünen leisten sich eben ziemlich viel verschiedene Bewegungen in ihren Reihen, die nicht unbedingt kompatibel sein müssen. Für Jette Nietzhard sind die Grünen wahrscheinlich in erster Linie eine feministische Partei und die Umwelt ist keine Personengruppe innerhalb der intersektionalen Theorien.
Die scheidende Bundessprecherin dementierte die Vorwürfe auf Anfrage des SPIEGEL nicht. »Wenn diese Vorwürfe im Raum stehen, wünsche ich mir, dass diese von einer unabhängigen Ombudsstelle untersucht werden«, schrieb Nietzard. »Wenn ich mich falsch verhalten habe, sollte ich die Konsequenzen tragen.«
Das ist eine gute Antwort. Sich gar nicht erst verteidigen, sondern einfach auf eine interne Ombudsstelle verweisen, die so wahrscheinlich nie eingerichtet wird, sie ist ja schließlich keine Sprecherin mehr.
Sie kritisierte, dass die Vorwürfe an ein Medium durchgestochen wurden. Das sei »ausschließlich eine Form der Diffamierung«. Sie wolle sich dieses Wochenende mit einer guten Übergabe beschäftigen und nicht mit »Gerüchten«, die nur darauf abzielen würden, ihre Person zu beschädigen.
Das kommt ihr wahrscheinlich auch wie Kinderkram vor nachdem sie schon ganz andere bundesweite Kritik hinter sich hat. „Zu ein paar Personen gemein gewesen“ ist da kein so dramatischer Vorwurf.
Nietzard wird auch vorgeworfen, mehrere männliche Verbandsmitglieder als »Antifeministen« bezeichnet zu haben. Nietzard bestreitet auch diesen Vorwurf nicht. Auf die Frage, ob der Vorwurf zutreffe, sagte sie dem SPIEGEL: »Das wird ihrem Verhalten entsprochen haben.«
Das ist auch gut gemacht. Solange die Vorwürfe so unkonkret sind kann man schlicht anführen, dass es eben berechtigt war. Welcher weiße Mann kann überhaupt ein guter Feminist sein? Eigentlich keiner.
Bei den Auseinandersetzungen sei es weniger um Sach- als um Machtfragen gegangen, heißt es. Allerdings habe Nietzard zum Ausdruck gebracht, dass sie soziale Fragen wichtiger finde als die Klimapolitik. Menschen im Verband, die sich für Klimapolitik engagieren, soll sie »uncoole Klimakids« genannt haben. »Jette hat ein großes Problem mit Leuten, die sich im Bereich Klima engagieren«, sagte eine Verantwortungsträgerin dem SPIEGEL.
Wenn sie tatsächlich in der Politik bleiben will, dann muss sie wahrscheinlich lernen, dass sie mehr Verbündete braucht. Keine Ahnung wie stark die Konkurrenz in der Grünen Jugend ist, aber wenn sie eine Liga höher spielen will, dann sind dort eben nicht nur junge Idealisten, sondern auch mehr Machtmenschen und sie macht sich in der Hinsicht sehr angreifbar.
Wobei:
Nietzard beantwortet die Frage, ob sie von »uncoolen Klimakids« gesprochen habe und die Sozialpolitik wichtiger als die Klimapolitik finde, so: »Es ist ein veralteter Versuch, Klima- und Sozialpolitik gegeneinander auszuspielen. Die Grüne Jugend hat es über die letzten Jahre immer mehr verstanden, diese Kämpfe zu verbinden. Darauf bin ich stolz.«
Das ist auch wieder eine gute Antwort. Typisch Politiker.
Schade das sie bei Mobingvorwürfen nicht auch auf der Seite der Opfer steht und dafür ist diesen zu glauben und der Täterin erst einmal nicht.
Beim Thema Klimapolitik kommt Nietzards Co-Bundessprecher Jakob Blasel ins Spiel. Er steht bei der Grünen Jugend wie kaum ein anderer für die Klimaschutzbewegung, vor seiner Wahl zum Bundessprecher war Blasel in führender Rolle bei der Klimabewegung »Fridays for Future« aktiv.
Blasel hatte sich öffentlich jeglicher Kritik an Nietzard enthalten, so Mitte Juli in einem SPIEGEL-Interview . »Jette ist eine kämpferische Frau, die mit allem, was sie macht und sagt, ziemlich stark für sich steht«, sagte er. »Und ich glaube nicht, dass ich das irgendwie öffentlich kommentieren muss, das wäre auch ein bisschen von oben herab.«
Das Verhältnis der beiden soll aber schon lange zerrüttet gewesen sein. Angeblich haben die beiden wochenlang nicht miteinander gesprochen. Blasel wollte sich auf Anfrage nicht äußern, Nietzard schrieb dazu: »Kein Kommentar.«
Blasel ist auch schlau genug da nicht zu viel Öl ins Feuer zu gießen, schon gar nicht jetzt, wenn es auch nichts mehr bringt.
Es habe seit der Wahl ein Konkurrenzverhältnis bestanden, berichtet einer, der die beiden immer wieder erlebt hat. »Jakob war aus Jettes Sicht ein direkter Konkurrent, egal ob es um interne Macht geht oder um öffentliche Aufmerksamkeit.«

Ende Mai spitzte sich der Konflikt zu. Nietzard veröffentlichte auf Instagram ein Foto, auf dem sie einen Pullover mit dem Akronym ACAB trägt. ACAB steht für »All Cops Are Bastards«, übersetzt etwa: »Alle Polizisten sind Bastarde.« Auf die massive Kritik zeigte sich Nietzard wenig schuldbewusst und verwies darauf, immerhin auf das Thema Polizeigewalt aufmerksam gemacht zu haben.
Am 30. Mai schaltete sich der zehnköpfige erweiterte Grüne-Jugend-Bundesvorstand nach SPIEGEL-Informationen online zu einer Krisensitzung zusammen. Es wurde über Nietzard abgestimmt. Die Mehrheit sprach sich gegen eine weitere Zusammenarbeit mit ihr aus.
Da hat sich den Gerüchten nach ja auch die Zentrale der Partei eingemischt, weil sie zu viel negative Presse machte.
Eine Woche später, am 5. Juni, traf sich der Vorstand in der Bundesgeschäftsstelle in Berlin. Diesmal wurde über Blasel abgestimmt, die Mehrheit votierte dafür, dass sich Blasel um eine zweite Amtszeit bewerben solle. Die Sitzungen wurden dem SPIEGEL von mehreren Quellen bestätigt.
Für die Nachfolge Nietzards kandidiert Henriette Held, Sprecherin der Grünen Jugend Mecklenburg-Vorpommern. Blasel schien gesetzt, doch dann entschied sich Luis Bobga, bislang Beisitzer im Bundesvorstand, gegen den amtierenden Bundessprecher zu kandidieren. »Die Kampfkandidatur ist der Racheakt von Jette an Jakob«, sagt ein Insider.
Dann  hätte sie ja doch anscheinend noch einiges an Macht, trotz Rücktritt.
Nietzard weist dies zurück. »Der Vorwurf ist falsch und haltlos«, sagte sie dem SPIEGEL. »Luis Bobga ist eine eigenständige Person, die sich eigenständig zu einer Kandidatur entschieden hat.«
Wäre interessant, warum der Spiegel sie so darstellt. Könnte natürlich auch einfach ein Artikel gegen sie sein.
Auch Bobga dementiert, dass Nietzard ihn zu der Kampfkandidatur ermuntert habe. »Ich habe mich eigenständig dazu entschieden, als Bundessprecher zu kandidieren«, sagte er dem SPIEGEL. »Dass Jette meine Kandidatur heute unterstützt, bedeutet mir viel, war aber weder eine Bedingung noch der Impuls für meine Entscheidung.«
Nietzard sagt, sie hätte es begrüßt, wenn der Verband eine Wahl gehabt hätte zwischen Blasel und Bobga. Die scheidende Chefin macht aber deutlich, dass sie Bobga für geeigneter hält. »Luis halte ich für einen hervorragenden nächsten Bundessprecher.«
Bodga studiert Migrationsforschung in Osnabrück, sein Vater kommt aus Kamerun. Er fordert, dass die Partei deutlicher wird, besonders in sozialer Gerechtigkeit, Asylpolitik und bei Klima/Umweltfragen. Ein Schwerpunkt ist, die Schwächeren stärker zu unterstützen. Er betont, dass soziale Politik spürbar sein muss – z. B. bei Mieten, Armutsgefährdung, Wohnkosten.  Er sieht Umverteilung nicht als optionales Nice-to-have, sondern als notwendiges Element eines glaubwürdigen linken Kurse. Bobga spricht sich dafür aus, dass Rassismus und Polizei in Deutschland kritisch hinterfragt werden – dass Polizeigewalt gegen People of Color und strukturelle Diskriminierung ernst genommen werden.
Das klingt immerhin nach jemanden, der auch in den intersektionalen Theorien zu Hause ist.
Zu den Gründen, warum Blasel seine Kandidatur zurückzog, schweigt der 24-Jährige. Er wollte sich auf Anfrage zu seinem Verhältnis zu Nietzard nicht äußern. Es heißt, durch seinen Verzicht habe er Schaden von der Jugendorganisation abwenden wollen, der durch eine Kampfkandidatur unter anderem durch negative Berichterstattung entstanden wäre.
Beobachter halten es aber auch für möglich, dass Blasel einfach keine Lust hat, an der Spitze eines Verbands zu stehen, in dem Jette Nietzard vermeintlich weiterhin Macht ausübt, wenn auch künftig ohne Amt. Dem SPIEGEL sagte Nietzard, sie werden sich auch in Zukunft engagieren. »Ich war in diesem Jahr in etwa 50 unserer Kreisverbände zu Besuch, und mich ehrt es, dass ich auch über meine Amtszeit hinaus schon ganz viele Einladungen habe.«
Schon irgendwie ein Artikel, der ziemlich viel  auf Nietzard als Frau im Hintergrund, die nach wie vor die Fäden zieht abstellt. man wird sehen, ob sie das schafft.
Über Blasels und Nietzards Nachfolger entscheidet an diesem Samstag der Bundeskongress. Am Freitagnachmittag schon kommen die Mitglieder zu einer ersten Aussprache zusammen.
Es dürfte großen Diskussionsbedarf geben.
Großen Diskussionsbedarf bei zwei Kandidaten ohne Gegenkandidat?

Lautstärke des Sex und Feminismus

Natürlich nur zwei Positionen von Personen auf Twitter, aber ich fand es dennoch schön, wie man aus allem eine Ideologie machen kann:

was misogyn ist: wenn frauen darüber ablästern dass andere frauen (nachbarinnen etc) laut beim sex sind hier so fancy freiheit für frauen wollen + sie dann silencen wollen wenn sie sexualität ausleben was zur hölle ist dein problem girl wenn eine frau lust hat darf sie laut sein
Vs.
Laut sein beim Sex ist überhaupt nichts feministisches, bitte, wenn ihr schon feministische Kämpfe austragen wollt, dann doch richtig. Das Laut-Stöhnen kommt aus der Pornoindustrie & ist das Cum-Shot Equivalent dessen. Bitte hört einfach auf. Ihr seid nicht laut dank Feminismus
Ich hab über das Stöhnen bereits vor ein zwei Jahren getwittert. Frauen stöhnen nicht für sich, sondern um den Mann schneller zum kommen zu bringen.
Lernt eure Facts.
Die erste Position hat immerhin den Vorteil, dass sie persönliche Freiheit betont und das man Leute sein lassen soll wie sie sind.
Sie reguliert nicht den Sex, sondern das auch darüber aufregen und stellt auf nicht gönnen ab.
Die zweite sieht eine unnötige Show, die auch nur an den Mann anbiedert und dann auch noch Elemente aus der Pornoindustrie übernimmt.
Letztendlich sind es auch nur feministisch eingekleidete Formen von „Leuten ihnen Spaß lassen“ vs „jeder muss ein gewisses Maß Rücksicht auf andere nehmen“ und die Frage wo man die Grenze zieht.

Tag der deutschen Einheit

Heute ist Tag der deutschen Einheit und Deutschland scheint intern immer zerstrittener zu werden.

  • Der Osten hat seine Protestpartei in der AfD gefunden.
  • In der Bevölkerung an sich ist auch politisch einiges an Spaltung vorhanden
  • Die Bevölkerung hat zu einem nicht geringen Teil das Gefühl, dass sie nicht mehr sagen kann was sie denkt
  • Der Spalt zwischen Politikern und Bevölkerung scheint auch eher zu wachsen

Welche Maßnahmen sind erforderlich um als Gesellschaft wieder zusammen zu wachsen?